Anzeige:
Werbung

kirchensite.de | Online mit dem Bistum Münster: Nachrichten aus der Kirche, katholischer Glaube, Spiritualität, Heiligenlexikon, Veranstaltungen, Seelsorge, Fürbitte, Bibelarbeiten, Dossiers.

. . . . .
Seite: Aktuelles  >  Bistum aktuell
23.05.2012
Artikel drucken
Logo kirchensite.
Diözesanbaudirektor Georg Wendel.

Diözesanbaudirektor Georg Wendel.

Diözesanbaudirektor Wendel zum kirchlichen Immobilienmanagement

"Wir haben keinen Masterplan in der Schublade"

Bistum. Wenn Pfarreien sich zusammenschließen, geht es auch um die Frage, wie sie mit vorhandenen Gebäuden umgehen wollen. Münsters Diözesanbaudirektor Georg Wendel erläutert, warum bei der Diskussion um Immobilien Wünsche offen bleiben müssen.

Kirche+Leben: Die Pfarreien stehen angesichts des Fusionsprozesses oft vor der Frage, sich von kirchlichen Immobilien trennen zu müssen. Was raten Sie?

Georg Wendel: Die Aufgaben des kirchlichen Immobilienmanagements orientieren sich einerseits an den Herausforderungen der sich verändernden Seelsorgeaufgaben und andererseits an dem von Bischof Felix Genn noch in Kraft zu setzenden neuen Strukturplan für unsere Kirchengemeinden. Darüber hinaus spielen haushaltskonsolidierende Aspekte eine ebenso wichtige Rolle. Allerdings haben wir dabei im Blick, dass wir insbesondere für die Seelsorgeaufgaben, bei allen Umstrukturierungs- und Sparbemühungen, ein attraktives Flächenangebot für die unterschiedlichen Seelsorgeaufgaben erhalten.  Alles in allem muss ich jedoch darauf hinweisen, dass es in den Kirchengemeinden einen erheblichen Überhang an seelsorglichen Nutzflächen gibt. In diesem Spagat gilt es, Lösungen vor Ort in konstruktiver Atmosphäre zu diskutieren und nach vorn zu bringen.

Kirche+Leben: Oft müssen sich die Gemeinden zwischen sakral und säkular genutzten Gebäuden entscheiden. Was hat Vorrang?

Wendel: Dies hängt von verschiedensten Bedingungen ab, sodass ich hier keine pauschale Antwort geben kann. Neben denkmalrechtlichen Aspekten sind die Lage der Grund-stücke und Gebäude in ihren pastoralen und städtebaulichen Zusammenhängen, die energetische Situation und der bauunterhaltungsbedingte Zustand ebenso von Bedeutung wie die Bemessungsgrundlage für die ausgebaute Bruttogrundfläche beispielsweise für Pfarrheime. Dass der Verkauf eines Pfarrhauses in diesem Zusammenhang leichter zu bewerkstelligen ist, wenn die ausbleibende Besetzung einer Pfarrstelle entschieden ist, liegt auf der Hand. Bei Kirchen und Kapellen ist eine Entscheidung gegen einen Standort um ein Vielfaches schwieriger, weil neben dem stadtgestalterischen Eingriff der emotionale Eingriff für die Menschen der Kirchengemeinde noch einschneidender ist.

Kirche+Leben: Inwieweit spielen pastorale Aspekte eine ebenso große Rolle wie finanzielle?

Wendel: Wie ich bereits eingangs erwähnt habe, spielen pastorale Gesichtspunkte eine gewichtige Rolle. Das Raumangebot muss attraktiv ausgerichtet sein. Insofern sind wir bemüht, einerseits gebäudeoptimierende Maßnahmen umzusetzen und andererseits, wo sich eine Wirtschaftlichkeit nicht mehr darstellen lässt, auch beispielsweise in neue Pfarrheime zu investieren. Das findet seine Grenzen selbstverständlich in den zur Verfügung stehenden Investitionsbudgets der von uns mit zu verantwortenden Bistumshaushaltsmittel. Darüber hinaus gilt es dabei das gesamte Bistum im Blick zu haben, um so für alle Regionen zu ausgewogenen und verantwortbaren Lösungen zu kommen. Dass sich Wünsche der Kirchengemeinden nicht immer zeitnah realisieren lassen, hängt dabei selbstverständlich auch von der jeweiligen Finanzkraft einer Kirchengemeinde ab.

Kirche+Leben: Der Abriss von Kirchen reißt tiefe Wunden. Was wird getan, das zu  vermeiden?

Wendel: Einer solchen Entscheidung gehen intensive und mitunter langwierige Beratungsprozesse voraus. Das hängt zum einen mit der emotionalen Auseinandersetzung in der Kirchengemeinde und ihren Gremien zusammen und auf der anderen Seite mit der Vielzahl der Beteiligten. So ist die Kommune mit ins Boot zu holen, da ihr die Planungshoheit und damit die politische Verantwortung für die Stadtentwicklung obliegt. Wir prüfen, inwieweit wir pastorale Nutzungen an Standorten zusammenziehen können. Hier ergeben sich Möglichkeiten der Integration zum Beispiel von Pfarrheimflächen neben dem Erhalt verkleinerter Sakralräume in unseren Kirchen oder Kapellen. Sofern die Gebäudestruktur gute bauliche Voraussetzungen bietet, sind wir um Folgenutzungen profaner Art bemüht. Im Bistum gibt es bereits gute Beispiele an Standorten wie in Bocholt, Dülmen, Herten, Marl oder in Münster.

