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Seite: Aktuelles  >  Vortrag von Bischof Genn zum Jubiläum "60 Jahre Theologische Fakultät Trier" am 12.11.2010
24.05.2012
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Dokumentiert

Vortrag von Bischof Genn zum Jubiläum "60 Jahre Theologische Fakultät Trier"

Trier. Am Freitag (12.11.2010) beging die Theologische Fakultät Trier ihr 60-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass hielt Bischof Felix Genn einen Vortrag zum Thema "Zum Auftrag einer Theologischen Fakultät heute im Rahmen von Wesen und Sendung der Theologie - Überlegungen aus der Sicht eines Bischofs". kirchensite.de dokumentiert die schriftliche Fassung dieses Vortrags.

1. Hinführung: Was motiviert zum Studium?

Eminenz, verehrter Herr Kardinal, lieber Mitbruder Julio, verehrter Bischof Stephan, verehrter Herr Rektor, Prof. Dr. Reinhold Bohlen, verehrte Professorinnen und Professoren der hiesigen Theologischen Fakultät, liebe Studierende und Festgäste!

60 Jahre sind es her, dass hier, am ältesten Bischofssitz Deutschlands, die Theologische Fakultät nach ihrer Aufhebung durch die französische Revolutionsregierung wieder eingerichtet wurde. Als ich die Einladung erhielt, heute aus diesem Anlass zu Ihnen sprechen zu dürfen, habe ich das als Ehre gesehen. Die Trierische Fakultät ist der Ort, an dem ich selbst den Großteil meines theologischen Rüstzeugs empfangen habe, und dafür bin ich sehr dankbar. Viele Szenen aus den Hörsälen sind mir noch in lebendiger Erinnerung. Begegnungen mit Professoren und Studierenden stehen mir vor Augen. Anregungen, Gelerntes aus den Vorlesungen, Theologisches Grundwissen und Grundprägungen, die ich hier in Trier empfangen habe, steigen mir bisweilen im Gedächtnis auf, wenn ich mich mit bestimmten Themen auseinandersetzen muss. Ja, auch die Auseinandersetzungen in diesen Jahren gehören dazu; denn ich habe in den unruhigen 68er-Jahren und ihren Folgen hier studiert und bin immer noch der Überzeugung, dass gerade die lebendige, vielleicht auch konfliktive Auseinandersetzung einem fruchtbaren Aneignen der Studieninhalte hilfreich ist. Schließlich: Vor 25 Jahren wurde ich in dieser Aula zum Doktor der Theologie promoviert. Später, während meiner Zeit als Spiritual, habe ich selbst eine Zeit lang hier lehren dürfen. Nehmen Sie meine Anwesenheit heute als Zeichen meiner Verbundenheit und Dankbarkeit.

Bei aller Freude über die Einladung haben Sie mir allerdings keine leichte Aufgabe gestellt. Dennoch: Aus der Sicht eines Bischofs will ich sprechen über den Auftrag einer Theologischen Fakultät heute, und das im Rahmen von Wesen und Sendung der Theologie überhaupt. Sie ahnen schon, dass es unmöglich ist, dieses Thema in allen Facetten auszuleuchten.

Sicher lohnte es sich, darüber zu sprechen, dass eine Theologische Fakultät einen Dienst ausübt für das kirchliche Gemeinwohl. Papst Johannes Paul II. hat das in seiner Apostolischen Konstitution Sapientia christiana betont (Nr. IV). Die zukünftigen Mitarbeiter im pastoralen Dienst eines Bistums und auch die Lehrer und Lehrerinnen an den Schulen sollen fachlich befähigt werden für ihre spätere Berufsausübung. Natürlich hegt ein Bischof die Erwartung, dass die zukünftigen Priester, Diakone, Pastoralreferenten und Lehrenden eine anspruchsvolle Theologie lernen, die sie befähigt, in einer hochkomplexen und differenzierten Welt den Menschen Rede und Antwort zu stehen, die nach der Hoffnung fragen, die uns erfüllt (1 Petr 3,15). Es geht um eine Theologie, die den Anforderungen der gegenwärtigen Lebenspraxis standhält und die manchen Studierenden vielleicht erst einmal umkrempelt. "Sie ist", wie Klaus Demmer einmal formuliert hat, "eine unabdingbare Voraussetzung für ein würdiges Überleben in einer Gesellschaft, die immer neue Überraschungen bereithält."(1)

Man könnte ferner darüber nachdenken, dass eine Theologische Fakultät nicht nur auf eine im engeren Sinn kirchliche Funktion eingegrenzt werden darf. Sie ist ein Teil der universitas litterarum, muss also eo ipso ihren Blick weiten auf die anderen Wissenschaften und damit auf die Gesellschaft. Die jüngsten Empfehlungen des Wissenschaftsrates zur "Weiterentwicklung von Theologien und religionsbezogenen Wissenschaften" vom Frühjahr diesen Jahres wünschen ausdrücklich, dass die Theologie ihre ureigene Stimme einbringt in das Gespräch der anderen Wissenschaften. Eine Theologische Fakultät wird dabei den großen Bedarf an Orientierung nicht übersehen können. Wie wichtig ist es, dass die Theologie den Diskurs in den großen Fragen der Gegenwart bereichert, sich einmischt, wenn es um die letzte Sinnorientierung geht, um die Grundwerte, etwa den Schutz der Familie, um ethische Fragen z.B. in der Präimplantationsdiagnostik. Es ist unerlässlich, dass die Frage nach dem Menschen gegen naturalistische und ökonomische Engführungen offen gehalten wird und der Sehnsucht des Menschen nach Gott als menschlichster Sehnsucht überhaupt Gehör verschafft wird.(2)

"Wir nehmen", wie der Apostel sagt, "alles Denken gefangen" (2 Kor 10, 5). Was könnte auch unsere geistliche Tradition mit den Stichworten Askese und Bescheidenheit beitragen zu Konturen eines zukünftigen Lebensstils! Und wie notwendig ist es, die so genannten religionsproduktiven Tendenzen in der Gesellschaft, also das Erstarken religiöser Phänomene mit all ihrer Ambivalenz wohlwollend und kritisch zugleich zu begleiten. Sie sehen, liebe Zuhörer, wie weit sich das Spektrum der Möglichkeiten ausspannt.

