Dokumentiert:
Predigt von Weihbischof Franz-Josef Overbeck bei der Priesterweihe im Kapuzinerkloster
Münster. Im Rahmen eines festlichen Pontifikalamtes in der Kirche des Kapuzinerklosters in Münster weihte Weihbischof Franz-Josef Overbeck am Samstag (16.05.2009) die Brüder Harald Weber OFMCap und Stefan Maria Huppertz OFMCap zu Priestern. kirchensite.de dokumentiert nachstehend die Vorlage seiner Predigt.
Verehrte Mitbrüder im Bischofs-, Priester und Diakonenamt, verehrte Söhne des Heiligen Franziskus, liebe Kapuzinerbrüder, lieber Bruder Harald, lieber Bruder Stefan Maria, liebe Angehörige und Freunde unserer Weihekandidaten, liebe Schwestern und Brüder! "Geh, und richte mein Haus wieder her!" Dieses Wort hört der Heilige Franziskus vor nunmehr 800 Jahren (1206) in der kleinen, damals baufälligen Kirche San Damiano in Assisi. Franziskus hört, wie Jesus vom Kreuz herab, das jetzt in der Basilika der Heiligen Klara in Assisi aufbewahrt wird, zu ihm sagt: "Geh, und richte mein Haus wieder her, das, wie Du siehst, ganz verfallen ist." Mit diesem Erlebnis und der darin gewonnenen Glaubenserfahrung beginnt für den hl. Franziskus ein Weg der Umkehr.
I.
Jenes "Haus" war in erste Linie sein eigenes Leben, das er durch eine echte innere Umkehr wieder "herrichten" sollte. Es war aber auch die Kirche, jedoch nicht die Kirche aus Ziegelsteinen, sondern die Kirche, die aus lebendigen Menschen besteht und stets der Läuterung und Umkehr bedarf; es war auch die gesamte Menschheit, in der Gott wohnen möchte. Von hier ausgehend erkennt der hl. Franziskus seine Mission, die ihn im Herzen umwandelt. Als Betender vor dem Gekreuzigten hält er inne, richtet seinen Blick auf die durchbohrte Seite Jesu und spürt in seinem eigenen Inneren unweigerlich ein großes Erschrecken wie eine große Freude, sich geliebt zu wissen, ebenso den Wunsch zu lieben und selbst zum Werkzeug der Barmherzigkeit und der Versöhnung zu werden.
Der Weg, den Franziskus von hier her durchschreitet, führt ihn zu einer im wahrsten Sinne des Wortes kreuzesförmigen Lebensgestalt. Zwei Jahre vor seinem Tod empfängt er auf dem Berg La Verna die Wundmale und wird Jesus, der zu ihm sagt, "Geh, und richte mein Haus wieder her!", so ähnlich, dass seine Zeitgenossen ihn den "alter Christus" (den anderen Christus) nennen. In der Basilika von San Francesco in Assisi wird jene Szene von Giotto so dargestellt, dass es ein Dialog von Herz zu Herz ist, in dem sich nicht der majestätische, sondern der arme, fast nackte Jesus dem betenden Franziskus zuneigt.
Der weite Spannungsbogen seines Lebens zwischen der Vision von San Damiano und der Stigmatisierung auf La Verna ist für Franziskus gekennzeichnet durch die Errichtung des "Hauses". Immer geht es ihm um innere Umkehr: im Blick auf sein eigenes Leben, im Blick auf die Kirche, im Blick auf alle Menschen und die ganze Welt.
II.
