
Einen professionellen Film über ihre Lebensinhalte drehten Jugendliche mit Regisseur und Kameramann in Haltern beim Caritas-Projekt "Abenteuerland".
Chance für benachteiligte Jugendliche
Caritas-Projekt "Abenteuerland" ist abgeschlossen
Bistum. "Das ganze Leben ist ein Abenteuer. Dies gilt besonders für junge Menschen. Deshalb lag es nah, unserem Projekt den Namen "Abenteuerland" zu geben." Bernhard Hülsken vom münsterschen Diözesancaritasverband ist zum Ende des Jugend-Projekts zufrieden mit der Auswertung: "Wir haben benachteiligten Kindern und Jugendlichen Möglichkeiten bereitgestellt, ihr soziales, emotionales, musisches und kreatives Potenzial zu entfalten."
Zwei Jahre zuvor hatten er und seine Kollegin Lena Dirksmeier das Projekt "Abenteuerland" ins Leben gerufen, damit Jugendliche im Bistum lernen konnten, besser mit den Anforderungen des Alltags zurechtzukommen. Dies geschah zum Beispiel bei der Caritas in Herten durch ein Kick-Box-Angebot, in Rheine durch Musik- und Tanzangebote und in Greven durch die Entwicklung eines Projektspiels. In Haltern drehten Jugendliche unter professioneller Anleitung einen Film, in Dinslaken entstand eine Hip-Hop-Tanzgruppe.
"Angebote, die ohne das Projekt niemals zur Verfügung gestanden hätten", sagt Lena Dirksmeier und verweist darauf, dass an den sechs Standorten der Caritas im Verlauf von "Abenteuerland" fast 21 neue Gruppen eingerichtet worden seien, an denen 300 Kinder und Jugendliche teilgenommen hätten.
Bei der abschließenden Auswertung wurde deutlich, dass vor allem jungen Menschen bis zum 18. Lebensjahr geholfen werden konnte, die aus eher finanziell benachteiligten Familien stammten. Gleichzeitig hatten viele von ihnen Probleme bei der Schulausbildung und aus den unterschiedlichsten Gründen nur wenig Rückhalt in den eigenen Familien. "Die Caritas fordert und fördert Beteiligungsgerechtigkeit auch für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche", sagt Hülsken.
Man wisse aus Untersuchungen, dass beispielsweise der Schulerfolg von Kindern und Jugendlichen wesentlich von der sozialen Herkunft abhänge. Besonders diejenigen, die in Armut aufwüchsen, wiesen einen schlechten Bildungsstand auf. Im Projekt "Abenteuerland" mit seinen unterschiedlichen Facetten veränderten die Beteiligten nicht nur ihre Einstellung und ihren Status mit Blick auf Schule und Ausbildung, erläutert Dirksmeier. Sie hätten auch ihr Selbstwertgefühl steigern können und gelernt, alltägliche Regeln im Umgang miteinander besser einzuhalten. "Vor allem aber die Motivation stieg, die eigenen Fähigkeiten verstärkt in das Leben einzubringen."
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Text: Norbert Ortmanns | Foto: Norbert Ortmanns in
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