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21.11.2017
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V.l.: Stephan Grabber (Malteser), Weihbischof Heinrich Timmerevers und Dietmar Fangmann (Caritas).

V.l.: Stephan Grabber (Malteser), Weihbischof Heinrich Timmerevers und Dietmar Fangmann (Caritas).

Offizialat und Hilfsorganisationen erhöhen Anstrengungen bei Flüchtlingshilfe

"Wir sind den Menschen Hilfe schuldig"

Oldenburger Land. Das bischöflich münstersche Offizialat in Vechta, der Landes-Caritasverband für Oldenburg und der Malteser-Hilfsdienst intensivieren ihre Anstrengungen in der Flüchtlingshilfe. Während das Offizialat erhebliche Geldmittel bereit stellt und das Personal für die Begleitung und Koordinierung der Flüchtlingsarbeit aufstockt, mobilisieren Caritas und Malteser alle verfügbaren Haupt- und Ehrenamtliche. Im Vorfeld der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz, die sich mit diesem Thema schwerpunktmäßig beschäftigen wird, gaben Vertreter der drei Organisationen am Montag (21.09.2015) einen Zwischenbericht über ihre Aktivitäten.

"Der Flüchtlingsstrom reißt noch nicht ab, diese Thematik wird uns in nächster Zeit noch viel beschäftigen", sagte Weihbischof Heinrich Timmerevers. Die Bereitschaft, den Flüchtlingen zu helfen, sei in weiten Teilen der Bevölkerung groß. "Da ist christliche Nächstenliebe konkret erfahrbar, dafür können wir alle sehr dankbar sein". Natürlich nehme er im Oldenburgischen auch Gegenwind wahr. "Doch wir sind den Menschen Hilfe schuldig, weil sie Menschen sind, egal aus welchen Land sie kommen, welche Religion sie haben oder aus welchem Grund sie hier sind", lautete Timmerevers Appell. Da, wo sich Gegenwind bemerkbar mache, müssten alle Menschen guten Willens "zusammenstehen und dafür sorgen, dass andere Kräfte nicht zum Zuge kommen".

3,5 neue Stellen für Flüchtlingshilfe

Da viele Ehrenamtliche inzwischen an ihre Grenzen kämen, habe sich das Offizialat kurzfristig entschlossen, die Zahl der Flüchtlingsbetreuer bei der Caritas um 3,5 Vollzeitstellen – vorerst befristet auf drei Jahre – aufzustocken, sagte Timmerevers. Damit sei in jedem Dekanat des Offizialatsbezirks professionelle Betreuung der Ehrenamtsgruppen gewährleistet.

Rund 344.000 Euro habe das Offizialat in den letzten Monaten für Flüchtlingshilfe zur Verfügung gestellt, erklärte Dr. Ludger Heuer, Pressesprecher der Kirchenbehörde. Den größten Teil dieser Summe bilde ein Ende 2014 bereitgestellter Fond über 250.000 Euro, mit dessen Hilfe zusätzliche Personalkapazitäten in Bereich der hauptamtlichen Begleitung ehrenamtlicher Flüchtlingshilfe geschaffen wurden. Kirchengemeinden können aus dem Fond zudem Mittel für Kleinprojekte abrufen. "Dieser Fond ist noch nicht ausgeschöpft", sagte Heuer. Zusätzlich hat das Offizialat fast 800.000 Euro als zinslose Darlehen bereitgestellt, um Kirchengemeinden oder Ordensgemeinschaften den Umbau von Wohnraum für die Unterbringung von Flüchtlingen zu ermöglichen. Beispiele dafür sind in Harkebrügge, Essen, Vechta, Cloppenburg und Dinklage zu finden.

Beratungsdienste am Limit

Die Caritas betreue zurzeit 290 Flüchtlinge in Wohnheimen, weitete 116 Flüchtlinge in dezentralen Häusern im gesamten Oldenburger Teil des Bistums Münster, erläuterte Dietmar Fangmann, Koordinator der Flüchtlingshilfe beim Landes-Caritasverband. Alle Beratungsdienste würden am Limit arbeiten. Neben den hauptamtlichen Projekten gebe es inzwischen in fast jeder Kirchengemeinde ehrenamtliche Flüchtlingsinitiativen.

Diese Erfahrung bestätigte auch Stephan Grabber, stellvertretender Regionalgeschäftsführer des Malteser-Hilfsdienstes. Die Aufrufe nach Sachspenden hätten eine große Resonanz erfahren. Das Einsammeln, Sortieren und Ausgeben dieser Spenden sei eine gewaltige Kraftanstrengung für die Malteser, sagte Grabber.

Hilfe für Flüchtlinge im Oldenburger Land

Ehrenamtliche Helfer können sich bei der Hotline der Caritas und Malteser melden: Tel. 04441/8707-622. Finanziell kann man die Arbeit unterstützen über das Spendenkonto des Landes-Caritasverbandes Oldenburg, Darlehnskasse Münster, DE82 4006 0265 0004 0635 00, Stichwort: Flüchtlingshilfe Caritas und Malteser.

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  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Flüchtlinge

Text: pd, ms | Foto: pd
21.09.2015

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