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25.07.2016
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Alois Glück

Alois Glück, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), war zu Gast beim Neujahrsempfang des Diözeösankomitees der Katholiken im Bistum Münster.

Empfang des Diözesankomitees mit Preisverleihung für Ehrenamtliche

Glück: Aufbruch in Kirche und Gesellschaft wagen

Bistum. Zu einem mutigen Aufbruch in Kirche und Gesellschaft hat der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, aufgerufen. Derzeit gebe es die "historische Aufgabe" eine zukunftsfähige Kultur zu entwickeln, deren "Leitstern" die Nachhaltigkeit sein müsse.

Dies erklärte Glück am Samstag (14.01.2012) in Münster beim Neujahrsempfang des Diözesankomitees der Katholiken im Bistum Münster. Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch vier Einzelpersonen, Gruppen und Projekte durch die münstersche Bistumszeitung "Kirche+Leben" und die Diözese Münster mit dem "Dialogpreis für gute Taten" ausgezeichnet. Bischof Felix Genn lobte deren Engagement nachdrücklich.

"Heutige Lebensweise nicht zukunftsfähig"

Die heutige Lebensweise ist nach Glücks Worten aus ökologischen, ökonomischen und sozialen Gründen "nicht zukunftsfähig". Erforderlich sei eine "neu belebte Kultur der Verantwortung": für sich selbst, die Mitmenschen, das Gemeinwesen und für künftige Generationen. Dabei solle der Faktor Nachhaltigkeit bestimmend sein, meinte der ZdK-Präsident. Diese Entwicklungen "werden immer von engagierten Minderheiten geprägt", sagte Glück. "Wir brauchen engagierte Menschen, engagierte Christen."

Die Preisträger des Dialogpreises 2011 beim Gruppenfoto mit Bischof Felix Genn.

Eingehend ging Glück auch auf die Veränderungen in der katholischen Kirche ein. Durch "die bitteren Erfahrungen mit dem sexuellen Missbrauch in unserer Kirche" habe sich die Situation für diese verändert. Es gelte Vertrauen zurück zu gewinnen. Die entscheidenden Fragestellungen für die Entwicklung der katholischen Kirche in Deutschland reichten allerdings weit über das Thema Missbrauch und die Reizthemen wie etwa Zölibat oder kirchliche Soziallehre hinaus: "Die Sozialgestalt der Kirche wird sich schon im nächsten Jahrzehnt erheblich verändern."

Geistliche Erneuerung und strukturelle Veränderungen

Nötig ist nach Meinung von Glück ein Aufbruch im Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965). Das ZdK verstehe den dafür erforderlichen Dialog innerhalb der Kirche und mit der Welt nicht als ein "Alles-in-Frage-stellen". Wörtlich meinte er: "Wir verstehen Dialog als Hinhören, Zuhören und vor allem als Bereitschaft, sich auch selbst zu verändern." Es gebe auch keinen Gegensatz zwischen geistlicher Erneuerung und notwendigen strukturellen Veränderungen.

"Mit strukturellen Veränderungen allein werden wir nichts Entscheidendes verändern, aber die Strukturen und die Sozialgestalt der Kirche sind prägend für ihre innere Entwicklung, für ihre innere Lebendigkeit und für ihre Ausstrahlungskraft." Ausgangsvoraussetzung für "eine lebendige, einladende und anziehende Kirche" ist eine gute Gesprächskultur, wie der langjährige CSU-Politiker ausführte.

100 Rückmeldungen auf Pfingstbrief

Die Notwendigkeit eines innerkirchlichen Austausches stellte auch die Vorsitzende des Diözesankomitees der Katholiken, Notburga Heveling, heraus: Auf die Frage, wie es heute gelingen könne, als Christ in einer sich rasant wandelnden Welt zu leben, habe keiner allein eine passende Antwort. Deshalb "brauchen wir den Dialog". Sie verwies auf die Resonanz auf den 2011 im so genannten "Pfingstbrief" gegebenen Anstoß zum innerkirchlichen Austausch. Das Echo zeige wie dringend es sei, "dass verschiedene Themen endlich angepackt werden". Bis Jahresende 2011 habe es dazu 100 Rückmeldungen aus Gemeinden und Verbänden im nordrhein-westfälischen Teil des Bistums gegeben.

Drei Vertreter von Gemeinden und Verbänden gaben schließlich in einem kurzen Gespräch "schlaglichtartig und exemplarisch" einen Eindruck von Diskussionen über den "Pfingstbrief", "wobei es sich nur um einen subjektiven Ausschnitt aus einem breiten Antwortenspektrum handelt", wie Heveling erläuterte.

Messe in Überwasser

Vor dem Empfang hatte Bischof Felix Genn in der Überwasserkirche einen festlichen Gottesdienst gefeiert. Darin hatte er "Dialog" als "Grundwort des Glaubens" bezeichnet.

Es müsse darum gehen, die Tiefendimension dieses Wortes näher zu erfassen: Gott trete in den Dialog mit den Menschen ein und ermutige sie zum Aufbruch. Genn verwies darauf, dass es darum gehe, im Dialog den anderen als Person zu finden.

Dialogpreis für gute Taten 2011

Vier Mal wurde beim Neujahrsempfang der "Dialogpreis für gute Taten" des Bistums Münster verliehen. Bischof Felix Genn, die Diözesankomitee-Vorsitzende Heveling und der Chefredakteur der Bistumszeitung "Kirche+Leben", Hans-Josef Joest, überreichten die Preise.

Die Preisträger des "Dialogpreises für gute Taten 2011" sind:

  • Der Mehr-Generationen-Chor St. Gertrud aus Lohne im Offizialatsbezirk Oldenburg, der junge und ältere Sängerinnen und Sänger zum gemeinsamen Musizieren zusammenführte.
  • Die Geschichtswerkstatt Rheine-Mesum (Kreis Steinfurt), die Gräber von verstorbenen Zwangsarbeitern und deren Kinder aus der Nazizeit wieder in Ordnung brachte.
  • Der Friseur Jens Sonnabend und seine Mitstreiter aus Münster, die es durch eine Spendenaktion 120 Kindern und Jugendlichen des Vinzenzwerkes ermöglichte, ins Euro-Disney-Land nach Paris zu fahren.
  • Heidi Göbel und die Malteser in Dorsten (Kreis Recklinghausen), die regelmäßig einen "Wohlfühl-Nachmittag" für pflegende Angehörige auf die Beine stellen, um ihnen bei Kaffee und Kuchen einige Stunden Entspannung zu bieten und Erfahrungen austauschen zu können.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterVIDEOS: "Dialogpreis für gute Taten 2011" (14.01.2012)
  2. undefinedFOTOS: Die Dialogpreisträger 2011 im Bild (16.01.2012)
  3. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDokumentiert: Predigt von Bischof Genn beim Neujahrsempfang des Diözesankomitees (14.01.2012)
  4. Öffnet internen Link im aktuellen FensterVier Dialogpreise für gute Taten 2011 (12.01.2012)
  5. Öffnet internen Link im aktuellen FensterBistumshandbuch: Diözesankomitee der Katholiken

Mehr zum Thema im Internet:

  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.dioezesankomitee.de

Text: pd | Foto: Michael Bönte
14.01.2012

    1. Bistumshandbuch: Diözesankomitee der Katholiken im Bistum Münster

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