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02.07.2016
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Professor Jacob Joussen, Sabine Graf, Professorin Marianne Heimbach-Steins und Moderator Martin Dabrowski.

Diskutierten im Franz-Hitze-Haus (v.l.): Professor Jacob Joussen, Sabine Graf, Professorin Marianne Heimbach-Steins und Moderator Martin Dabrowski.

Zweites Treffen von Arbeitnehmervertretern mit Bischof Genn

Arbeit darf keine Ware sein

Bistum. Die Zunahme prekärer Beschäftigungsverhältnisse muss aus sozialethischer Sicht hinterfragt werden. Das hat Bischof Felix Genn nach Angaben seiner Pressestelle am Donnerstag (21.03.2013) betont. Zum zweiten Mal hatte Genn Arbeitnehmervertreter zum Austausch ins Franz-Hitze-Haus in Münster eingeladen.

Prekäre Beschäftigung führe zu großer Unsicherheit bei den Arbeitnehmern, die den Lebensunterhalt mit ihrem Verdienst nicht bestreiten könnten, kritisierte der Bischof. Dagegen betonten etwa die katholischen Sozialenzykliken "Rerum Novarum" (1891) und "Laborem exercens" (1981), Arbeit sei ein Gut für den Menschen und wichtig für das Menschsein selbst. Durch die Arbeit werde der Mensch gewissermaßen "mehr Mensch", sagte Genn.

Heimbach-Steins: Kirche hat Vorbildfunktion

Die münstersche Sozialethik-Professorin Marianne Heimbach-Steins betonte, Arbeit dürfe keine Ware sein. Sie sei eine Chance der personalen Entfaltung und entscheidend, um an vielen gesellschaftlichen Vollzügen teilnehmen zu können: "Je prekärer das Arbeitsverhältnis ist, umso weniger wird es dem Anliegen der personalen Qualität der Arbeit gerecht."

Die Professorin erinnerte die Kirche an ihre Vorbildfunktion auch als Arbeitgeber. Sie müsse sich an die eigene Soziallehre halten. Nicht Gewinn-Maximierung dürfe das Hauptziel sein, sondern die Qualität der Arbeitsverhältnisse müsse eine zentrale Rolle spielen. Bischof Genn hatte zuvor eingeräumt, auch bei Kirche und Caritas gebe es prekäre Beschäftigung.

DGB-Vertreterin fordert Mindestlohn

Die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds Nordrhein-Westfalen, Sabine Graf, sagte, in NRW gebe es 1,8 Millionen Minijobs, sieben von zehn Stelleninhabern seien Frauen. Es sei nahezu unmöglich, aus einem Minijob in ein normales Beschäftigungsverhältnis zu wechseln, kritisierte Graf. In vielen Unternehmen mit prekärer Beschäftigung bestehe zudem keine Sozialpartnerschaft mit den Gewerkschaften. Deshalb setzte sich Graf für gesetzliche Regeln ein, etwa einen Mindestlohn.

Der Bochumer Jurist Professor Jacob Joussen rief zu Wachsamkeit auf. Viele prekäre Beschäftigungsverhältnisse entwickelten sich zu im Wortsinn "prekären", also misslichen und problematischen Arbeitsverhältnissen.

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  2. undefinedDas erste Treffen der Arbeitnehmervertreter (30.03.2012)

Text: jjo, pbm | Foto: pbm
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