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21.10.2017
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Flüchtlinge.

Die Kirchen in NRW verlangen eine bessere Integration von Flüchtlingen.

Bistümer, Landeskirchen, Caritas und Diakonie äußern sich

Kirchen in NRW: "Ja, wir sind ein Zufluchtsland"

Bistum / Köln / Oldenburger Land. Die Kirchen in Nordrhein-Westfalen verlangen eine bessere Integration von Flüchtlingen. "Ja, wir sind ein Zufluchtsland", heißt es in einem Appell der fünf katholischen Bistümer, der evangelischen Landeskirchen sowie der Wohlfahrtsverbände Caritas und Diakonie. Der Appell wurde am Mittwoch (17.12.2014) vom Erzbistum Köln veröffentlicht.

Die Kirchen wehren sich gegen eine "Das-Boot-ist-voll"-Rhetorik: "Wir lehnen es ab, scheinbare Belastungsgrenzen zu postulieren, wo es oft nur am Willen mangelt." Es sei auch eine falsche Strategie, Zufluchtsuchenden den Aufenthalt möglichst unattraktiv zu machen, sie jahrelang in Gemeinschaftsunterkünften festzuhalten oder ihnen das Arbeiten zu verwehren. Es dürfe nicht nur halbherzig auf dringende Notlagen reagiert werden.

"Flüchtlinge bereichern das Land"

Nach Ansicht der Kirchen schwanken Gesellschaft und Politik noch zwischen Hilfsbereitschaft, Überforderung und Ablehnung. Nordrhein-Westfalen könne aber "keine isolierte Insel sein, die sich die Probleme anderer Völker so weit wie möglich vom Leib hält".

Flüchtlinge bereicherten mit ihren Fähigkeiten das Land, betonen die Kirchen. Sie leisteten einen Beitrag für einen ausgewogenen Altersaufbau und gegen den drohenden Fachkräftemangel. "Wir sehen durch die Zufluchtsuchenden keineswegs die Identität unseres Landes und unserer Kultur bedroht und haben keine Angst vor Veränderungen", heißt es.

Investition "in die Zukunft des Landes"

Die Bistümer und Landeskirchen räumen ein, Integration erfordere vorausschauendes Handeln und erhebliche Finanzmittel, etwa für Kindertagesstätten, Ausbildung, Gesundheitsversorgung und Wohnungsbau. Die Gelder seien aber "Investitionen in die Zukunft unseres Landes". Notwendig sei ein Zusammenwirken von Kommen, Kirchen, Verbänden, Wirtschaft, Gewerkschaften, Vereinen und nicht zuletzt der Medien.

"Ja, es braucht ein Willkommen von Anfang an und die dafür nötigen Rahmenbedingungen", heißt es im Appell. "Die Integration von Flüchtlingen wird umso besser gelingen, je früher die Unterstützung einsetzt." Dazu gehörten menschenwürdige Unterbringung, gesundheitliche Versorgung, Beratung, Deutschkurse, Arbeitserlaubnisse, Ausbildungsmöglichkeiten, Anerkennung ausländischer Abschlüsse, private Wohnmöglichkeiten und Bewegungsfreiheit. Ziel müsse sein, dass Zuwanderer baldmöglichst für sich selber sorgen können.

250.000 Euro für Flüchtlinge im Offizialat Oldenburg

Das Bischöflich Münstersche Offizialat Vechta teilte am Mittwoch (17.12.2014) mit, die Flüchtlingshilfe im Oldenburger Land mit 250.000 Euro zu unterstützen. Die Summe habe der Kirchensteuerrat im niedersächsischen Bistumsteil freigegeben. Im NRW-Teil des Bistums waren bereits 1,5 Millionen Euro bewilligt worden.

Die Oldenburger Mittel verteilt laut Bischöflicher Pressestelle Vechta der Landes-Caritasverband. Mit 100.000 Euro werden Projekte in Pfarreien und von Initiativen gefördert, bis zu 5.000 Euro stehen pro Initiative zur Verfügung. 70.000 Euro helfen, um bis Sommer 2016 eine zusätzliche halbe Sozialarbeiterstelle zu finanzieren. Der Mitarbeiter soll Pfarreien dabei unterstützen, ehrenamtliche Angebote für Flüchtlinge – etwa zur Sprachförderung – aufzubauen. 50.000 Euro sollen Umbauten oder Renovierungen von Unterkünften ermöglichen. 30.000 Euro sind für Einzelfallhilfen gedacht. Diese Mittel können nur Caritas-Beratungsstellen beantragen.

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Text: jjo, KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Michael Bönte
17.12.2014

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