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15.11.2018
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Die große Klais-Orgel im St.-Paulus-Dom in Münster.

Die große Klais-Orgel im St.-Paulus-Dom in Münster.

Reinigung und Umbau am St.-Paulus-Dom

Die Domorgel schweigt drei Monate lang

Münster. Münsters Domorgel wird ab Pfingstdienstag (10.06.2014) für rund drei Monate verstummen. Der Grund: dringend notwendige Reinigungsmaßnahmen, die zuletzt vor zwölf Jahren vorgenommen wurden. Zudem habe es nach der Renovierung des St.-Paulus-Doms rund ein Jahr gebraucht, bis sich der dadurch aufgewirbelte Feinstaub gesetzt hat, erläutert Domorganist Thomas Schmitz.

Hinzu kämen seit einigen Jahren Probleme mit Schimmel, der sich wegen eines bis zur Renovierung undichten Fensters hinter der Orgel auf die Windläden gesetzt habe. Und ganz grundsätzlich gelte: "Bei so vielen Menschen, die zu Gottesdiensten oder als Touristen unseren Dom besuchen, ist es notwendig, die Orgel alle zehn bis 15 Jahre kräftig durchzupusten", erläutert Schmitz.

Für die Reinigungsarbeiten wird die Bonner Orgelbaufirma Klais das Innere des Instruments in seine Einzelteile zerlegen. "Die Metallpfeifen werden mit Seifenlauge behandelt, die Zungenpfeifen auseinander gebaut", sagt Schmitz. Dazu werde vor dem Orgelgehäuse eine Werkstatt aufgebaut, zudem ein Teil des Seitenschiffs abgesperrt. "Die Reinigung selber dauert gar nicht so lange", erklärt der Domorganist, "aber der Wiedereinbau und die komplette Neu-Intonation jeder einzelnen Pfeife wird rund zwei Monate in Anspruch nehmen."

Bei der Gelegenheit werde das bisherige "Auxiliarwerk" im Nordturm der Kathedrale um ein zusätzliches, schwellbares Werk mit fünf Registern erweitert und so zu einem echten, teilweise mit erhöhtem Winddruck ausgestatteten "Turmwerk" ausgebaut, das wie bisher vom Hauptspieltisch aus angesprochen wird. Thomas Schmitz verspricht dadurch eine klarere Unterstützung des Gemeindegesangs aus dem hinteren Teil des Doms. Bei den neuen Registern freut sich Schmitz besonders auf eine "wunderschöne Flöte, eine Gambe und eine Klarinette".  Bislang hätten ihm im Pedal des Turmwerks "nur ein leises Register und eine laute Posaune zur Verfügung gestanden – aber nichts dazwischen". Die vorhandene, extrem kräftige "Tuba episcopalis" wird ins neue Schwellwerk wandern – "die schlägt sonst alles kurz klein", erläutert Schmitz.

Dafür müssten in den ohnehin schon unübersichtlichen Spieltisch weitere Registerzüge eingebaut werden. Weil zudem die Setzeranlage zur Programmierung von Registerkombinationen veraltet sei und die klassischen Registerzüge nicht mehr hergestellt würden, werde auch der Spieltisch entsprechend umgebaut.

Pünktlich zum Domweihjubiläum Ende September sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein und die Orgel mit dann 93 sauberen Registern festlich neu erklingen. Bis dahin wird eine Digital-Orgel eingesetzt, die über die Lautsprecher-Anlage der Kathedrale erklingen wird. Konzerte finden in dieser Zeit nicht statt.

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Text: Markus Nolte | Foto: Michael Bönte in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
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