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23.05.2012
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Präses Buß bei der Feier des ökumenischen Pfingstmontags 2011 auf dem Domplatz in Münster.

Präses Buß bei der Feier des ökumenischen Pfingstmontags 2011 auf dem Domplatz in Münster.

Präses Buß:

Keine größere Nähe zu Katholiken in absehbarer Zeit

Bielefeld. Zum Auftakt der Synode der Westfälischen Kirche hat der scheidende Präses Alfred Buß den Willen zur Ökumene betont. Die Protestanten würden nicht nachlassen, die von Christus vorgegebene Einheit der Kirche zu suchen, sagte er am Montag (14.11.2011) in seinem Grundsatzbericht vor dem in Bielefeld tagenden Kirchenparlament.

Allerdings sei eine größere Nähe mit der römisch-katholischen Kirche in absehbarer Zeit nicht wahrscheinlich. Auch die gleichberechtigte Beteiligung von Frauen am geistlichen Amt werde wohl kein Thema sein.

"Ökumene der Gaben"

Die evangelische Kirche versteht sich laut Buß als die katholische Kirche, die vor 500 Jahren durch die Reformation gegangen sei. Er plädierte für eine "Ökumene der Gaben", in der sich die Konfessionen gegenseitig mit ihren Traditionen beschenken. "Wir sind Schwesterkirchen", betonte der Präses. Trotz unterschiedlicher Akzente "haben wir gemeinsam etwas zu sagen". Die evangelische Kirche könne aber nicht durch die Unterordnung unter den Papst definiert werden. Kennzeichnend sei vielmehr die Orientierung an der Bibel.

Weiter plädierte der Präses in seinem Bericht für weitere Schritte hin zu einer Energiewende. Das Abschalten von Atomanlagen reiche nicht aus. Der Umstieg auf erneuerbare Energieträger werde Widerstand hervorrufen, wenn etwa Speicherseen oder Überlandleitungen gebaut werden müssten.

Wertschätzender Umgang mit Lebensmitteln

Zudem mahnte Buß einen wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln an und kritisierte Spekulationsgeschäfte, die Nahrungspreise künstlich in die Höhe treiben. "Auf der einen Seite stehen prächtige Gourmettempel, auf der anderen Seite landen Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll", bemängelte der Präses.

Die Synode der Westfälischen Kirche tagt bis Freitag. Am Mittwoch wählt das Kirchenparlament eine neue Präses; es kandidieren die Soester leitende Pfarrerinnen Angelika Weigt-Blätgen (56) und die Siegener Superintendentin Annette Kurschus (48). Buß geht nach acht Jahren an der Spitze der viertgrößten Landeskirche in Deutschland zum 1. März 2012 in den Ruhestand.

Die Landessynode, das höchste leitende Gremium der westfälischen Kirche, kommt einmal jährlich zusammen. Es zählt 212 Mitglieder und vertritt 522 Gemeinden.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

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Mehr zum Thema im Internet:

  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.evangelisch-in-westfalen.de

Text: Öffnet externen Link in neuem FensterKNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Johannes Bernard
15.11.2011

    1. Annette Kurschus neue evangelische Präses in Westfalen

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