Anzeige:
Werbung

kirchensite.de | Online mit dem Bistum Münster: Nachrichten aus der Kirche, katholischer Glaube, Spiritualität, Heiligenlexikon, Veranstaltungen, Seelsorge, Fürbitte, Bibelarbeiten, Dossiers.

. . . . .
Seite: Aktuelles  >  Bistum aktuell
23.05.2012
Artikel drucken
Logo kirchensite.
Markus-Liborius Hermann, Referent für Evangelisierung und Missionarische Pastoral an der Katholischen Arbeitsstelle für Missionarische Pastoral (KAMP) in Erfurt.

Markus-Liborius Hermann, Referent für Evangelisierung und Missionarische Pastoral an der Katholischen Arbeitsstelle für Missionarische Pastoral (KAMP) in Erfurt.

Gelungene Beispiele einer "Kirche auf dem Marktplatz"

Mut zur Neuevangelisierung

Bistum. Gute Beispiele aus der seelsorglichen Praxis präsentierte das Bischöfliche Generalvikariat in Münster am Samstag (18.02.2012). Unter dem Motto "Kirche auf dem Marktplatz - Gelungene Beispiele einer Pastoral der Zukunft" ging es im Laufe des Tages um die Frage, wie Verantwortliche in den Pfarreien mit missionarischer Phantasie interessante Projekte entwickelt haben oder entwickeln können, um mit religiösen und kirchlichen Themen an die Öffentlichkeit zu gehen.

Den Einführungsvortrag hielt Markus-Liborius Hermann, der als Referent für Evangelisierung und Missionarische Pastoral an der Katholischen Arbeitsstelle für Missionarische Pastoral (KAMP) in Erfurt arbeitet. Dieser ging nach einem kurzen Blick auf aktuelle Statistiken, die einen Rückgang von Gläubigen und eine stetig sinkende Zahl von Gottesdienstbesuchern zeigen, auf die Frage ein, was heute eine neue Evangelisierung bedeuten kann.

Wirklicher Aufbruch nur von Christus her möglich

"Bei missionarischer Pastoral geht es nicht um 'Zählsorge', sondern um eine wirkliche Seelsorge", erklärte Hermann gleich zu Beginn seines Vortrages. Er stellte heraus, dass ein wirklicher Aufbruch nur von Jesus Christus aus geschehen kann. So sei die missionarische Pastoral nicht zunächst eine Frage nach neuen Methoden, sondern nach dem, was das Evangelium ist und worum es dort geht: das Reich Gottes als Geschenk.

"Jede Nachfolge verlangt, dass ich den anderen kenne", erläuterte Hermann. Neu und anzündend von Jesus Christus zu sprechen sei daher zunächst eine geistliche Herausforderung und in erster Linie eine Gebetsschule. Im Anschluss an den Neutestamentler Thomas Söding (Münster/Bochum) sagte Hermann: "Wer in der Bibel zuhause ist, kann so schnell nicht erschüttert werden. Also ist die große Aufgabe eine Alphabetisierungskampagne: Wir müssen gemeinsam lernen über den Glauben zu sprechen".

Mission als grundlegender Auftrag von Kirche

"Wenn die Kirche nicht mehr missionarisch ist, ist sie nicht mehr Kirche", erläuterte Hermann. Das Christentum gebe es in der heutigen Form nur, weil es die Mission gibt. Mit Blick auf den in Deutschland sehr ausgeprägten "Sitzungskatholizismus" stellte Hermann fest: "Jesus hat nicht gesagt setzt euch hin, sondern geht hinaus in alle Welt." So braucht die Neuevangelisierung vom Geist ergriffene Menschen, die anderen - wie auf dem Markt - den Glauben vorschlagen. Elementarer Bestandteil sei hierbei die eigene "Selbstevangelisierung". Denn: "Glaubwürdig sind letztlich nicht Papiere, sondern Menschen", so Hermann weiter.

Mit Rückgriff auf die Erkenntnisse des Erfurter Philosophieprofessors Eberhard Tiefensee wies Hermann auf einen sensiblen Umgang mit den Konfessionslosen hin. Der Graben hin zu Menschen die mit dem christlichen Glauben keinen Kontakt haben, dürfe nicht unterschätzt werden, da Christen wie Nichtchristen nur begrenzte Erfahrungen haben, wie der andere denkt. Dabei könne in der Zukunft die Bedeutung von "Trittbrettfahrermöglichkeiten" zunehmen. "Kirche muss Bestes wollen, auch dann, wenn Menschen sich nur kurz engagieren", so Hermann weiter, denn "der Mensch ist der Weg der Kirche" (Redemptor hominis 14).

