
Aufeinander zugehen, miteinander handeln: Detail der "Dialog-Skulptur", die jeder Dialogpreisträger erhält.
Bistum und Kirche+Leben würdigen ehrenamtliches Engagement
Vier Dialogpreise für gute Taten 2011
Bistum. Zum elften Mal verleihen "Kirche+Leben" und das Bistum Münster den "Dialogpreis für gute Taten". Ausgezeichnet werden vier Preisträger für vorbildliches ehrenamtliches Engagement – stellvertretend für viele weitere engagierte Christen. Die Preisverleihung findet beim Neujahrsempfang des Diözesankomitees der Katholiken an diesem Samstag (14.01.2012) in Münster statt.
56 Kandidatinnen und Kandidaten hatten die Redakteurinnen und Redakteure von "Kirche+Leben" auf die Liste der Jury gesetzt – 56 Geschichten, die im vergangenen Jahr in der Wochenzeitung im Bistum Münster zu lesen waren. Die Jury, bestehend aus Mitgliedern des Diözesankomitees und der Redaktion, hat nun vier Preisträger bestimmt.
Die Dialog-Skulptur der Redaktion und je 500 Euro vom Bistum für weitere gute Taten erhalten diesmal:
- der Projektchor der St.-Gertrud-Gemeinde in Lohne (Offizialatsbezirk Oldenburg), in dem Großeltern und Enkel die Lieblingslieder der jeweils anderen Generation mitgesungen haben,
- die Geschichtswerkstatt Mesum (Kreisdekanat Steinfurt), deren Mitglieder sich im Gedenken von sowjetischen Zwangsarbeitern in dem Ort engagieren,
- Jens Sonnabend aus Münster, der mit Unterstützung der Kunden seines Friseursalons 120 Kindern und Jugendlichen des Vinzenzwerks Handorf eine Bustour nach Paris ermöglichte,
- Heidi Göbel und die Malteser in Dorsten (Kreisdekanat Recklinghausen), die pflegenden Angehörigen zeitweise Entlastung bieten.
Als Festredner beim Neujahrsempfang des Diözesankomitees wird der Präsident des Zentralkomitees der Katholiken, Alois Glück, zum Thema des Katholikentags im Mai "Einen neuen Aufbruch wagen" sprechen.
Die Preisträger 2011:
Generationen-Chor St. Gertrud Lohne
Geschichtswerkstatt Mesum
Jens Sonnabend aus Münster
Heidi Göbel und die Malteser in Dorsten
Grundidee: Der Dialogpreis
Seit 2002 zeichnen "Kirche+Leben" und das Bistum Münster jährlich Gruppen und Einzelpersonen für vorbildliches ehrenamtliches Engagement mit dem "Dialogpreis für gute Taten" aus, über die im Vorjahr in der Bistumszeitung berichtet wurde. Die Preisträger erhalten im Rahmen des Neujahrsempfangs des Diözesankomitees der Katholiken – in diesem Jahr am 14. Januar – von Bischof Felix Genn je 500 Euro für ihr Projekt und von der Redaktion die "Dialog-Skulptur". 57 Gruppen und Einzelpersonen wurden in den letzten zehn Jahren mit dem "Dialogpreis" ausgezeichnet.
Die Dialogskulptur
Mönche aus der Abtei Königsmünster im Sauerland haben die Dialog-Skulptur eigens entworfen und in der Klosterschmiede aus Edelstahl geschaffen. Kunstschmiede-Meister Pater Abraham deutet die Aussage der Skulptur so: "Menschen treten aus dem Schatten der Anonymität auf andere zu und begegnen sich. Dabei entsteht das menschliche Lebenshaus. Gemeinschaft ermutigt und stärkt, stützt zugleich den Einzelnen. Die Berührung der beiden zeigt: Ich lasse mich berühren und bewegen – und ich traue und mute das auch anderen zu. Beide sind in Bewegung gehalten."
Die Dialogpreis-Jury
56 Geschichten aus "Kirche+Leben"-Ausgaben des vergangenen Jahres haben die Redakteurinnen und Redakteure vorgeschlagen – und damit 56 Dialogpreis-Kandidaten. In der Jury haben für das Diözesankomitee der Katholiken im Bistum Münster dessen Vorsitzende Notburga Heveling und Imke Sievers ihre Stimmen abgegeben, für die "Kirche+Leben"-Redaktion deren stellvertretende Chefredakteurin Annette Saal und die Redakteure Johannes Bernard, Markus Nolte und Michael Rottmann. In den letzten zehn Jahren musste die Jury über knapp 700 Kandidaten entscheiden.
Text: mn | Foto: Michael Bönte in
Kirche+Leben
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