Bischofspost 2011 zum Schulabschluss
Zukunft entdecken
Liebe ..................!
Lieber ..................!
Jedes Jahr schreibe ich als Bischof von Münster einen Brief an die Schülerinnen und Schüler, die zum Schuljahresende eine der vielen Schulen verlassen, die im Bistum Münster liegen. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, Dir einige Gedanken, die mir wichtig sind, mit auf den Weg zu geben.
Für Dich beginnt jetzt ein wichtiger neuer Abschnitt in Deinem Leben. Du wirst aus der Schule entlassen, vielleicht beginnst Du eine Lehre oder wechselst auf eine andere Schule. Jeder Neuanfang hat immer beides in sich: das, was lockt, aufregend und spannend ist und das, was unsicher, vielleicht auch ein wenig angstbesetzt ist.
Wenn Du nach den Ferien neu anfängst, hast du die Möglichkeit, Neues auszuprobieren. Du wirst neue Menschen kennen lernen, vielleicht wirst Du alte Freundschaften auf Dauer aufgeben. Du wirst neue Fähigkeiten entwickeln, viele neue Erfahrungen machen – kurz: Dein Lebensradius wird größer und weiter werden. Dazu wünsche ich Dir Mut und Anfängergeist – eine optimistische und vertrauensvolle Haltung dem Neuen und Unbekannten gegenüber. Gemessen an dem, womit Du neu anfangen wirst, stehen die Menschen in Nordafrika und in Japan, deren Leben durch ganz verschiedene Gegebenheiten völlig aus den Fugen geraten ist, vor unvergleichlich größeren Neuanfängen. Viele haben Verwandte und Freunde verloren, viele stehen materiell vor dem Nichts. Was trägt die Menschen in diesen Situationen, was lässt sie jeden Morgen wieder aufstehen, woher nehmen sie ihre Hoffnung und ihre Zuversicht? Eine Antwort auf diese Frage können wohl nur die betroffenen Menschen selber geben.
Vielleicht fragst Du Dich auch angesichts von Katastrophen und schlimmen Ereignissen: Wo war Gott? Hat er das alles zugelassen? Hätte er das nicht verhindern können? Das ist eine alte Frage, die Menschen sich immer wieder gestellt haben. Eine ganz schlüssige Antwort auf die Frage ist schwer. Aber wenn wir Gott in solch schweren Lebenssituationen finden wollen, dann finden wir ihn dort, wo Menschen Notleidenden zur Seite stehen, so z. B. in den Notunterkünften in Japan, bei denen, deren Trauer unsäglich groß ist.
Als Christ möchte ich, dass uns solche Ereignisse nicht gleichgültig sind, so wenig wie uns das Glück und die Sehnsucht der Menschen gleichgültig sind. Wir treten nach Kräften und in Gottes Namen für das Leben ein, dass es gelingt und dass es ein erfülltes Leben werden kann. Dafür ist die Kirche da. Und dass das Leben gelingt: dafür können wir uns auch hier einsetzen, jeden Tag!
Gott will, dass jeder Mensch einen Platz auf dieser Erde hat, an dem er leben kann, an dem seine Grundbedürfnisse nach Nahrung, Arbeit, sozialer Anerkennung und einer pfleglich behandelten Natur erfüllt sind. Gott braucht unsere Köpfe und Herzen, um in dieser Welt Gutes wirken zu können: Gott braucht uns – jeden Menschen – auch Dich!
So wünsche ich Dir für Deine Zukunft, dass Du Deinen Platz in der Kirche und in der Gesellschaft findest. Zugleich wünsche ich Dir den Mut, Dich dafür einzusetzen, dass auch andere den Platz finden können, an dem ihr Leben gelingt.
Von Herzen wünsche ich Dir Gottes Segen, damit Du für andere ein Segen bist! Dein Bischof
Gebet:
Herr,
unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn
im großen Weltall.
An uns liegt es,
daraus einen Planeten zu machen,
dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden,
nicht von Hunger und Furcht gequält,
nicht zerrissen in sinnlose Trennung
nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung.
Gib uns den Mut und die Voraussicht,
schon heute mit diesem Werk zu beginnen,
damit unsere Kinder und Kindeskinder
einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.
Text: Bischof Felix Genn
Sommer 2011
Schwerpunktthema
Vom 16. bis 20. Mai 2012 findet in Mannheim der 98. Deutsche Katholikentag statt. Er steht unter dem Leitwort "Einen neuen Aufbruch wagen".
Vorlagen für Maiandachten
Ein besonderer kirchensite.de-Service: Wir bieten Ihnen eine Reihe von Vorschlägen für Andachten zur Muttergottes im Monat Mai zum Herunterladen an.
Landvolkshochschule
Mit einem Festakt wurde der langjährige Direktor der Landvolkshochschule "Schorlemer Alst", Johannes K. Rücker, in den Ruhestand verabschiedet.
Kommunionempfang
Erzbischof Robert Zollitsch setzt sich weiterhin dafür ein, dass Katholiken auch nach Scheidung und Wiederheirat die Kommunion empfangen können.
Wohnungsnotfallhilfe
In einer Wohnung oder einem Haus zu wohnen, ist für Jeden selbstverständlich und lebensnotwendig.
Heilige und Selige
Das Bistum Münster kann auf viele Frauen und Männer zurückblicken, die ein herausragendes Zeugnis für den christlichen Glauben abgelegt haben.
Neues Seelsorgekonzept
Im Bistum Münster wird derzeit ein neuer Diözesanpastoralplan erstellt. Er soll Schwerpunkte der Seelsorge benennen. Ein erster Entwurf steht zum Herunterladen bereit.
Dossier: Maria
Maria ist die Mutter Jesu Christi - und hat daher eine besondere Stellung im christlichen Glauben.
Sterbebegleitung
Wann beginnt das Sterben? Was erwartet mich auf meinen letzten Wegen vor dem Tod? Kann ich mich und meine Verwandten auf diese Wege vorbereiten?
Ehegericht
Mit seinen rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beschäftigt sich Offizial Kurt Schulte größtenteils mit so genannten Ehenichtigkeitskeitsverfahren.
Marienmonat
Als schönster Monat des Jahres soll der Mai der "schönsten aller Frauen" geweiht sein. Maialtäre und Maiandachten entstammen einer barocken Frömmigkeitstradition.
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