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23.05.2012
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Margret Pernhorst
Margret Pernhorst wünscht Bischof Genn: "Gottes Schutz und Segen bei Ihrer Arbeit für und mit Ihrem neuen Team – den zwei Millionen Katholiken in ihrem Bistum Münster!"

Dokumentiert

Ansprache von Margret Pernhorst bei der Einführung von Bischof Genn

Münster. Am Sonntag (29.03.2009) wurde Felix Genn feierlich als Bischof von Münster in sein Amt eingeführt. Im Anschluss an den Gottesdienst fand ein Empfang in der Halle Münsterland in Münster statt, bei dem Die Vorsitzende des Diözesankomitees, Margret Pernhorst, ein Grußwort hielt. Kirchensite.de dokumentiert die Vorlage ihres Grußwortes.

Sehr geehrter Herr Bischof Genn! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das geht ja schon gut los! Oder meinen Sie nicht?! – Da ist der neue Bischof noch keine vier Stunden im Amt – da demonstrieren die Laien bereits. Und wofür demonstriere ich? Ich habe ein Transparent dabei. Schauen Sie mal:

"Wir sind" steht da. – Ja was sind wir denn, verehrter Bischof Genn?

Wir sind ... die Laien in Deutschlands schönstem Bistum! Und: Wir sind ganz schön viele! Auch wenn ich hier alleine stehe, so stehe ich hier als Vertreterin der zwei Millionen Laien in unserem Bistum. Hunderttausende von ihnen sind engagiert in unseren Verbänden, Räten, sozialen Einrichtungen und Gruppen. Dafür stehe ich hier als Vorsitzende des Diözesankomitees, das die vom Bischof anerkannte Vertretung des Laienapostolates ist, wie es im Kirchendeutsch heißt. Und allgemeinverständlich: Unser Job ist es, am Reich Gottes in dieser Welt mitzubauen.

Und was sind wir sonst? ... Wir sind froh, dass wir einen erfahrenen Bischof bekommen haben, der sich auskennt in der Leitung eines Bistums!

Wir sind auch sehr erleichtert über das, was wir von ihren bisherigen Stationen gehört haben. Aus Essen hört man viel Gutes über Sie und aus Trier weiß man, dass Sie Menschen inspirieren und mobilisieren können, wie das bei der Heilig-Rock-Wallfahrt zu erleben war! Wir hören, dass Sie die Menschen ernst nehmen und ihre Sorgen kennen, dass Sie zuhören können, aber auch, dass Sie etwas zu sagen haben!

Deswegen sind wir gespannt auf die Zeit mit Ihnen. Wir freuen uns auf die Begegnungen mit Ihnen. Wir sind neugierig auf das, was Sie uns zu sagen haben und was Sie tun. Wir sind auch gespannt auf Ihre Demonstrationen, Ihre Pläne und Visionen.

Außerdem sind wir ... ganz schön verwöhnt! Naja, wir wollen es auch nicht übertreiben: Aber wir sind von Ihrem verehrten Vorgänger, Bischof Reinhard, wirklich sehr gut behandelt worden. Wir hatten einen Bischof, den wir schätzten und von dem wir Wertschätzung erfahren haben. Deshalb haben wir – trotz gelegentlicher Meinungsverschiedenheiten – ein so gutes Miteinander gepflegt, dass man es andernorts kaum glauben mochte und über das sich sogar einige gewundert haben, denn das haben wir bei der Verabschiedung von Bischof Lettmann vor einem Jahr demonstriert.

Ich sage Ihnen, wir sind wild entschlossen, dieses gute Miteinander fortzusetzen. Wir sind auch überzeugt, bei allem, was wir bislang von ihnen gehört haben, dass dies mit Ihnen, lieber Herr Bischof Genn, auch möglich sein wird.

Wir sind nämlich noch mehr... Wir sind ... (schauen Sie mal): Wir sind ein Team mit zwei Millionen Köpfen. Ein Team mit unterschiedlichen Persönlichkeiten, die vieles bewirken können.

Wir sind ... Gut katholisch und der Meinung, dass wir – wie eine gute Fußballmannschaft – nur dann unsere volle Leistung bringen können, wenn ein guter Trainer die Mannschaft richtig einstellt. Wir brauchen einen Trainer, der zu dieser Mannschaft passt und einen Trainer, der auch auf seine Mannschaft hört. Wir brauchen aber auch einen Trainer, der das richtige Training macht und wohl dosiert, damit wir noch besser werden. Und wir brauchen einen Trainer, der uns richtig motivieren kann. Und wenn es mal nicht so gut läuft, wünschen wir uns einen Trainer, der dann auch hinter uns steht und uns hilft, statt uns nieder zu machen.

Wir sind also eine Mannschaft mit einem neuen Trainer, von dem einige behaupten, dass es unter den deutschen Bischöfen wenige gibt wie ihn. Und wir sind hier, um Ihnen zu sagen, dass wir uns gerne auf unseren neuen Trainer einlassen und ihm vieles zutrauen. Wir sind froh über das, was Sie in ihrem ersten Bischofswort, das heute in allen Kirchen verlesen wurde, gesagt haben: Für uns wollen Sie Bischof sein, mit uns wollen Sie Christ sein! Füreinander, miteinander – das hört sich sehr gut an! Ein gutes Trainingsprogramm.

Wir sind ... Ihr Team, lieber Herr Bischof! Wir heißen Sie hier, inmitten Ihres neuen Teams herzlich willkommen! Sie brauchen sicher uns und wir brauchen Sie: Sollen wir beide nicht gemeinsam für diesen Team-Gedanken hier demonstrieren? Wir zusammen für eine gemeinsame Sache?

Lieber Bischof Felix Genn, wir sagen Ihnen also jede Unterstützung zu! Sie können auf uns zählen. Wir wünschen Ihnen Gottes Schutz und Segen bei Ihrer Arbeit für und mit Ihrem neuen Team – den zwei Millionen Katholiken in ihrem Bistum Münster!

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