Wenn man unmöglich alles abdecken kann, ist das ja nicht nur unbefriedigend. Man kann das auch als Herausforderung begreifen und annehmen, sich selbst einmal auf den Punkt zu bringen. Was tut denn aus Sicht eines Bischofs heute primär Not? Was ist mir, wenn ich auf die heutigen Studierenden an einer Theologischen Fakultät schaue, ein Herzensanliegen? Ehrlich gesagt: All dies, was ich genannt habe, und vieles mehr. Auch wenn ich nur zwei Aspekte herausgreife, möchte ich grundsätzlich sagen, dass es notwendig ist, dass von Papst Johannes Paul II. immer wieder benannte Thema des Zusammenwirkens von Glaube und Vernunft an einer Theologischen Fakultät zu akzentuieren – gerade im Blick auf die Pastoral und den Umgang mit den Menschen unserer Tage. Wie sehr Papst Benedikt XVI. an dieser Thematik gelegen ist, zeigt der durchlaufende Ductus seiner Ansprachen und Predigten. Allerdings möchte ich Sie vor allen Dingen an Überlegungen Anteil nehmen lassen, die mich noch etwas viel näher betreffen, wenn ich auf die Studierenden schaue und daran denke, dass sie meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von morgen sind. Dazu habe ich mich gefragt:

a) Gottfried Bitter hat schon vor über 20 Jahren ein Motiv benannt, das mir nach wie vor gültig scheint, und das man nicht übergehen darf. Er spricht vom "Theologiestudieren um meines Christwerdens willen"(3). Ganz gewiss war es immer schon biographisch mitbedingt, wenn ein junger Mann oder eine junge Frau ein Theologiestudium aufgenommen hat. Wie sollte es anders sein! Aber unter den gegenwärtigen Umständen ist diese biographische Beteiligung weit intensiver als früher. Viele kommen, wie Wohlmuth das nennt, aus einer "personalen Diaspora"(4). Sie versuchen Christ zu sein in einer Umgebung, die das kaum mitträgt, nicht nur, was ihren Freundeskreis angeht, sondern bis in die eigene Familie hinein. Je weniger selbstverständlich Glaube und Kirche in unserer Gesellschaft also werden, desto mehr wird Theologie erst einmal um meiner selbst willen studiert: "Ich wünsche mir Theologie als Aufklärung, als Begründung, als Vertiefung meines Glaubenwollens."(5) Das Theologiestudium erhält damit von der Motivation her eine katechetisch-seelsorgliche Komponente; es soll eine Hilfe sein beim eigenen Einleben in den christlichen Weg.

b) Eine etwas neuere Studie aus dem Jahr 2001 bestätigt und ergänzt diese Motivation. Bei einem Forschungsprojekt der Universität Bonn haben sich aus einem Fragebogen mit 17 möglichen Antworten vor allem drei Gründe herauskristallisiert, Theologie zu studieren:
1. "Das Fach Theologie interessierte mich einfach."
2. "Ich wollte etwas studieren, mit dem ich Menschen erfahren lassen kann, was meinem Leben Sinn gibt"
3. "Ich wollte meinen späteren Beruf mit dem Glauben verbinden." (6)

Neben dem persönlichen Interesse sind die Studierenden also davon bewegt, sich beruflich dafür zu engagieren, dass die christliche Glaubensüberzeugung weitergeben wird. Dies muss aber keineswegs immer in kirchlichen Berufen geschehen. Natürlich ist es an sich begrüßenswert, dass Theologen ihren Ort suchen auch außerhalb des Binnenraumes der Kirche. Aber es sticht mir als Bischof förmlich ins Auge, dass das Wort "Kirche" unter den drei meist genannten Motiven nicht auftaucht. Und tatsächlich, so ein Fazit der Studie, bevorzugt es nur eine Minderheit der Studierenden, später in einem kirchlichen Beruf zu arbeiten(7). Ich weise darauf nicht mit erhobenem Zeigefinger hin, ich möchte das zuerst einmal wahrnehmen. Uns als Bischöfen, aber auch den Theologischen Fakultäten in unseren Breiten muss das doch zu denken geben! Sicher gibt es dafür eine Vielzahl von Gründen. Aber man kann kaum umhin, sich auch diese Frage zu stellen: Was sagt das über das innere Verhältnis derer, die einmal den Glauben weiter vermitteln wollen, zur Kirche?

Diese beiden Beobachtungen zur Motivation heutiger Theologiestudenten lassen mich fragen: Nehmen Theologische Fakultäten das genügend ernst? Wird darauf schon ausreichend Rücksicht genommen?

Könnten sich die Theologischen Fakultäten neben der wissenschaftlich-akademischen Ausbildung nicht in Zukunft profilierter verstehen als Dienst an der Glaubensgestalt der Studierenden?

Dazu möchte ich als Bischof heute ermutigen: Sich als Theologische Fakultät spürbarer so zu positionieren, dass sie einen Dienst leistet an der persönlichen und kirchlichen Glaubensgestalt ihrer Studentinnen und Studenten.

