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23.05.2012
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Die beiden Kandidaten legten sich zum Zeichen ihrer vollen Hingabe ausgestreckt vor den Altar.

Die beiden Kandidaten legten sich zum Zeichen ihrer vollen Hingabe ausgestreckt vor den Altar.

"Vom Auferstandenen ergreifen lassen"

Heilenkötter und Reuther zu Diakonen geweiht

Bistum. "Nimm hin das Evangelium Christi. Was du liest, ergreife im Glauben, was du glaubst, das verkünde, und was du verkündest, das erfülle im Leben." Jenes Wort aus der Weiheliturgie sollte für Marc Heilenkötter und Markus Reuther für ihre Diakonenweihe ganz zentrale Bedeutung haben. An diesen Worten, die die beiden Priesteramtskandidaten auf ihre Einladungen zur festlichen Liturgie am vergangenen Sonntag (08.05.2011) im münsterschen Paulusdom geschrieben hatten, werde die Tiefendimension des Dienstes eines Diakons deutlich, betonte Bischof Felix Genn in seiner Predigt.

André Pollmann, Subregens des Priesterseminars Borromäum, rief zu Beginn des Pontifikalamtes vor dem Bischof die beiden Kandidaten auf: Marc Heilenkötter stammt aus der Pfarrgemeinde St. Pankratius in Buldern. Zuletzt absolvierte er sein obligatorisches Gemeindejahr in der Gemeinde Heilig Kreuz in Rheine. Dort wird er nun auch ein Jahr lang als Diakon wirken, ehe er Pfingsten 2012 zum Priester geweiht werden wird.

Amt zum Wohl des christlichen Volkes ausüben

Markus Reuthers Heimatgemeinde ist St. Josef in Moers, sein Gemeindejahr führte ihn in die Pfarrei St. Otger in Stadtlohn. Beide haben Studien der Theologie und der Philosophie erfolgreich hinter sich gebracht. Im Ritus der Diakonenweihe erklärten Heilenkötter und Reuther sich bereit, ihr Amt als zuverlässige Mitarbeiter des Bischofs und der Priester zum Wohl des christlichen Volkes auszuüben. Sie gelobten, ehelos zu leben, das Stundengebet der Kirche zu verrichten und sich besonders den Armen und Notleidenden zuzuwenden.

Gerade den Blick für die Armen legte Bischof Felix Genn den beiden Mitbrüdern während seiner Predigt ans Herz. "Ich bitte Sie zu schauen, wo diejenigen sind, die Jesus am meisten geliebt hat: die Armen", sagte der Bischof. Er ermunterte Heilenkötter und Reuther, sich immer neu von der Botschaft des Auferstandenen ergreifen zu lassen. Diese Botschaft, die ihnen in die Hände gelegt werde, habe seit den Tagen der Apostel, in dessen Tradition jeglicher Dienst der Kirche stehe, Menschen aus ihren gewohnten Umgebungen herausgeführt.

"Schweigendes Hören" üben

Wie für die Jünger von Emmaus sei auch für die heutigen Christen die Botschaft von der Auferstehung oftmals nicht unmittelbar zugänglich. Weil sich die Emmausjünger aber auf ihn einließen, konnte ihnen das Herz brennen, erklärte Bischof Genn. Nach einer Weisung des seligen Papstes Johannes Paul II. empfahl er den neugeweihten Diakonen, sich im "schweigenden Hören" zu üben. Die anwesenden Gläubigen bat er, die beiden Diakone anzunehmen und mit ihnen gemeinsam einen Weg christlichen Lebens zu gehen.

 

Bischof Felix Genn mit den beiden neu geweihten Diakonen.

Bischof Felix Genn mit den beiden neu geweihten Diakonen.

In der Heiligenlitanei wurden die Heiligen zur Fürbitte angerufen. Die beiden Kandidaten legten sich zum Zeichen ihrer vollen Hingabe ausgestreckt vor den Altar. Beiden legte Bischof Felix Genn schließlich die Hände auf. Als äußere Zeichen des diakonalen Amtes wurden der 34-jährige Heilenkötter und der 27 Jahre alte Reuther mit Stola und Dalmatik bekleidet. Der Bischof überreichte ihnen das Evangeliar.

Das Pontifikalamt fand unter großer Beteiligung der Familien, Freunde und Weggefährten der beiden Diakone, aber auch zahlreicher Priester der Diözese statt. Gemeinsam mit dem Bischof zelebrierten die vier Priester, die in den zurückliegenden Jahren für die Ausbildung der Kandidaten neben dem Studium verantwortlich waren: der Regens des Priesterseminars, Andreas Tapken und Subregens André Pollmann sowie die beiden Spirituale Michael Höffner und Paul Deselaers. Die Schola des Priesterseminars Borromäum ließ am Ende des Gottesdienstes mit dem Gesang des Magnificat von Martin Schraufstetter die Freude der Beteiligten noch einmal spürbar werden.

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