
- Oberbürgermeister Berthold Tillmann heißt Bischof Genn in Münster willkommen.
Dokumentiert:
Grußwort von Oberbürgermeister Tillmann beim Empfang von Bischof Genn in der Halle Münsterland
Münster. Am Sonntag (29.03.2009) wurde Felix Genn feierlich als Bischof von Münster in sein Amt eingeführt. Im Anschluss an den Gottesdienst fand ein Empfang in der Halle Münsterland in Münster statt, bei dem Oberbürgermeister Berthold Tillmann ein Grußwort hielt. Kirchensite.de dokumentiert die Vorlage seines Grußwortes.
Hochverehrter Herr Bischof Dr. Genn, Eminenzen, Exzellenzen, sehr verehrte Ehrengäste, meine sehr geehrten Damen und Herren, "herzlich willkommen in Münster!"
Mit diesen vier Worten ist eigentlich alles gesagt und ausgedrückt, was wir alle hier im Saal, wir alle hier in unserer Stadt und wir alle hier in der großen Region des traditionsreichen Bistums Münster Ihnen, (und ich traue mich gern, es von Beginn an so auszudrücken:) – Ihnen, lieber Bischof Felix, als unseren neuen Bischof mit auf den Weg geben möchten!
Ein "herzliches Willkommen" in den westfälischen, den niedersächsischen und den niederrheinischen Landschaften Ihres neuen Wirkungskreises; ein "herzliches Willkommen" in den Städten, Dörfern, Gemeinden und Kreisen; ein "herzliches Willkommen" in den Institutionen, den Vereinen und Gemeinschaften; ein "herzliches Willkommen" in all den Verantwortungszusammenhängen, in denen katholisches, ökumenisches, christliches und religiöses Leben von der Nordsee bis zum Niederrhein als Teil des öffentlichen Lebens insgesamt eine gestaltende, eine mitwirkende, eine bewahrende und eine dialogische Rolle spielt!
Ein "herzliches Willkommen" gilt Ihnen natürlich nicht zuletzt auch in der Sitzstadt "Ihres" neuen Bistums, hier in Münster – in der Stadt, die in ihrer gesamten Geschichte auf das Allerengste mit der Glaubens- und Kirchengeschichte Europas verbunden war und ist!
Rat, Verwaltung und Bürgerschaft unserer Stadt; alle stadtgesellschaftlich tragenden Kräfte; ihre Institutionen und Einrichtungen – sie alle freuen sich darüber, dass nun, nach gut einem Jahr "Sedisvakanz" und nach gut drei Monaten seit Ihrer Ernennung – (dass wir nach dieser langen – zumindest im alltäglichen Maßstab langen – Zeit) endlich wieder einen "Bischof von Münster" (unseren "Bischof von Münster") haben!
Einen Bischof, der die Belange seiner Diözese sowohl im pastoralen, wie auch im "politischen" Sinne nach innen und nach außen kirchen- und gesellschaftspolitisch mit Überzeugungskraft und Verantwortungsbewusstsein kraftvoll vertritt!
Dabei gilt unser Dank noch einmal Ihrem hochverehrten Vorgänger im Amte, unserem nach wie vor hochgeschätzten Alt-Bischof Reinhard, wie auch dem in der Vakanzzeit überaus umsichtig handelnden Diözesanadministrator, Weihbischof Overbeck, und nicht zuletzt auch den verantwortlichen Herren im Domkapitel und im Generalvikariat unseres Bistums!
Lieber Bischof Felix, wir wissen (und wir können es sehr gut nachempfinden), dass Ihnen der Schritt von Essen nach Münster nicht leicht gefallen ist – galt doch Ihre intensive und ungeteilte Verantwortung in den vergangenen Jahren den Menschen und Gemeinden in den teils schwierigen Rockfalten des "Ruhrbistums" – eine Verantwortung, die Sie sicherlich auch "über den Tag hinaus" verspüren!
Wir hoffen daher in nachbarschaftlicher Verbundenheit, dass auch das Ruhrbistum in nächster Zeit eine Nachfolge im Bischofsamt erhält, die ihm eine gute und nachhaltige Perspektive eröffnet!
Dieser Wunsch ergibt sich bereits daraus, dass, wie wir wissen, der Beginn und das Ende des Lebensweges unseres Bistumsgründers, des Heiligen Liudger, durch zwei Örtlichkeiten bestimmt war, die heute zum einen im Bistumsgebiet Essen und zum anderen im Bistumsgebiet Münster liegen!
Eminenzen, Exzellenzen, verehrte Gäste, meine Damen und Herren, ich freue mich sehr, dass Sie alle hier im Saal sich heute noch die Zeit genommen haben, nach der feierlichen und festlichen Amtseinführung unseres neuen Bischofs Felix im Dom, hierher, in die Halle Münsterland zu kommen!
Ich werte das auch als ein Zeichen Ihrer Verbundenheit nicht nur zum Bistum Münster im engeren Sinne, sondern auch zu seinen Menschen, Gemeinden, Städten, Dörfern und Kreisen und zu all denjenigen, die in Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft, in der Bildung und in der Wissenschaft und auch in den Dialogstrukturen zwischen den Konfessionen und Religionen besondere Verantwortung tragen.
Ich bedanke mich sehr für die Ehre, in meinem kurzen Grußwort diese gemeinsame und gegenseitige Verbundenheit deutlich machen zu können! Ihnen, sehr geehrter Herr Bischof Dr. Genn, lieber Bischof Felix, Ihnen wünsche ich eine glückliche Hand bei der Führung dieses großen Bistums auf seinem nächsten Wegabschnitt durch die Zeit. Und ich würde mich freuen, Sie bald auch im Rathaus unserer Stadt, im Friedenssaal, als prominenten Neubürger, offiziell begrüßen zu können!
Wann auch immer dies stattfinden kann: Genießen Sie die vielen urbanen und landschaftlichen Schönheiten Ihres neuen Wirkungskreises, lassen Sie sich ein auf westfälische, norddeutsche und niederrheinische Mentalitäten; denken Sie daran, dass Sie mit Menschen zu tun haben, die ein offenes Wort nicht nur selbst pflegen, sondern es – umgekehrt – im Gespräch auch vertragen können und – vergessen Sie nie: Sie sind (auch ganz persönlich) unter Freunden! Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Text: Oberbürgermeister Berthold Tillmann
29.03.2009
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