Wer sich dem hl. Franziskus nähert, der wird, wenn er den Weg nach Innen geht, auf einen Weg des Lernens geführt, nämlich von Franziskus das Geheimnis zu lernen, wie man Jesus erkennt und ihn erfährt. Nach den Worten seines ersten Biographen empfand Franziskus für Jesus Folgendes: "Jesus trug er stets im Herzen, Jesus im Munde, Jesus in den Ohren, Jesus in den Augen, Jesus in den Händen, Jesus in den übrigen Gliedern… Oft, wenn er seines Weges ging und "Jesus" dachte oder sang, vergaß er seines Weges und forderte alle Elemente auf zum Lobe Gottes" (1 CEL II, 9, 115: FF 115). Die Gemeinschaft mit Jesus öffnet Franziskus den Blick für Gott, für die Menschen und die Augen für die ganze Schöpfung. Er war in der Tat ein in Jesus Verliebter. So begegnet er ihm im Wort Gottes, in den Brüdern, in der Natur, in allen Menschen, vor allem aber in seiner eucharistischen Gegenwart. Dazu schrieb er in seinem Testament: "Leiblicherweise sehe ich von ihm, dem Höchsten Sohn Gottes, in dieser Welt nichts als seinen heiligsten Leib und sein heiliges Blut" (2 Test 10: FF 113). Was ihm vor dem Kreuz in San Damiano her aufgegangen war, durchformte sein Leben. Jesus selbst wurde seine Lebensform. Darum konnte er auch in dem von ihm überlieferten Gebet vor dem Kreuzbild in San Damiano sprechen: "Erhabener, ruhmreicher Gott, erleuchte die Dunkelheit meines Herzens und schenke mir rechten Glauben, gefestigte Hoffnung und vollendete Liebe. Gib mir, Herr, das rechte Empfinden und Erkennen, damit ich Deinen heiligen und wahrhaften Auftrag erfülle. Amen."
In der Mitte seines Lebens steht Jesus, den er zutiefst im Kreuz erkennt, und von dem aus er seine Lebensform findet. Das ist die Botschaft des hl. Franziskus. Wie in konzentrischen Kreisen breitet sich Franziskus’ Liebe zu Jesus nicht nur auf die Kirche aus und auf alle Menschen, sondern auf alle Dinge, die er in Christus und durch Christus sieht. Von daher entsteht der Lobpreis auf die Geschöpfe, in welchem das Auge auf dem Glanz der Schöpfung ruht: von Schwester Sonne und Bruder Mond bis hin zu Schwester Wasser und Bruder Feuer. Sein innerer Blick ist so rein und durchdringend geworden, dass er die Schönheit des Schöpfers in der Schönheit der Geschöpfe wahrnimmt. Noch bevor der Sonnengesang ein sehr hohes Beispiel der Dichtkunst und eine implizite Einladung zum Respekt der Natur ist, ist er ein Gebet, ein an den Herrn, den Schöpfer aller Dinge, gerichtetes Lob. Dieses Lob hören wir, wenn wir die Worte des Sonnengesangs in uns einlassen:
"Höchster, allmächtiger, guter Herr, Dein sind der Lobpreis, die Herrlichkeit und die Ehre und jegliche Benedeiung. Dir allein, Höchster, gebühren sie, und kein Mensch ist würdig, Dich zu nennen. Gepriesen seiest Du, mein Herr, mit all Deinen Geschöpfen, zumal der Herrin, Schwester Sonne. Denn sie ist der Tag und spendet uns das Licht durch sich… Gepriesen seiest Du, mein Herr, durch Bruder Mond und die Sterne… Gepriesen seiest Du, mein Herr, durch Bruder Wind und durch Luft und Wolken und heiteren Himmel, jegliches Wetter… Gepriesen seiest Du, mein Herr, durch Schwester Wasser… Gepriesen seiest Du, mein Herr, durch Bruder Feuer… Gepriesen seiest Du, mein Herr, durch unsere Schwester, Mutter Erde… Gepriesen seiest Du, mein Herr, durch jene, die verzeihen um Deiner Liebe Willen … Selig jene, die solches ertragen in Frieden… Gepriesen seiest Du, mein Herr, durch unseren Bruder, den leiblichen Tod; ihm kann kein Mensch lebend entrinnen… Lobt und preist meinen Herrn und erweist ihm Dank und dient ihm in großer Demut."
