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28.05.2016
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Galen-Schätze

Das Altarkreuz und der Bischofsstab von Kardinal Clemens August Graf von Galen.

Stellvertretender Generalvikar Reidegeld: Bewegender Moment

Haupttäter veranlasst Rückgabe gestohlener Galen-Schätze

Wuppertal / Bistum. Der gestohlene Bischofsstab und das Altarkreuz des seligen Bischofs Clemens August Graf von Galen sind wieder im Bistum. "Für die Kirche von Münster ist dies ein bewegender Moment", sagte der stellvertretende Generalvikar Jochen Reidegeld am Montag (13.08.2012) bei der Übergabe durch die Staatsanwaltschaft in Wuppertal. Der Kardinal sei eine der Identifikationsfiguren der Diözese und in den Herzen der Gläubigen tief verankert.

Die Schätze waren in der Nacht zum 30.06.2009 aus einer Ausstellung in der Basilika Essen-Werden gestohlen worden. Die Rückgabe "veranlasst" hat laut Staatsanwältin Liane Brosch der Haupttäter. Die Sakralgegenstände seien "in einer Rechtsanwaltskanzlei" in Deutschland abgegeben worden. Dariusz S. habe so offenbar seine Chancen auf vorzeitige Entlassung nach der Hälfte der Haft verbessern wollen. Darüber entscheidet nun ein Richter.

Bischofsstab und Kreuz nur leicht beschädigt

Stab und Kreuz seien in Polen für etwa 50.000 Euro zum Kauf angeboten worden. Da das Kreuz mit Grünspan belegt sei, sei das Diebesgut vermutlich zeitweise vergraben gewesen. Am Kreuz wurden Edelsteine auf Echtheit geprüft, sodass sie derzeit weiß sind und nicht korallenfarben.

Am Bischofsstab hätten die Räuber mit "Königswasser", einem Gemisch aus Salz- und Salpetersäure, einen Goldtest durchgeführt, sagte Diözesankonservator Udo Grote. Aus Gold besteht der Stab allerdings nicht, er ist aus Silber gearbeitet. Die abgeätzte Vergoldung könne ersetzt werden.

Zurück in den Urzustand

Der Zustand der Schätze sei gut, sie wiesen nur leichte Schäden auf, könnten restauriert und in den Urzustand zurückversetzt werden. Der Stab solle wieder in der Domkammer in Münster ausgestellt werden. Das Altarkreuz kehre ins Kloster Dinklage im Oldenburger Land zurück, es befindet sich im Besitz des Benediktinerinnen-Konvents am Geburtsort Galens. Äbtissin Schwester Franziska Lukas nahm es in Wuppertal in Empfang.

Reidegeld erinnerte an die Bedeutung des Kardinals für das Bistum. Mit seinen Predigten hatte er zeitweise die Ermordung Behinderter durch die Nationalsozialisten gestoppt. 2005 wurde er seliggesprochen. Entsprechend hoch sei der ideelle Wert der Schätze.

Mehr als 100 Jahre alte Sakralgegenstände

Der Bischofsstab von 1906 zeigt in der Krümme die Gottesmutter als Himmelskönigin. Unter dem Knauf sind Silberstatuetten der Apostel Petrus und Paulus angebracht. Der Stab gehörte ursprünglich Bischof Hermann Dingelstad, der Clemens August Graf von Galen 1904 zum Priester geweiht hatte. Galen nutzte ihn, seit sein eigener Hirtenstab im Oktober 1943 durch Bomben im Zweiten Weltkrieg zerstört worden war.

Das neuromanische "Burgkreuz" hatte der Verein katholischer Edelleute seinem Präsidenten Ferdinand Graf von Galen, dem Vater des Bischofs, 1886 zur Silberhochzeit geschenkt. Der Korpus ist aus Elfenbein. An den Enden der Kreuzbalken ist Maria dargestellt sowie die heiligen Ferdinand, Elisabeth und Georg.

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  3. undefinedDiebe der Galen-Schätze müssen endgültig in Haft (25.10.2011)
  4. undefinedDas Urteil von Wuppertal (13.03.2011)
  5. undefinedBischofsstab und Altarkreuz Galens gestohlen (01.07.2009)

Text: KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH, Jens Joest, pd | Fotos: pd
13.08.2012

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