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15.11.2018
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Großdechant Prälat Franz Jung (r.) und sein Nachfolger, der Visitator für die Gläubigen von ganz Schlesien (Breslau, Branitz und Glatz), Pfarrer Joachim Giela.

Großdechant Prälat Franz Jung (r.) und sein Nachfolger, der Visitator für die Gläubigen von ganz Schlesien (Breslau, Branitz und Glatz), Pfarrer Joachim Giela.

Verabschiedung von Großdechant Prälat Franz Jung

Wehmut und Offenheit

Münster. Nach 29 Jahren als Visitator für die Katholiken aus der Grafschaft Glatz ist Großdechant Prälat Franz Jung am Samstag (17.03.2012) aus dem aktiven Dienst verabschiedet worden. Anlass war sein 75. Geburtstag im Dezember 2011. Seine Visitatur war in diesem Zusammenhang aufgelöst worden. Die Belange der Glatzer werden nun von der neuen Visitatur für die Gläubigen von ganz Schlesien (Breslau, Branitz und Glatz) unter der Leitung von Pfarrer Joachim Giela vertreten, der als neuer Glatzer Visitator nun auch in sein Amt eingeführt wurde. Der in der Kirche einmalige Titel des Großdechanten wird nicht weitergegeben.

Somit lagen Abschied und Willkommen ebenso eng zusammen wie der Blick zurück und nach vorn. Das machte Weihbischof Reinhard Hauke aus Erfurt, der Beauftragte der Bischofskonferenz für die Vertriebenen- und Aussiedlerseelsorge, während der Festmesse in der Hiltruper St.-Clemens-Kirche deutlich. Auch die Glatzer Katholiken, die nicht nur aus ganz Deutschland, sondern auch aus der Grafschaft Glatz angereist waren, zeigten neben Wehmut über die Emeritierung Jungs ihre Offenheit gegenüber Giela und machten ihm den Neubeginn so leicht wie möglich – angesichts der großen Fußspuren, die Jung während seiner Dienstjahre gesetzt hatte. Auch Giela selbst bekannte: "Die neue Situation ist eine Herausforderung." Der sich aber alle Glatzer gewachsen fühlen, die die Abschiedsfeier in der Stadthalle Hiltrup zu einem großen Glatzer Volksfest machten.

"Man roch euren Glauben"

Wie vielfältig und positiv die Erfahrungen Außenstehender mit den Glatzer Katholiken sind, machten zum Beispiel die Grußworte von Oberbürgermeister Markus Lewe und Weihbischof em. Friedrich Ostermann deutlich. Lewe hob hervor, dass Jung als Visitator Sorge dafür getragen habe, "dass Menschen Heimat bekommen." Und der Weihbischof stellte die Glatzer mit ihren Erfahrungen bei der Schaffung einer neuen Heimat als Lehrmeister für die neuen Großgemeinden des Bistums dar. Seine Sympathie für die Glatzer, nicht zuletzt weil sie gutes Essen so schätzten, habe sich bei gemeinsamen Wallfahrten entwickeln können: "Man roch einfach euren Glauben", sagte er schmunzelnd.

Vertreter des Grafschafter Klerus und der verschiedenen Gremien und Ausschüsse, aber auch der Familie des Großdechanten betonten seinen unermüdlichen Einsatz, nicht nur für die Seligsprechung des Kaplans Gerhard Hirschfelder, der in Dachau umgekommen war. Er habe mit seiner Herzlichkeit und Lebensfreude Menschen gewonnen, durch "freundliche Hartnäckigkeit" und seinen "schlesisch-westfälischen Dickkopf" aber auch vieles für die Grafschafter Gläubigen erreicht. Sein außergewöhnliches Charisma zeige sich einerseits in persönlicher Seelsorge, andererseits aber auch in der Art, in der er als offizieller Vertreter für die Glatzer Katholiken aufgetreten sei.

Festschrift

Franz Jung erhielt zahlreiche persönliche Geschenke und Glückwünsche zu seinem Abschied, Spenden für die Projekte, die er in der Grafschaft ins Leben gerufen hat, und eine Festschrift, in der der Arbeitskreis Kirchengeschichte die Zeit von 1918 bis 1946 in der Grafschaft Glatz aufgearbeitet hat.

Von vielen Seiten wurde die Bitte geäußert, dass sich Jung nicht ganz aus seinem Einsatz zurückziehen möge – nicht ohne seinen Nachfolger Giela in die Grafschaft einzuladen und mit einzubeziehen. In einer gereimten Dankesrede versicherte Großdechant Jung seinen Landsleuten zum Schluss: "Der Titel hält mich in Schwung!"

Text: Claudia Maria Korsmeier | Foto: Claudia Maria Korsmeier
18.03.2012

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