Dieser Text, in all seiner Dichte, ist nur verstehbar von der tiefen Christusfreundschaft und Verbindung zu Jesus her, die zur Lebensform des hl. Franziskus geworden ist. Die Ellipse seines Lebens, die sich formt und zwischen dem Sonnengesang und dem Kreuz aufgespannt wird, hat ihre innerste Mitte also in Jesus und in der Liebe des hl. Franziskus zum Gekreuzigten und auferstandenen Herrn, in dem er alles sieht, lebt und liebt. In unserem Vorbereitungsgespräch auf die Weihe haben die beiden Weihekandidaten und ich von hier her noch einmal ermessen können, was es bedeutet, sich in den Spuren des Heiligen Franziskus in die Nachfolge zu begeben.
III.
So möchte ich auch von hier her aus – vom Sonnengesang und vom Kreuz her, d. h. von Jesus und seiner unendlichen Liebe zu allen Geschöpfen und zur Schöpfung – deuten, was für ein Auftrag in dieser Stunde an Bruder Harald und Bruder Stefan Maria ergeht, die in der Nachfolge des hl. Franziskus stehen und die Priesterweihe empfangen.
In der Priesterweihe empfangen unsere beiden Brüder durch Handauflegung und Gebet des Bischofs ein Prägemal, das ihrem Leben eine kirchlich bestimmte Form gibt. Diese Form können wir sprachlich in den Auftrag gießen, den der hl. Franziskus in San Damiano empfängt: "Geh, und richte mein Haus wieder her!" Wir hatten gesagt, dass es dabei um das eigene Lebenshaus gehe, um die Kirche und um die gesamte Menschheit. Der Priester hat einen wesentlichen Auftrag in seinem Dienst, den Menschen zu helfen, sich von Gott her neu aufzurichten, die Kirche wieder neu zu bauen und die Menschheit neu zu Gott zu führen. Dabei zeigt uns das Kreuz von San Damiano wie auch die Stigmatisierung des hl. Franziskus auf La Verna, dass das Aufrichten des Lebenshauses des Menschen, der Kirche und der Welt nur kreuzfömig, das heißt, durch Tod und Auferstehung Jesu selbst geschehen kann. Der Sonnengesang erinnert daran, dass es keine Wirklichkeit gibt, die nicht von Christus her ihr Licht und ihren Glanz erhellt. Das betrifft die kosmische Weite des Lebens wie auch den bitteren Ernst des Todes. In allem konnte Franziskus Gott sehen und ihn preisen. Priesterlicher Dienst spannt sich in dieser Weite aus vom Kosmos bis zum Ende des menschlichen Lebens, das sich auf Gott hin öffnet und der Wiederherrichtung des menschlichen Lebenshauses gilt, des Hauses der Kirche und des Hauses der Welt. Wie geht dies nun konkret priesterlich?
IV.
Die beiden Lesungstexte der heutigen Feier, die die Weihekandidaten ausgesucht haben, führen uns – fast von selbst – in diesen innersten Auftrag des Priesters. Er hat in seiner sakramentalen Vollmacht, die ihm durch die Weihe übertragen und vom Bischof bestätigt wird, den Auftrag, die Eucharistie zu feiern und das Sakrament der Versöhnung zu spenden. Diese beiden innersten Vollzüge priesterlichen Lebens zeigen an, worum es geht.
