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10.12.2018
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Klostergebäude der Karmelitinnen.

Das alte Klostergebäude der Karmelitinnen in Dorsten-Lembeck.

Karmelitinnen ziehen aus Lembeck fort

Mit Wehmut zur "neuen Chance"

Dorsten-Lembeck. Ein Kloster in Hannover bekommt neue Bewohnerinnen aus dem Bistum Münster: Karmelitinnen aus dem Karmel St. Michael in Dorsten-Lembeck werden voraussichtlich im Herbst dieses Jahres den Karmel am Mittellandkanal in der niedersächsischen Landeshauptstadt beziehen, teilte die Bischöfliche Pressestelle Münster am Freitag (18.01.2013) mit. Diese Entscheidung sei vor wenigen Tagen im Einvernehmen mit den Bischöfen von Hildesheim und Münster, Norbert Trelle und Felix Genn, gefallen. Die Schwestern aus dem Bistum Münster lösen fünf polnische Karmelitinnen ab, die Hannover verlassen wollen.

Lembecker Karmelitinnen bewohnen derzeit noch ein idyllisch gelegenes, altehrwürdiges Klostergebäude, das im 18. Jahrhundert als Witwensitz der Baronin Westerholt gebaut wurde und in seiner wechselvollen Geschichte unter anderem als Waisenhaus, Krankenhaus und Altenpflegeheim gedient hat. Mittelpunkt ist die Kapelle St. Michael, die dem ganzen Anwesen den Namen gab und im September 1727 geweiht wurde. Ende des 20. Jahrhunderts baute man das Gebäude schließlich zu einem karmelitischen Kloster um, einen so genannten Karmel. Auf den Tag genau 281 Jahre nach der Kapellenweihe, am 29. September 1998, zogen elf Karmelitinnen in den neu geweihten Karmel St. Michael ein. Ihr früheres Zuhause in Bonn-Pützchen im Erzbistum Köln war ihnen zu groß geworden.

Kontakt mit Bischof Trelle

Nun zieht es die inzwischen 13 Frauen wieder weiter an die Leine. Der alte Bau in Lembeck sei für ihre Zwecke letztlich doch nicht so gut geeignet, erklärt die Priorin, Schwester Teresa Benedicta. Die Heizkosten für die hohen Räume seien in den letzten Jahren immer mehr ins Geld gegangen. Als die Priorin im Herbst hörte, dass die polnischen Karmelitinnen ihren Karmel in Hannover verlassen möchten, fühlte sie bei Bischof Norbert Trelle vor, ob der sich einen Umzug der Lembecker Schwestern in sein Bistum vorstellen könne.

"Bischof Trelle war sehr erfreut und entgegenkommend", erinnert sich Schwester Teresa Benedicta. Ein Besuch in Hannover brachte dann die Gewissheit, dass die Räumlichkeiten an der Leine hervorragend für die Ordensfrauen geeignet sind: kleiner und besser nutzbar als in Lembeck, vor allem mit ausreichenden Gruppenräumen versehen. Am 5. Januar 2013 schließlich stimmten die Schwestern in einer Versammlung einstimmig für den Umzug nach Niedersachsen.

Nun muss der Karmel in Hannover zunächst renoviert werden. Voraussichtlich im Herbst werden dann die 13 Schwestern ins Bistum Hildesheim ziehen. In Hannover wollen die Schwestern, deren Durchschnittsalter bei 62 Jahren liegt, gastfreundlich auftreten und ihr Kloster für Menschen öffnen, die eine religiöse Atmosphäre suchen. "Wir sind dankbar für diese Chance", freut sich Priorin Teresa Benedicta, lässt aber auch leichte Wehmut anklingen. Man habe sich in Lembeck trotz allem wohl gefühlt und viele Freundschaften geschlossen. Vielleicht, so sagt die Priorin nachdenklich, sei dies ja nun der Auftrag ihrer kleinen Gemeinschaft: in einem Diasporabistum wie Hildesheim den karmelitischen Geist weiter zu tragen.

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  3. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Orden

Text: pd | Foto: pd
18.01.2013

    1. Übersicht: Orden

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