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27.06.2016
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Mitgeschöpfe oder "Rohlinge für die Fleischindustrie"?

Mitgeschöpfe oder "Rohlinge für die Fleischindustrie"?

Institut für Theologische Zoologie: Tiere im Unterricht würdigen

Verantwortung für Tiere als Fächer übergreifender Lernstoff

Bistum. Eine christliche Sicht auf die Tiere als Mitgeschöpfe des Menschen will das Institut für Theologische Zoologie verstärkt in die Schulen bringen. Bei einer Veranstaltung in Münster, bei der Lehrkräfte der Arbeitsgruppe "Institut für Theologische Zoologie macht Schule" Unterrichtsreihen für Religionsstunden vorstellten, forderten die Teilnehmer der Diskussionsrunde, das Thema im Religions- und Biologieunterricht, also interdisziplinär, aufzugreifen.

"Wir wollen möglichst viele Lehrerinnen und Lehrer für das Thema gewinnen", sagte Dr. Rainer Hagencord, Leiter des Instituts. Die Anwaltschaft des Menschen für die Schöpfung und somit für die Tiere sei ein "Wesensmerkmal des Menschen", führte Hagencord aus. "Die Sorge um eine umfassende Gerechtigkeit muss auch das Wohl der Tiere im Blick behalten."

Globale Zusammenhänge

"Wir möchten den Blick der Schüler öffnen für einen verantwortungsvollen Umgang des Menschen mit Tieren",  sagte Markus Börger, Lehrer für katholische Religion, Geschichte und Philosophie an der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule Paderborn. Börger stellte eine vom Arbeitskreis entworfene Unterrichtsreihe vor: "Hühner, Schweine und Rinder Mitgeschöpfe oder Rohlinge für die Fleischindustrie?" Solche Fragen stünden zudem in einem größeren Zusammenhang: Die Produktion von Tierfutter mit entsprechendem Wasserbedarf führe in großen Teilen der Welt zu Verarmung der Bevölkerung und Umweltzerstörung. "Es geht darum, diese Zusammenhänge wahrzunehmen und sich einzumischen,", sagte Börger.

Als Chance wertete es Christiane Steigenberger, Lehrerin für katholische Religion und Deutsch am Gymnasium Martinum in Emsdetten, "dass man bei jungen Menschen ansetzen kann, die dabei sind, ihr Leben auszurichten". Gleichwohl könnten sich nach einer solchen Unterrichtsreihe  unterschiedliche Sichtweisen der Schüler ergeben, die zuzulassen seien. "Wir sind nicht die Moralhüter unserer Schüler", machte die Lehrerin deutlich. Zudem sei eine gründliche Analyse des Schöpfungsberichts Voraussetzung dafür, dass sich die Jugendlichen aus verschiedenen Perspektiven ein fundiertes Urteil bilden könnten.

Kontakt zur Natur nimmt ab

Immer weniger jedoch könne bei solchen Gesprächen auf direkte Erfahrungen von jungen Menschen mit der Natur zurückgegriffen werden, wurde in der Diskussion deutlich. Rainer Hagencord zitierte den Bochumer Psychiater und Therapeuten Bert te Wildt, der die heutige Zeit  als "kollektive Umsiedlung des Menschen in den medialen Raum" sieht. "Sie müssen mit ihrer ganzen Kraft die Kinder aus dem Cyberspace holen, um sie wieder in Kontakt zur Natur zu bringen", appellierte Hagencord an die Lehrer.

Wie wichtig dies sei, machte Lehrer Markus Börger aus eigener Erfahrung deutlich: Ein Element seiner Unterrichtsreihe ist die Exkursion zum Naturschutzhof in Recklinghausen. "Dort machen die Schülerinnen und Schüler elementare Erfahrungen mit Tieren. So sind sie zum Beispiel erstaunt darüber, dass die Schweine dort zum Menschen kommen und sich sogar ähnlich wie Hunde verhalten." Der Besuch dieses Hofes sei "vielleicht sogar das Wichtigste der ganzen Unterrichtsreihe". Er sei sich sicher: "Das werden die Jugendlichen nie vergessen."

Materialien im Internet

Auf der Internetseite des Instituts sind Unterrichtsreihen zum Thema "Verantwortung für die Schöpfung" zu finden. Darüber hinaus werden Lehrerinnen und Lehrer, die entsprechende Unterrichtsreihen erarbeitet haben, gebeten, mit dem Institut Kontakt aufzunehmen.

Mehr zum Thema im Internet:

  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.theologische-zoologie.de

Text: Annette Saal | Foto: Michael Bönte
12.09.2013

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