1. Im Markusevangelium wird im sechsten Kapitel, wir haben es gehört, von der Speisung der 5000 berichtet. Auf der Einladung zur Priesterweihe ist ein eindrückliches Bild zu sehen, das eine mittelalterliche Buchmalerei zeigt, in der Christus den Jüngern das Brot gibt, die es dann an die Menschen weiter geben. Was Jesus den Jüngern selbst aufträgt: "Gebt ihr ihnen zu essen!" (Mk 6,37), erfüllt sich, indem Jesus den Jüngern das Brot gibt, die es den Menschen weiter geben. Die Jünger geben nicht selbst etwas. Christus gibt ihnen das Brot; so gelangt es über die Jünger zu den Menschen. Priesterlicher Dienst ist ein Dienst von Jesus her, der dann zu den Menschen geht. Keiner macht die Eucharistie, sondern wir Priester und Bischöfe feiern sie in "persona Christi", damit das Geheimnis der Liebe, das Jesus selbst ist, sich austeilt und jeden Menschen von innen ergreift. Was Jesus uns Priestern und Bischöfen gibt, dürfen wir weiter geben. Unsere Sendung besteht darin, Hingabe zu leben und nichts für uns selbst zu behalten. Hier wird etwas ansichtig vom inneren Ernst und der großen Schönheit der Kreuzeserfahrung des hl. Franziskus. Jesus zu lieben, sich ganz von ihm her zu verstehen, heißt für ihn, sich ganz zum Werkzeug für ihn zu machen. In der Priesterweihe werden unsere beiden Brüder ganz zu Werkzeugen des Austeilens. Sie nehmen sich das Lebensbrot nicht selbst, sondern lassen es sich schenken, um es weiter zu geben. Sie sind Werkzeuge der Liebe, die Jesus als er selbst an alle austeilen will.
Wir hatten bei unserer Betrachtung der Umkehr des hl. Franziskus in San Damiano festgestellt, dass es um eine Bekehrung des eigenen Lebenshauses, des Hauses der Kirche, des Hauses der Welt gehe. Diese Bekehrung, diese Umkehr, diese Neuformung des Menschen beginnt, so Franziskus, von Jesus her. Die innerste Sendung des Priesters geht nicht von Menschen aus, sie beginnt von Jesus her. Jedes menschliche Sich-Umkehren zu Gott, jeder Neuanfang, jeder Neuaufbruch in der Kirche, jede Neugestaltung der Menschheit und der Welt, hat ihren inneren Grund in Jesus, der sich als Liebe weiter gibt und der die Priester als Werkzeuge einsetzt, damit alle Menschen ihn selbst erreichen können. So verbindet sich in der Eucharistie, vom Kreuz von San Damiano und der Botschaft des hl. Franziskus her gelesen, Wesentliches der franziskanischen Nachfolge mit dem Markusevangelium von heute. Die fünf Brote und zwei Fische, die Jesus segnet und dann an die Jünger austeilt, die sie an die Leute weiter geben, werden uns zum Zeichen für die Lebenshingabe Jesu, der, als er selbst uns erreichen will, damit wir unser Herz, d. h., uns als Menschen immer wieder in Liebe umwandeln lassen, uns als Kirche neu formen und mit dazu beitragen, dass dies für die ganze Menschheit geschieht. So steht die Eucharistie in der Mitte des priesterlichen Lebens. Darum sind wir Priester zur täglichen Zelebration eingeladen, darum alle Gläubigen jeden Sonntag zur Heiligen Messe, um ihn zu empfangen und ihn, ganz oft in der Stille – präsent im Tabernakel –, anzubeten und zu verehren. Er schenkt sich uns, damit wir leben und immer wieder an der Erneuerung des eigenen Menschseins, der Kirche und der Welt mitarbeiten.
2. Die Lesung aus dem Korintherbrief gipfelt in dem Satz: "Wir sind also Gesandte an Christi Statt und Gott ist es, der durch uns mahnt. Wir bitten an Christi Statt: "Lasst euch mit Gott versöhnen!" (2 Kor 5,20). Für den Apostel Paulus in seinem Verhältnis zur Gemeinde in Korinth hatte sich die Lage dramatisch zugespitzt. Es war zu einem schweren Zwischenfall gekommen, der für Paulus eine große Demütigung bedeutete. Der zweite Korintherbrief ist eine Reaktion darauf. Es geht darin unter anderem um das Apostelamt des Paulus. Zu seinem Apostelamt gehört, so im fünften Kapitel zu lesen, die Erkenntnis, dass sein Dienst ein Dienst der Versöhnung ist. Diese Versöhnung beginnt mit neuen Lebensmaßstäben: "Also schätzen wir von jetzt an niemand mehr nur nach menschlichen Maßstäben ein; auch wenn wir früher Christus nach menschlichen Maßstäben eingeschätzt haben, jetzt schätzen wir ihn nicht mehr so ein. Wenn also jemand in Christus ist, ist eine neue Schöpfung: das Alte ist vergangen, Neues ist geworden." (2 Kor 5,16-17). Der Dienst der Versöhnung gehört in die innerste Mitte des Selbstverständnisses des Paulus.