Scheinbare Vergeblichkeit

Dabei sei die ökumenische Frage eine Überlebensfrage der Kirche, da die Spaltung die Überzeugungsmächtigkeit der Verkündigung schwächt. Am Ende seines Vortrages stellte der Referent heraus: "Wir müssen Mut zur scheinbaren Vergeblichkeit haben, denn wir müssen als Christen nicht immer alles im Griff haben."

Text: Franzis Niehoff | Foto: Franzis Niehoff
19.02.2011

Namen und Nachrichten

Personalveränderungen im Bistum.

Mittwoch ist Chatzeit

Am Mittwoch zwischen 20.30 und 21.30 Uhr im Chat: Diakon Holger Meyer.

Wir beten für Sie!

KLOSTERFÜRBITTE im Monat Mai: St.-Franziskus-Haus in Nordwalde.

Das aktuelle VIDEO...

Grüße vom Katholikentag (1): Aufbruch gelingt ...

Landvolkshochschule

Mit einem Festakt wurde der langjährige Direktor der Landvolkshochschule "Schorlemer Alst", Johannes K. Rücker, in den Ruhestand verabschiedet.

Kommunionempfang

Erzbischof Robert Zollitsch setzt sich weiterhin dafür ein, dass Katholiken auch nach Scheidung und Wiederheirat die Kommunion empfangen können.

Bibelarbeit

Unterwegs nach Emmaus: Kleopas und sein Freund.

Wohnungsnotfallhilfe

In einer Wohnung oder einem Haus zu wohnen, ist für Jeden selbstverständlich und lebensnotwendig.

Heilige und Selige

Das Bistum Münster kann auf viele Frauen und Männer zurückblicken, die ein herausragendes Zeugnis für den christlichen Glauben abgelegt haben.

Neues Seelsorgekonzept

Im Bistum Münster wird derzeit ein neuer Diözesanpastoralplan erstellt. Er soll Schwerpunkte der Seelsorge benennen. Ein erster Entwurf steht zum Herunterladen bereit.

Glaubenswissen

Frömmigkeit - Gesamthaltung des gläubigen Menschen vor Gott.

Bischof Felix Genn

Sein Leben – sein Wirken – seine Texte.

Dossier: Maria

Maria ist die Mutter Jesu Christi - und hat daher eine besondere Stellung im christlichen Glauben.

Durch das Jahr

Liturgie und Brauchtum zu Pfingsten: Ein wenig Geist und viel Frühling.

Wallfahrtsorte

Vinnenberg: Muttergottes vom Himmelreich.

Sterbebegleitung

Wann beginnt das Sterben? Was erwartet mich auf meinen letzten Wegen vor dem Tod? Kann ich mich und meine Verwandten auf diese Wege vorbereiten?

Glaubens-ABC

Marienverehrung: Magd des Herrn

Kirche von A bis Z

Marienerscheinung: Mittlerrolle der Mutter Jesu

Geistlicher Impuls

"Gehet hin in Frieden!"

Regionen

Cosfeld / Recklinghausen.

Service für Sie

RSS-Feed Topnews

Öffnet internen Link im aktuellen FensterNewsticker für Ihr Web

Spruch des Tages

Wenn man Spaß an einer Sache hat, dann nimmt man sie auch ernst.
Gerhard Uhlenbrock

Reden, Fragen, Antworten finden

im "Haus der Seelsorge" hat man ein offenes Ohr für Sie


Seelsorger im Mai:
Pfarrer Martin Weber.

Seelsorger/-innen

Haus der SeelsorgeHaus der Seelsorge

Heiligenlexikon in "kirchensite.de"

im Heiligenkalender können Sie nach Monaten blättern. Oder wählen Sie hier nach Buchstaben aus:

 

Kontakt

  kirchensite-Redaktion:
  redaktionkirchensite.de

  Lebenshilfe+Seelsorge: 
  Martin Weber
  weberkirchensite.de

  Technik:
  technikdialogverlag.de

Dialogversand