Dienst an der Glaubensgestalt der Theologiestudierenden  - zwei Spuren in diese Richtung will ich versuchen zu legen. Die erste Spur habe ich überschrieben mit Plädoyer für eine neue Einheit von Theologie und Spiritualität, die zweite: Einweisung in das "sentire cum ecclesia."

2. Plädoyer für eine neue Einheit von Theologie und Spiritualität

Joseph Ratzinger hat vor etlichen Jahren die markante Aussage gemacht: "So wie man schwimmen nicht ohne Wasser lernen kann und Medizin nicht ohne Umgang mit kranken Menschen, so kann man Theologie nicht erlernen ohne die geistigen Vollzüge, in denen sie lebt."(8) Die Theologie ist von ihrem Wesen her eine eminent geistliche Wissenschaft und die "Praxis" ihr genuiner Ort. Sie kommt nicht erst nachträglich aus geistlicher Übung und Erfahrung. Spiritualität ist eben nicht bloß eine Anwendung von Theologie oder eine Art "Übersetzung" in den Alltag. Sie ist, etwas technisch ausgedrückt, eine Funktion gelebten Glaubens oder mindestens des Glaubenwollens. Der Ort der Theologie ist und bleibt die Nachfolge, so hat es Bischof Hemmerle in seinem lesenswerten Buch von 1975 zur Theologie als Nachfolge anhand einer Betrachtung über den großen mittelalterlichen Theologen Bonaventura ausgeführt.(9) Gott richtet in der Offenbarung, auf die die Theologie bezogen ist, seinen Anruf nicht nur an den Intellekt, sondern an das Herz des Menschen, auf dass dieser ihm mit seiner ganzen Existenz antworte. Der geheimnisvolle Gott kann im Grunde nicht gedacht werden, ohne dass dieser Gedanke den Menschen in allen seinen Dimensionen in Bewegung bringt. Die klassische Theologie hat deshalb immer darum gewusst, dass fides quae creditur und fides qua creditur, Glaubensinhalt und Glaubensakt, untrennbar zusammengehören. Lassen Sie mich an dieser Stelle das wunderbare Wort zitieren, das Bonaventura im Prolog seines Itinerarium an den Leser richtet:

"Er glaube nicht etwa, es nütze ihm Lesung ohne Salbung, Betrachtung ohne Andacht, Forschen ohne Bewunderung, umsichtiges Erwägen ohne Jubel, Fleiß ohne Frömmigkeit, Wissen ohne Liebe, Einsicht ohne Demut, Studium ohne göttliche Gnade" (10).

Lange Zeit konnten Theologische Fakultäten voraussetzen und davon zehren, dass diese personale Übung und Erfahrung des Glaubens anderweitig grundgelegt wurde, in der Familie, der heimatlichen Kirchengemeinde oder kirchlichen Gruppen. "Der Verzicht auf eine Gestaltlehre des Glaubens mochte ohne größeren Schaden angehen, solange die Studierenden noch kirchlich sozialisiert waren"(11), bemerkt der evangelische Pastoraltheologe Peter Zimmerling. Mittlerweile, das brauche ich hier nicht näher auszuführen, ist diese Voraussetzung immer weniger selbstverständlich gegeben. Eben daher erklärt sich das oben erwähnte Motiv, Theologie zunächst um des eigenen Glaubens willen zu studieren. Mein Glaubenwollen und mein Leben als Christ sollen Gelegenheit haben, sich zu vertiefen.

Wenn es aber nun stimmt, dass Theologie von ihrem Wesen her eine geistliche Wissenschaft ist und die existentielle Übung und Erfahrung ihr eigentlicher Ort, kann man es dann einfach dem privaten Einsatz der Studierenden überlassen, sich hier kundig zu machen und Orte zu finden, an denen sie Gottes Anruf unterscheiden und darauf antworten lernen? Anders gefragt: Ist das Anliegen, mit dem junge Studierende heute an Theologische Fakultäten kommen, nicht zutiefst berechtigt? Und sind die Theologischen Fakultäten hier nicht mehr als Lückenbüßer oder "Nachhilfelehrer", wenn sie darauf eingehen, sondern vielmehr von ihrem Auftrag her gerufen, sich dieser Suche vieler junger Menschen anzunehmen?

Joachim Schmiedl hat das jüngst (2009) in einer Veröffentlichung zum Thema Katholische Theologie an der Universität entschieden bejaht: Neben der Wissenschaftlichkeit, die ein kostbares Gut ist und zweifellos nicht vernachlässigt werden darf, "darf und will die Theologie ihre Verwurzelung in Frömmigkeit (Mystik) und Spiritualität nicht verleugnen, sondern zu einer ganzheitlichen Ausbildung und menschlichen Formation beitragen"(12). Ich kann ihm nur von Herzen zustimmen. Es reicht also nicht, nur theoretisch in einer Vorlesung darauf hinzuweisen, dass der Ort der Theologie die Nachfolge ist. Studierende müssen darüber hinaus Gelegenheit haben, dass dies für sie zur gelebten Realität werden kann. Sie bedürfen einer Mystagogie.

An dieser Stelle aber leidet die Theologie nach meinem Eindruck immer noch unter dem, was Hans Urs von Balthasar in seinem bekannten Aufsatz "Theologie und Heiligkeit" die "Last der Gezweiung"(13) genannt hat. Er meint damit das Auseinanderbrechen der ursprünglichen Einheit von Theologie und Existenz, von Wissen und Leben. Während es in der Antike ausgesprochen viele heilige Theologen gab, lässt dies seit der Hochscholastik merklich nach. Viele spätere Heilige, so die These von Balthasars, werden von der Theologie nicht mehr ernst genommen, "weil sie sich selbst nicht mehr getrauten, dogmatisch zu sein".(14) Spiritualität und Theologie entfremdeten sich mehr und mehr voneinander, und dann erst bildet sich eine eigene Wissenschaft vom christlichen Leben heraus, die den Namen "Spiritualität" trägt.(15) Es ereignet sich eine Wende von der knieenden, betenden Theologie, zur sitzenden, vor allem reflektierenden Theologie.(16) Von Balthasar betrachtet diese Wende und die Gezweiung als eine Verarmung.