Kirche+Leben: Gibt es im Bistum eine grundlegende Konzeption im Umgang mit Immobilien?

Wendel: In Abstimmung mit der Hauptabteilung Seelsorge analysieren wir die seelsorglichen Rahmenbedingungen und die Gebäudesituation in den Kirchengemeinden in regelmäßig stattfindenden Gesprächen. Die Bistumsleitung ist in diese Prozesse selbstverständlich involviert. Wir haben keinen Masterplan in der Schublade, der im Bistum dann umgesetzt werden müsste. Dafür sind die zu berücksichtigenden Zusammen-hänge und Strukturen unserer Gemeinden zu komplex. Allerdings sehen wir Prioritäten bezüglich des Erhalts unserer Kirchen und Kapellen. Sind sie doch unser baugeschichtliches Kulturgut. Das lässt sich jedoch nicht für jeden Standort durchhalten, sodass wir gerade in den größeren Siedlungszusammenhängen die Verfügbarkeit von Kirchenstandorten diskutieren.

Mehr zum Thema im Internet:

  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.bistum-muenster.de/AbteilungBauwesen

Interview: Jürgen Kappel in Kirche+Leben | Foto: Michael Bönte
26.01.2012

    1. Immobilienkonzept in einer Großpfarrei

Namen und Nachrichten

Personalveränderungen im Bistum.

Mittwoch ist Chatzeit

Am Mittwoch zwischen 20.30 und 21.30 Uhr im Chat: Diakon Holger Meyer.

Wir beten für Sie!

KLOSTERFÜRBITTE im Monat Mai: St.-Franziskus-Haus in Nordwalde.

Das aktuelle VIDEO...

Grüße vom Katholikentag (1): Aufbruch gelingt ...

Landvolkshochschule

Mit einem Festakt wurde der langjährige Direktor der Landvolkshochschule "Schorlemer Alst", Johannes K. Rücker, in den Ruhestand verabschiedet.

Kommunionempfang

Erzbischof Robert Zollitsch setzt sich weiterhin dafür ein, dass Katholiken auch nach Scheidung und Wiederheirat die Kommunion empfangen können.

Bibelarbeit

Unterwegs nach Emmaus: Kleopas und sein Freund.

Wohnungsnotfallhilfe

In einer Wohnung oder einem Haus zu wohnen, ist für Jeden selbstverständlich und lebensnotwendig.

Heilige und Selige

Das Bistum Münster kann auf viele Frauen und Männer zurückblicken, die ein herausragendes Zeugnis für den christlichen Glauben abgelegt haben.

Neues Seelsorgekonzept

Im Bistum Münster wird derzeit ein neuer Diözesanpastoralplan erstellt. Er soll Schwerpunkte der Seelsorge benennen. Ein erster Entwurf steht zum Herunterladen bereit.

Glaubenswissen

Frömmigkeit - Gesamthaltung des gläubigen Menschen vor Gott.

Bischof Felix Genn

Sein Leben – sein Wirken – seine Texte.

Dossier: Maria

Maria ist die Mutter Jesu Christi - und hat daher eine besondere Stellung im christlichen Glauben.

Durch das Jahr

Liturgie und Brauchtum zu Pfingsten: Ein wenig Geist und viel Frühling.

Sterbebegleitung

Wann beginnt das Sterben? Was erwartet mich auf meinen letzten Wegen vor dem Tod? Kann ich mich und meine Verwandten auf diese Wege vorbereiten?

Verbände

Christliche Arbeiter-Jugend.

Marienmonat

Als schönster Monat des Jahres soll der Mai der "schönsten aller Frauen" geweiht sein. Maialtäre und Maiandachten entstammen einer barocken Frömmigkeitstradition.

Glaubens-ABC

Marienverehrung: Magd des Herrn

Ehegericht

Mit seinen rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beschäftigt sich Offizial Kurt Schulte größtenteils mit so genannten Ehenichtigkeitskeitsverfahren.

Heiligenlexikon

30. Mai: Heilige Johanna von Orléans.

Service für Sie

RSS-Feed Topnews

Öffnet internen Link im aktuellen FensterNewsticker für Ihr Web

Spruch des Tages

Wenn man Spaß an einer Sache hat, dann nimmt man sie auch ernst.
Gerhard Uhlenbrock

Reden, Fragen, Antworten finden

im "Haus der Seelsorge" hat man ein offenes Ohr für Sie


Seelsorger im Mai:
Pfarrer Martin Weber.

Seelsorger/-innen

Haus der SeelsorgeHaus der Seelsorge

Heiligenlexikon in "kirchensite.de"

im Heiligenkalender können Sie nach Monaten blättern. Oder wählen Sie hier nach Buchstaben aus:

 

Kontakt

  kirchensite-Redaktion:
  redaktionkirchensite.de

  Lebenshilfe+Seelsorge: 
  Martin Weber
  weberkirchensite.de

  Technik:
  technikdialogverlag.de

Dialogversand