Von hier her ist der Bogen zum priesterlichen Amt und seiner Sendung schnell geschlagen. Der Dienst Jesu, den der Apostel weiter führen darf und der durch uns Bischöfe den Priestern durch Handauflegung und Gebet vermittelt wird, ist ein solcher Dienst der Versöhnung zwischen Gott und Mensch. Diese Brücke zwischen Gott und Mensch schlägt kein Mensch von sich aus. Die Brücke bildet Jesus, der als Gottes Sohn zu uns Menschen kommt und in dem Gott auf uns zu geht. Dieser Dienst dient der Auferbauung des Lebenshauses eines jeden Einzelnen, der Kirche und der Welt. Versöhnung mit dem eigenen Inneren ist weit über alles Psychologische hinaus ein sakramentales Geschehen, in dem Gott selbst Versöhnung schenkt und versöhnt. Was wären wir als Menschen und als Kirche, wenn die Kraft zum Frieden, zur Versöhnung nur von uns ausginge? Was ist die Welt, so wie wir sie heute sehen, in vielfacher Weise, wenn sie sich in allen Prozessen von Frieden und Versöhnung nur auf sich selbst verlässt? Wenig, oft nichts. Der Weg aber, sich für Gott zu öffnen und von ihm her Versöhnung als Geschenk entgegen zu nehmen, bereitet Neues. Der priesterliche Dienst als Versöhnungsdienst, der in der Beichte seinen Höhepunkt findet, steht in diesem Auftrag. Nicht umsonst ist die Kapuzinerkirche, in der ich heute die Priesterweihe spenden darf, für uns Münsteraner und für viele Menschen in Münster und Umgebung ein Ort des Bußsakramentes, der Versöhnung und des Friedens. Und was ist der hl. Franziskus gerade durch diesen Dienst der Versöhnung und des Friedens geworden, den er getan hat? Nicht umsonst ist Assisi die Stadt des Friedens. Nicht umsonst heißt der franziskanische Gruß "Pax et bonum!". Tatsächlich verkörpert der Poverello auf vorbildliche Weise die von Jesus im Evangelium verkündigte Seligpreisung: "Selig, die Frieden stiften, denn sie werden Söhne Gottes genannt werden." (Mt 5,9) Das Zeugnis, das er seinerzeit ablegt, macht ihn zu einem natürlichen Bezugspunkt für jene, die auch heute das Ideal des Friedens und der Versöhnung, der Achtung der Natur und des Dialogs zwischen Menschen, Religion und Kultur pflegen. Aber es ist wichtig, wenn die Botschaft des hl. Franziskus nicht entstellt werden soll, sich daran zu erinnern, dass es seine radikale Entscheidung für Christus war, die ihm den Schlüssel zum Verständnis jenes Friedens und jener Versöhnung gegeben hat, zu der alle Menschen berufen sind und an der auf besondere Weise die ganze Schöpfung Teil hat. Gerade in diesem Licht wird priesterlicher Dienst als Versöhnungsdienst, gipfelnd im Sakrament der Buße und Beichte, zu einem exemplarischen Friedensdienst für einzelne Menschen, für die Kirche und die ganze Welt.
V.
Lieber Bruder Harald, lieber Bruder Stefan Maria, ich darf Sie nun, die Sie als Kapuziner in den Spuren des hl. Franziskus leben, zu Priestern weihen. Ich werde Ihnen gleich zusagen: "Stelle Dein Leben unter das Geheimnis des Kreuzes"; und ich werde Ihnen Kelch und Patene als Zeichen für Ihren priesterlichen Dienst, das Opfer Christi zu feiern, überreichen. Hier wird durch Wort und Zeichen sinnenfällig, um was es im priesterlichen Dienst geht. Sie sind gesandt an Christi Statt, in seinem Namen und in seiner Person zu feiern, was Jesus allen Menschen geben will: seine Liebe und seine Hingabe. Das Sakrament der Eucharistie und das Sakrament der Versöhnung zeigen, wie Sie als Priester an dem Auftrag mitwirken, den der hl. Franziskus gehört hat: "Geh, und richte mein Haus wieder her!". Sie tun nichts im eigenen Namen, sondern im Namen des Herrn.