Ich habe den Eindruck, dass auch viele Studierende diese Verarmung intuitiv immer mehr spüren, die die Theologie als Last der Geschichte noch nicht überwunden hat. Aus meiner Zeit als Spiritual erinnere ich mich mancher Klagen über dieses Problem und sehe vor mir das Ringen um die Relevanz der Theologie für den Vollzug des Glaubens. Ich kann verstehen, wenn mir Verantwortliche in der Ausbildung sagen, dass dieses Problem weiter der Bearbeitung harrt. Für einige Studierende scheint es nicht leicht, zu einer theologischen Persönlichkeit, wie Klaus Demmer es formuliert, heranzuwachsen, die entdeckt hat, dass in der Theologie Lebens- und Menschheitsfragen verhandelt werden. Manchmal bleibt es beim angelernten Examenswissen – und das ist uns allen zu wenig!

Nicht umsonst wird deshalb inzwischen der Ruf nach einer Reintegration von Spiritualität und Theologie immer lauter. Ich nenne auf katholischer Seite neben Hans Urs von Balthasar Michael Schneider, auf evangelischer Seite Peter Zimmerling.

Woran denke ich konkret, wenn ich mit den Worten von Balthasars von einer Einheit des Wissens und des Lebens spreche?(17) Ich freue mich sehr, dass Studierende der hiesigen Fakultät nach wie vor eine Einführung in die christliche Spiritualität genießen können. Das ist im deutschlandweiten Vergleich keineswegs selbstverständlich! Wie inspirierend kann das sein, wenn junge Studierende mit dem "Fächer der Stile" in der Nachfolge vertraut gemacht werden, also einer Phänomenologie der unterschiedlichen Gestalten, in denen Christsein konkret werden kann. Wie kann das den Horizont junger Menschen weiten, wenn sie durch ein studium spirituale hineinversetzt werden in die lange Geschichte christlicher Frömmigkeit und vielleicht erst einmal staunend das reiche eigene Erbe sichten. Wie kostbar ist das, wenn Sie, z.B. in Lesegruppen zu spirituellen Klassikern, die großen Gestalten christlicher Frömmigkeit erschlossen bekommen und so die Gelegenheit erhalten, sich von ihnen anregen zu lassen oder auch sich an ihnen zu reiben. Die Mittwochskatechesen von Papst Benedikt sind mittlerweile eine wahre Fundgrube dafür geworden. Aber es geht mir nicht nur darum, den Wert eines eigenen Faches "Christliche Spiritualität" zu betonen, also um eine theologische Disziplin neben anderen Disziplinen. Im Grunde nährt sich jedes theologische Fach aus einem Erfahrungsgrund vollzogenen Glaubens oder mindestens einer gelebten Gottsuche. Aus diesem Erfahrungsgrund heraus in all seinen Facetten ergibt sich doch unvermeidlich ein Strom von Fragen, der fast natürlich in theologisches Bedenken mündet. Jede Disziplin kann eigentlich nicht anders, als sich von spirituellen Erfahrungen anregen und herausfordern, ggf. auch in Frage stellen zu lassen(18): Welche Fragen etwa richtet das Gebetsleben an die Dogmatik? Wo also theologische Reflexion aufscheinen lässt, dass in ihr Lebens- und Menschheitsfragen vorkommen und bedacht werden, wird das auch den persönlichen Glaubensvollzug der Studierenden befruchten.

Und doch meine ich, dass die Integration von Spiritualität und Theologie sich nicht nur auf der Ebene der traditionellen Lehrveranstaltungen bewegen kann. Flankierend scheinen mir katechumenatsähnliche Formen nötig, in denen die Studierenden zu einem "existentiellen Studium" ermutigt werden, also das Angebot bekommen, sich ganz praktisch in ein geistliches Leben einweisen zu lassen. Josef Wohlmuth bemerkt hier sehr grundlegend: "Ohne kontinuierliches Mitleben in einer Gemeinde oder spirituell ausgerichteten Gemeinschaft (…) werden die Herausforderungen eines Theologiestudiums nur schwer zu bestehen sein."(19) Hier, in einer Gemeinschaft, könnte der Ort sein, wo unter kundiger Anleitung verschiedene Gebetsformen eingeübt werden, wo man lernt, die Heilige Schrift nicht nur mit den Methoden der kritischen Exegese zu lesen, sondern sie in der Betrachtung als Wort Gottes ins eigene Leben sprechen zu lassen, wo man die Psalmen wirklich beten lernt und mystagogisch in die Feier der Sakramente eingeweiht wird und wo man mit Hilfe geistlicher Begleitung nach der Sendung fragen kann, die Gott sich für den Einzelnen erdacht und gewählt hat. Ganz vieles geschieht hier schon – das ist nicht zu übersehen.

Es liegt mir sehr am Herzen, dass die Studierenden unserer Theologischen Fakultäten einen Raum eröffnet bekommen, in dem sie mit ihrer Motivation, ihr eigenes Christsein zu festigen und Glaubenserfahrungen zu sammeln, willkommen sind. Gerade eine kleinere Fakultät wie die Trierische kann dazu einen ganz besonderen Beitrag im großen Spektrum der deutschen Studienorte geben.

