Caritas vor Ort
Strukturreformen in Pfarreien mitgestalten
Bistum. Die Caritas im Bistum Münster will die Strukturreformen in den Pfarreien aktiv mitgestalten. Dieses Ziel werde in den kommenden drei Jahren "hohe Wichtigkeit haben und mit Priorität angegangen", sagte Diözesan-Caritasdirektor Heinz-Josef Kessmann. Während Kirchengemeinden sich zentralisierten, sei bei der Caritas zu beobachten, dass sie Hilfe verstärkt dezentral anbiete: "Caritas kommt den Menschen näher."
Die sozialräumliche Ausrichtung der Arbeit sei zwar nichts Neues für die Caritas. Sie gewinne aber wegen des Rückzugs der Kirchengemeinden aus der Fläche und der Diskussion um "Quartiersarbeit" eine neue Qualität, sagte Kessmann vor Delegierten des Diözesan-Caritasverbands. Die Delegierten vertreten die 50 Ortsverbände der Caritas, des Sozialdienstes katholischer Frauen, des Sozialdienstes katholischer Männer sowie der diözesanen Arbeitsgemeinschaften.
Schwerer werde es, angesichts stetiger Sparbemühungen die Qualität zu halten. Immer häufiger müssten Klienten Leistungen teilweise oder ganz selbst bezahlen. "Qualität bewusst machen – Transparenz schaffen" ist Kessmanns Angaben zufolge deshalb ein weiteres angestrebtes Ziel seines Verbands.
Es gelte unter anderem, Angebote zu schaffen, die der unterschiedlichen Bereitschaft und Fähigkeit der Selbstzahler entsprächen. Gleichzeitig müsse durch Offenlegen der Zahlen deutlich gemacht werden, dass die Caritas über kein Vermögen verfüge, mit dem sich Kürzungen ausgleichen ließen.
Nachwahlen wurden erforderlich wegen des Ausscheidens von Mitgliedern aus den Gremien des Diözesan-Caritasverbands: In den Caritasrat wurde Martina Wilke gewählt, Vorsitzende des SkF Lüdinghausen und der Diözesan-Arbeitsgemeinschaft des SkF. In die Beitragskommission des Verbands wurden Chrsitine Struve und Christoph Weß gewählt.
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Text: jjo in
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