Wenn ich Ihnen nun die Hände auflege und Gottes Geist auf Sie herabrufen darf, seien Sie gewiss, dass Sie in den Händen Gottes geborgen sind und unter dem Schutz der gütigen Hände Gottes priesterlich leben dürfen. Ich formuliere es mit einem dem hl. Franziskus zugeschriebenen Gebet, das zusammenfasst, was die Weite Ihrer Sendung, die der Sonnengesang ausdrückt, und die Tiefe Ihrer Berufung, die im Kreuz von San Damiano ihr Leben sprechendes Zeichen findet, zum Ausdruck bringt:
"Herr, lass mich trachten:
Nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.
Denn wer sich hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, erwacht zum ewigen Leben."
Amen.
Mehr zum Thema in kirchensite.de:
Text: Weihbischof Franz-Josef Overbeck
16.05.2009
Schwerpunktthema
Vom 16. bis 20. Mai 2012 findet in Mannheim der 98. Deutsche Katholikentag statt. Er steht unter dem Leitwort "Einen neuen Aufbruch wagen".
Vorlagen für Maiandachten
Ein besonderer kirchensite.de-Service: Wir bieten Ihnen eine Reihe von Vorschlägen für Andachten zur Muttergottes im Monat Mai zum Herunterladen an.
Landvolkshochschule
Mit einem Festakt wurde der langjährige Direktor der Landvolkshochschule "Schorlemer Alst", Johannes K. Rücker, in den Ruhestand verabschiedet.
Kommunionempfang
Erzbischof Robert Zollitsch setzt sich weiterhin dafür ein, dass Katholiken auch nach Scheidung und Wiederheirat die Kommunion empfangen können.
Wohnungsnotfallhilfe
In einer Wohnung oder einem Haus zu wohnen, ist für Jeden selbstverständlich und lebensnotwendig.
Heilige und Selige
Das Bistum Münster kann auf viele Frauen und Männer zurückblicken, die ein herausragendes Zeugnis für den christlichen Glauben abgelegt haben.
Neues Seelsorgekonzept
Im Bistum Münster wird derzeit ein neuer Diözesanpastoralplan erstellt. Er soll Schwerpunkte der Seelsorge benennen. Ein erster Entwurf steht zum Herunterladen bereit.
Dossier: Maria
Maria ist die Mutter Jesu Christi - und hat daher eine besondere Stellung im christlichen Glauben.
Sterbebegleitung
Wann beginnt das Sterben? Was erwartet mich auf meinen letzten Wegen vor dem Tod? Kann ich mich und meine Verwandten auf diese Wege vorbereiten?
Ehegericht
Mit seinen rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beschäftigt sich Offizial Kurt Schulte größtenteils mit so genannten Ehenichtigkeitskeitsverfahren.
Marienmonat
Als schönster Monat des Jahres soll der Mai der "schönsten aller Frauen" geweiht sein. Maialtäre und Maiandachten entstammen einer barocken Frömmigkeitstradition.
Service für Sie
Spruch des Tages
Reden, Fragen, Antworten finden
Seelsorger/-innen
Heiligenlexikon in "kirchensite.de"
im
Heiligenkalender können Sie nach Monaten blättern. Oder wählen Sie hier nach Buchstaben aus:
Kontakt
kirchensite-Redaktion:
redaktion
kirchensite.de
Lebenshilfe+Seelsorge:
Martin Weber
weber
kirchensite.de
Technik:
technik
dialogverlag.de


















Newsticker für Ihr Web