Zugleich aber – das sei nur kurz angerissen – wird es Aufgabe der Theologie sein, behutsam gegen eine anti-intellektuelle und anti-theologische Haltung mancher Kreise vorzugehen. Man muss als Studierender auch die Bereitschaft mitbringen, geistliches Leben und geistliche Erfahrungen auf den Prüfstand des Denkens zu stellen. "Frömmigkeit muss durch Bildung gezügelt sein"(20), betont Klaus Demmer. Ich kann mein Anliegen in der Frage zusammenfassen, die Adrienne von Speyr einmal im Blick auf Ephräm stellt: "Wie, wenn man im Glauben, nicht neben dem Glauben, zu forschen berufen wäre?"(21)

3. Einweisung in das "sentire cum ecclesia"

Ich komme zu meiner zweiten Überlegung. Dienst an der Glaubensgestalt der Studierenden heißt für mich auch, dass eine Theologische Fakultät einen Weg der Einübung ermöglicht in das, was der heilige Ignatius das "sentire cum ecclesia" genannt hat. Mir ist sehr bewusst, dass ich mich mit diesem Thema der kirchlichen Gesinnung sozusagen auf vermintes Gelände begebe, und zwar in mehrfacher Hinsicht. Zum einen, weil es manchem geradezu vermessen scheint, nach all dem, was wir kirchlich in Deutschland und über die Landesgrenzen hinaus in diesem Jahr erlebt haben, dieses Thema überhaupt noch anzuschneiden. Kann man sich innerlich mit einer Kirche identifizieren, in der solch furchtbare Dinge passieren? Zum anderen macht sich, wer heute von der Liebe zur Kirche spricht, schnell verdächtig: Will da ein Bischof die manchmal notwendige Kritik an der Kirche verhindern? Menschen auf Linie bringen? Sich gefügige zukünftige Mitarbeiter heranziehen? Und einige erwarten jetzt vielleicht, dass ich die vieldiskutierte Frage des Gehorsams gegenüber dem kirchlichem Lehramt thematisiere – was als Haltung notwendig, als Diskussionsfrage spannend ist.

Ich möchte diese Frage benennen, aber nicht in den Mittelpunkt meiner Überlegungen stellen.

Ich stimme Walter Kasper zu, dass dieser Gehorsam gegenüber dem Lehramt immer eine Formalität bleibt, die als anstößig und befremdend empfunden wird, wenn man ihn isoliert betrachtet und er nicht eingebettet ist in ein größeres Ganzes.(22)  Eben auf dieses größere Ganze möchte ich mit Ihnen schauen - und da drängt sich mir der heilige Ignatius geradezu auf, und zwar deshalb, weil er uns keine naive, blinde, unkritische oder schwärmerische Kirchlichkeit vorgelebt hat, sondern – mit einem Wort von Joseph Ratzinger – eine qualitative Identifikation mit der Kirche(23), eine Identifikation, die daher kommt, dass er die Kirche von innen her glaubend verstanden hat.

Wenn man sich in die Biographie des Ignatius vertieft, entdeckt man sofort, dass er zu denen gehört, die den bedrückenden Zustand der Kirche des Renaissance-Zeitalters mehr als deutlich wahrgenommen haben. Er und seine ersten Anhänger wurden ja die "preti riformati" genannt, also die Reformpriester. Außerdem hat Ignatius das Leiden an der konkreten Kirche am eigenen Leib erfahren. Neun Mal stand er selbst vor einem kirchlichen Gericht, und noch eines darf man nicht übersehen: Seine 18 Regeln, bei denen es um das sentire cum ecclesia geht, sind in einer Zeit entstanden, als sich die Kirche keineswegs in ruhigem Fahrwasser bewegt hat. Die ersten 13 Regeln entstammen der Pariser Zeit, als er sich mit den Lehren des Erasmus von Rotterdam konfrontiert sah, die letzten fünf Regeln entstanden in Rom vor dem Jahr 1541. Hier stand die Auseinandersetzung mit dem Augustinermönch Meinardi im Hintergrund, der stark von Luther geprägt war und schließlich selbst Lutheraner wurde. Ignatius hat es sich mit seiner kirchlichen Gesinnung nicht leicht machen können. Er musste sie glaubend erringen in einer Phase, als dies nicht selbstverständlich war, und hat in diesem Ringen hingefunden zu einer Grundhaltung des Lobens. Neun Abschnitte der Kirchenregeln im Exerzitienbuch, nämlich die erste Gruppe, beginnen mit der Ermunterung: "Man lobe …". Konkret sollen gelobt werden die verschiedenen Äußerungen des kirchlichen Lebens, die Sakramente, die Weisungen der Kirche usf. Manches davon atmet den Geist der Gegenreformation.

Aber darum geht es gar nicht primär, sondern um die Grundhaltung. Wir sind eher geneigt, die Kirche zu tadeln – und es gibt wahrlich genug zu tadeln.(24) Das Unerfreuliche, Traurige und Beschämende drängt sich manchmal geradezu auf. Wie erschreckend haben wir das gerade in diesem Jahr erfahren müssen! Ignatius aber versucht, seinen Blick nicht allein davon fixieren zu lassen. Er weitet das, was er im sog. "Prinzip und Fundament" (EB 23) grundgelegt hat, bis auf die Kirche hin aus: Der Mensch ist geschaffen, Gott zu loben – auch für das, was Christus bis heute in seiner Kirche wirkt, wie er z.B. seine Gegenwart schenkt in den Sakramenten, wie er seine Kirche durch den Geist leitet, sie in der Wahrheit des Anfangs hält, wie er Berufungen und Charismen weckt etc. Ignatius hält sich selbst und den Exerzitanten dazu an, inmitten des oft traurigen Erscheinungsbildes der Kirche das nicht aus dem Blick zu verlieren. Hier schimmert seine tiefste Überzeugung durch, dass die Kirche Braut Christi ist, die heilige Mutter. Braut Christi und heilige Mutter – für manche Ohren werden das zwei Worte mit Patina sein. Was bedeuten sie? Braut Christi meint ganz einfach, dass die Kirche unlöslich mit Jesus Christus verbunden und von seinem Geist belebt ist. Und heilige Mutter?

