Caritas:
Wirtschaftskrise führt zu Krankheit und Zukunftsängsten
Düsseldorf / Bistum. Die Caritas in Nordrhein-Westfalen macht auf eine zunehmende seelische und körperliche Belastung für Familien durch die Weltwirtschaftskrise aufmerksam.
Ungesicherte und nicht ausreichende Einkommen sowie Arbeitslosigkeit und Verschuldung führten zu gesundheitlichen Belastungen, heißt es in einem am Freitag (03.02.2012) in Düsseldorf veröffentlichten Positionspapier der fünf Diözesan-Caritasverbände in Nordrhein-Westfalen. Weitere Folgen seien Beziehungsprobleme und Zukunftsängste. So sei die Familiengründung für viele inzwischen ein Armutsrisiko, hieß es.
Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
Erfahrungen aus der katholischen Schwangerschaftsberatung zeigen laut Caritas, dass besonders junge Menschen ohne Berufsausbildung und solche mit Migrationshintergrund betroffen seien. Hier sehe der Sozialverband für sich die Aufgabe, mit den Ratsuchenden Perspektiven für eine Elternschaft sowie für eine allgemeine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu entwickeln. Die Caritas verwies auf ihr Netz mit Projekten zur frühkindlichen Prävention.
Auch bei finanziellen Sorgen von jungen Paaren hilft die Caritas. 2010 haben die katholischen Schwangerschaftsberatungsstellen nach den Angaben 16.147 Anträge an die Bundesstiftung "Mutter und Kind" gerichtet. Daraus seien finanzielle Hilfen für die jungen Familien in Höhe von fast 12,5 Millionen Euro geflossen. 3.505 Anträge seien an bischöfliche Hilfsfonds gegangen, die mit 2,5 Millionen Euro geholfen haben. Aus weiteren Fonds seien etwa 200.000 Euro geflossen.
Text:
KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH
03.02.2012
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