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23.02.2012
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Frech-Projekt.

Hoffen auf einen Erfolg des Projekts "Frech": Gabriele Kranemann, Leiterin der Fabi Werne, Ida Kramer, kfd Dekanat Werne, Ulla Kintrup-Limbrock, Diözesanreferentin, Gisela Budde, Kreisdekanatsteamsprecherin der kfd, Christel Bräutigam, kfd Dekanat Dülmen, Irmgard Neuß, Leiterin der Familienbildungsstätte Dülmen (v.l.).

Frauen ergreifen Chancen: "Frech"

Neue Zusammenarbeit von KFD und Familienbildung

Dülmen/Werne/Münster. Die Katholische Frauengemeinschaft und die Familienbildungsstätten in Dülmen und Werne sowie das Haus der Familie in Münster arbeiten in der ehrenamtlichen und beruflichen Qualifizierung zusammen.

Frauen ergreifen Chancen, oder kurz: "Frech". Unter diesem Titel haben der Bundesverband der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschland (KFD) und die Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Einrichtungen der Familienbildung (BAG) ein gemeinsames Paket zum diesjährigen europäischen Jahr des Ehrenamts geschnürt. Acht Familienbildungsstätten in fünf Bistümern nehmen an der Pilotphase von "Frech" teil.

Beruflich oder fürs Ehrenamt qualifizieren

Im Bistum Münster sind es die Familienbildungsstätten in Dülmen und Werne sowie das Haus der Familie in Münster. Die Zusammenarbeit sieht vor, unterschiedliche Angebote der Familienbildungsstätten, in denen sich Frauen beruflich oder fürs Ehrenamt qualifizieren können, zu einem vergünstigten Preis für Mitglieder der KFD anzubieten. "Die Teilnahmegebühr reduziert sich für die Frauen um 50 Prozent, aber maximal um 30 Euro", erklärt Irmgard Neuß, Leiterin der Familienbildungsstätte Dülmen und Mitglied im Leitungsteam der BAG in Düsseldorf.

Frauen könnten sich beispielsweise zu Tagesmüttern, zu Senioren- und Demenzbegleitern oder zur Vorlesepatin qualifizieren. Refinanziert wird diese Vergünstigung sowohl über den Bundesverband der KFD als auch über die Familienbildungsstätten.

"Alle gewinnen"

"Alle Beteiligten gewinnen bei diesem Projekt", ist sich Neuß sicher. "Die Teilnehmerinnen erlangen für sich eine Qualifikation. Die KFD kann neue Mitglieder über die Familienbildungsstätten werben. Und die Familienbildungsstätten sprechen neue Teilnehmergruppen an."

Mit dieser Vernetzung gehen die beiden Institutionen an ihre gemeinsamen Wurzeln zurück. "Es waren KFD-Frauen, die Anfang des 20. Jahrhunderts die ersten Mütterschulen – die heutigen Familienbildungsstätten – für die Fortbildung von Frauen gegründet haben", erklärt Heide Mertens, zuständig beim KFD-Bundesverband für das Projekt "Frech".

"Auf dem Lebensweg weiterkommen"

Die frühere Kooperation sei aus unterschiedlichen Gründen auseinandergedriftet. "Aber wir hoffen, dass viele Frauen die Familienbildung über die Kooperation für sich entdecken und auf ihrem Lebensweg weiterkommen", sagt Mertens. Nach Abschluss der Pilotphase können weitere Einrichtungen an dem Projekt teilnehmen.

Text: Michaela Kiepe | Foto: pd
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