Einer der Söhne des heiligen Ignatius, Karl Rahner, hat es mehr als 400 Jahre später einmal so formuliert: Die Kirche ist die "Mutter unserer christlichen Existenz".(25) Er entfaltet das dann in wunderbaren Worten, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte: In der Kirche "haben wir die Erfahrung des Gottes, des Gebetes und der Hoffnung auf eine absolute Zukunft gemacht. In ihr sind wir Christus dem Gekreuzigten begegnet, der uns das letzte Vertrauen gibt, unseren eigenen Tod und all die Vergeblichkeiten unseres Lebens als den Aufgang ewigen Lebens anzunehmen. Die Kirche hat uns die Schrift als ihr eigenes Buch gegeben, das man als Gottes Wort doch nur innerhalb ihres eigenen Glaubens lesen kann …".(26) Mit diesen Augen des Glaubens schaut auch Ignatius auf die Kirche. Er hat verstanden, dass Wahrheit, die Wahrheit Jesu Christi, etwas mit Institution zu tun hat(27), ja, dass man es auch der Institution Kirche verdankt, den eigenen Glauben empfangen zu haben. Hier sieht man, dass sein sentire cum eccelesia eine Haltung ist, die Kopf und Herz zusammenbringt, keineswegs eine anti-intellektuelle Stoßrichtung hat. Der volle Sinngehalt von "sentir" und "sentido" ist im Deutschen gar nicht leicht wiederzugeben. Früher übersetzte man häufig: Denken mit der Kirche, aber dann fehlt die affektive Dimension. Heute tendiert man eher zum "Fühlen mit der Kirche", aber da bleibt die intellektuelle Basis kaum im Blick. Peter Knauer übersetzt mit "Das wahre Gespür, das wir in der streitenden Kirche haben müssen" und versucht damit deutlich zu machen, dass es um ein ganzheitliches Verhältnis geht.

Eben dieses "wahre Gespür" Studierenden der Theologie zu vermitteln, scheint mir eine entscheidende Dienstfunktion einer Theologischen Fakultät heute.

Ich wünsche mir von Herzen, dass junge Studierende im Laufe ihres Studiums einen Sinn bekommen dafür, dass alle Theologie und alle Glaubensexistenz ekklesial rückgebunden ist, dass es eine grundlegende Bedingung der Theologie ist, aus dem Glaubensbekenntnis der Kirche zu erwachsen. Wer glauben und Theologie treiben möchte, braucht den Verstehenshorizont der Glaubensgemeinschaft.

Man kann heute nicht mehr stillschweigend voraussetzen, dass junge Menschen diese Sicht schon ins Studium mitbringen. Wie wichtig ist es deshalb, dass sie zum "sentire cum ecclesia" herausgefordert werden und so wenigstens die Gelegenheit erhalten, sich darin einweisen zu lassen. Nicht, dass ich damit rechne, dass heutige junge Menschen dazu leicht und kritiklos einen Zugang finden, aber eine der Aufgaben einer Theologischen Fakultät kann auch darin bestehen, dass sie jungen Studierenden eine Reibungsfläche bietet.

Es geht bei dieser Kirchlichkeit, die ich im Blick habe, nicht um etwas, das einengt, und ebenso wenig um eine kritiklose Haltung. Fördern möchte ich einen Blick dafür, wem wir es verdanken, dass wir die Botschaft von Jesus Christus empfangen haben. Klaus Hemmerle hat es einmal fast poetisch so ausgedrückt: "Theologie ist Empfangen und Wahren einer Herkunft, die sie nicht vermag."(28) Sie hat es mit Unverfügbarem zu tun, mit Nicht-Selbstgemachtem. Natürlich ist diese Herkunft zu allererst das Geschehen der Offenbarung. Aber eben dieses Geschehen der Offenbarung ist bis auf uns gekommen durch Vermittlung, Bezeugung und Vergegenwärtigung in der Communio der Kirche, und deshalb ist der Glaube "ein Glaube, der sich in und mit der Kirche auf Gott selbst richtet"(29).

Gern zitiere ich in diesem Zusammenhang aus dem jüngst veröffentlichten Brief Papst Benedikt XVI. an die Seminaristen. Der Heilige Vater schreibt: "Liebt das Studium der Theologie, und folgt ihm mit dem wachen Sinn für die Verankerung der Theologie in der lebendigen Gemeinschaft der Kirche, die mit ihrer Autorität nicht etwa ein Gegenpol zur theologischen Wissenschaft, sondern ihre Voraussetzung ist. Ohne die glaubende Kirche hört Theologie auf, sie selber zu sein und wird zu einem Bündel verschiedener Disziplinen ohne innere Einheit."(30)

Wenn ich hier von einer Einweisung in das "sentire cum ecclesia" spreche, denke ich nicht daran, dieses Thema im Rahmen der Ekklesiologie, der Fundamentaltheologie oder auch der spirituellen Theologie lehrplanmäßig zu behandeln, so wichtig das ist.

Glaubwürdig kann dieses "sentire cum ecclesia" nur vermittelt werden, wenn der akademische Lehrer sich zugleich als Zeuge zu erkennen gibt, eben als Pro-fessor, wenn man ihm also anmerken kann, wie er sich selbst eingebunden weiß in den lebendigen Traditionsprozess der Kirche, wenn an ihm ablesbar wird, dass das "Wir des Glaubens" für seine Existenz wie seine Theologie Verbindlichkeit hat. Hans Waldenfels hat es einmal so gesagt: "Jeder Lehrer der Theologie, Priester wie Laie, ist (…) – über seine persönlich-"private" Verankerung in der Kirche hinaus – den Studierenden gegenüber auch darüber Rechenschaft schuldig, wie er sein Fach als kirchliche Glaubenswissenschaft versteht"(31).

Schließlich: Wenn eine Theologische Fakultät heute auch einen wichtigen Akzent darauf setzen möchte, einen Dienst an der kirchlichen Glaubensgestalt der Studierenden zu leisten, dann wäre zu überlegen, wie denn eine der entscheidenden Tradierungsgestalten der Kirche an einer Fakultät vorkommen kann, nämlich die Liturgie. Als ich in meiner Zeit als Bischof von Essen einmal die Universität Essen besuchte, war ich sehr überrascht, dort einen muslimischen Gebetsraum zu finden, und bei einer Visite der Theologischen Fakultät Kattowitz fiel mir sofort auf, dass es im dortigen Gebäude eine Kapelle gibt. Jeder Studierende wird damit schon räumlich auf das "Wir des Glaubens" und die kirchliche Verwiesenheit der Theologie aufmerksam. Nicht wenige Studierende, die aus den Außensemestern in anderen Ländern zurückkehren, benennen das als kostbare Erfahrung, einmal in der Woche zusammen mit den Lehrenden und Studierenden der Fakultät Eucharistie gefeiert zu haben. Hier in Trier denke ich dankbar an die Theologenmessen.

Verehrte, liebe Festgesellschaft, ich sollte aus der Sicht eines Bischofs Überlegungen anstellen zum Auftrag einer Theologischen Fakultät heute, und zwar ausgehend vom Wesen der Theologie überhaupt.

Viele Fakultäten sorgen sich gegenwärtig um die Anerkennung der akademischen Theologie als Wissenschaft und damit verbunden um ihren Platz an der Universität, der von manchen Seiten immer wieder in Frage gestellt wird, trotz der positiven und erfreulichen Empfehlungen des Wissenschaftsrates. Es ist wichtig, dass die Theologie hier eine ihrer Gegenwartsaufgaben wahrnimmt. Ich habe Sie heute ermuntert, ergänzend zu dieser Wachsamkeit ad extra auch neu sensibel zu werden für die Bedürfnisse ad intra.

Mein Impuls, den Auftrag einer Theologischen Fakultät heute deutlicher darin zu sehen, einen Dienst zu leisten an der Glaubensgestalt der Studierenden, ergibt sich, wie mir scheint, aus der Motivation vieler Studierender und zugleich aus einer Besinnung auf das Wesen der Theologie. Theologie ist von ihrem Wesen her eine geistliche und eine kirchliche Wissenschaft. Spiritualität und das Eingebettetsein in die kirchliche Glaubensgemeinschaft sind keine Nebenschauplätze oder bloße Anwendungsbereiche der Theologie, die man gegebenenfalls vernachlässigen darf. Ebenso tut beides ihrer Wissenschaftlichkeit keinen Abbruch. Wir dürfen es deshalb nicht versäumen, jungen Studierenden im Laufe ihrer akademischen Ausbildung die Möglichkeit zu bieten, zu einem geistlichen und einem kirchlichen Menschen geformt zu werden. Wie weit sie die ergreifen, bleibt selbstverständlich in ihrer Freiheit. Aber die Gelegenheit zu bieten, davon bin ich zuinnerst überzeugt, das sind wir ihnen schuldig. Dass Sie hier dazu beitragen, dafür lohnt dieses Fest und gebührt Ihnen Dank!

Anmerkungen

(1) Demmer, Klaus, Zumutung aus dem Ewigen. Gedanken zum priesterlichen Zölibat, Freiburg 1991, 78.
(2) Vgl. Striet, Magnus, Keine Universität ohne Theologie. Die Empfehlungen des Wissenschaftsrates fordern heraus, in: HK 64 (2010), S. 451–456, 454.
(3) Bitter, Gottfried, Mögliche Motivationen für das Theologie–Studieren heute, in: Wohlmuth, Josef, Katholische Theologie, Eine Einführung, Würzburg 1990, 15 – 20, hier: 18.
(4) Ebd.
(5) Ebd.
(6) Fürst, Walter/Neubauer, Walter (Hrsg.), Theologiestudierende im Berufswahlprozess. Erträge eines interdisziplinären Forschungsprojektes in Kooperation von Pastoraltheologie und Berufspsychologie, Münster 2001, 46.
(7) Vgl. Fürst, Walter/Neubauer, Walter (Hrsg.), Theologiestudierende im Berufswahlprozess. Erträge eines interdisziplinären Forschungsprojektes in Kooperation von Pastoraltheologie und Berufspsychologie, Münster 2001, 76.
(8) Ratzinger, Josef, Theologische Prinzipienlehre. Bausteine zur Fundamentaltheologie, München 1982, 338.
(9) Vgl. Hemmerle, Klaus, Theologie als Nachfolge. Bonaventura – ein Weg für heute, Freiburg 1975, 178.
(10) Bonaventura, Intinerarium mentis in Deum/De reductione (lateinisch-deutsche Ausgabe), München 1961, 49.
(11) Zimmerling, Peter, Plädoyer für eine neue Einheit von Theologie und Spiritualität, in: Pastoraltheologie 97 (2008), S. 130-143, 136.
(12) Schmiedl, Joachim/Haffner, Johann Evangelist, Katholische Theologie an der Universität. Situation und Zukunft, Ostfildern 2009, 12.
(13) Balthasar, Hans Urs von, Theologie und Heiligkeit, in: Verbum Caro, Einsiedeln 1960, S. 195-225, 208.
(14) Ebd., 206f.
(15) Vgl. ebd., 201.
(16) Vgl. ebd., 224.
(17) Vgl. Balthasar, Hans Urs von, Theologie und Heiligkeit, in: Verbum Caro, Einsiedeln 1960, S. 195-225, 196.
(18) Vgl. Schneider, Michael, Theologie und Spiritualität, in: Lebendiges Zeugnis 54 (1999), S. 229-235, 233.
(19) Wohlmuth, Josef, Katholische Theologie. Eine Einführung, Würzburg 1990, 31f.
(20) Demmer, Klaus, Zumutung aus dem Ewigen. Gedanken zum priesterlichen Zölibat, Freiburg 1991, 74.
(21) Speyr, Adrienne von,  Das Allerheiligenbuch, Bd. I, Einsiedeln 1966, 50.
(22) Vgl. Kasper, Walter, Theologie und Kirche, Mainz 1987, 13.
(23) Vgl. Ratzinger, Joseph/Lehmann, Karl, Mit der Kirche leben, Freiburg 1977, 39.
(24) Vgl. Genn, Felix, Es würde der Welt etwas fehlen, Würzburg 2009, 69.
(25) Rahner, Karl, Über das Ja zur konkreten Kirche, in: Schriften IX, Einsiedeln 1972, S. 479-497, 491.
(26) Ebd.
(27) Vgl. ebd., 492 u. 495.
(28) Hemmerle, Klaus, Theologie als Nachfolge. Bonaventura – ein Weg für heute, Freiburg 1975, 177.
(29) Kasper, Walter, Theologie und Kirche, Mainz 1987, 14.
(30) Benedikt XVI., Schreiben an die Seminaristen vom 18. Oktober 2010, Nr. 5.
(31) Waldenfels, Hans, Im Dienst an der Verbindlichkeit christlichen Glaubens. Anmerkungen zur Kirchlichkeit der Theologie, in: StZ 207 (1989), S. 723-734, 726.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDossier: Bischof Felix Genn

Text: Bischof Felix Genn
12.11.2010

Schwerpunktthema

Vom 16. bis 20. Mai 2012 findet in Mannheim der 98. Deutsche Katholikentag statt. Er steht unter dem Leitwort "Einen neuen Aufbruch wagen".

Vorlagen für Maiandachten

Ein besonderer kirchensite.de-Service: Wir bieten Ihnen eine Reihe von Vorschlägen für Andachten zur Muttergottes im Monat Mai zum Herunterladen an.

Mittwoch ist Chatzeit

Am Mittwoch zwischen 20.30 und 21.30 Uhr im Chat: Diakon Holger Meyer.

Wir beten für Sie!

KLOSTERFÜRBITTE im Monat Mai: St.-Franziskus-Haus in Nordwalde.

Das aktuelle VIDEO...

Grüße vom Katholikentag (1): Aufbruch gelingt ...

Landvolkshochschule

Mit einem Festakt wurde der langjährige Direktor der Landvolkshochschule "Schorlemer Alst", Johannes K. Rücker, in den Ruhestand verabschiedet.

Kommunionempfang

Erzbischof Robert Zollitsch setzt sich weiterhin dafür ein, dass Katholiken auch nach Scheidung und Wiederheirat die Kommunion empfangen können.

Bibelarbeit

Unterwegs nach Emmaus: Kleopas und sein Freund.

Wohnungsnotfallhilfe

In einer Wohnung oder einem Haus zu wohnen, ist für Jeden selbstverständlich und lebensnotwendig.

Heilige und Selige

Das Bistum Münster kann auf viele Frauen und Männer zurückblicken, die ein herausragendes Zeugnis für den christlichen Glauben abgelegt haben.

Neues Seelsorgekonzept

Im Bistum Münster wird derzeit ein neuer Diözesanpastoralplan erstellt. Er soll Schwerpunkte der Seelsorge benennen. Ein erster Entwurf steht zum Herunterladen bereit.

Glaubenswissen

Frömmigkeit - Gesamthaltung des gläubigen Menschen vor Gott.

Bischof Felix Genn

Sein Leben – sein Wirken – seine Texte.

Dossier: Maria

Maria ist die Mutter Jesu Christi - und hat daher eine besondere Stellung im christlichen Glauben.

Durch das Jahr

Liturgie und Brauchtum zu Pfingsten: Ein wenig Geist und viel Frühling.

Marienmonat

Als schönster Monat des Jahres soll der Mai der "schönsten aller Frauen" geweiht sein. Maialtäre und Maiandachten entstammen einer barocken Frömmigkeitstradition.

Ehegericht

Mit seinen rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beschäftigt sich Offizial Kurt Schulte größtenteils mit so genannten Ehenichtigkeitskeitsverfahren.

Verbände

Christliche Arbeiter-Jugend.

Mit der Bibel leben

Ich bin das A und O.

Trauerseelsorge

Hilfe bei berufsethischen Fragen.

Wallfahrtsorte

Vinnenberg: Muttergottes vom Himmelreich.

Regionen

Cosfeld / Recklinghausen.

Heiligenlexikon

30. Mai: Heilige Johanna von Orléans.

Kirche von A bis Z

Marienerscheinung: Mittlerrolle der Mutter Jesu

Glaubens-ABC

Marienverehrung: Magd des Herrn

Geistlicher Impuls

"Gehet hin in Frieden!"

Sterbebegleitung

Wann beginnt das Sterben? Was erwartet mich auf meinen letzten Wegen vor dem Tod? Kann ich mich und meine Verwandten auf diese Wege vorbereiten?

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