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10.12.2018
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Schwester Herbertis Lubek referierte.

Schwester Herbertis Lubek referierte.

Schwester Herbertis Lubek referierte beim Ordensforum

Von Gewohnheiten, Süchten und Krankheiten

Bistum. Das Thema "Suchtkrank – was ist das eigentlich?" beleuchtete Schwester Herbertis Lubek beim Ordensforum des Bistums Münster am Samstag (09.04.2011) in Münster. Dabei versuchte die Mauritzer Franziskanerin, "Klarheiten in das Thema zu bringen, um Differenzierungen deutlich zu machen".

Alles, was man übertreiben könne, werde Sucht genannt, sei es Spielsucht, Schlafsucht, Lesesucht oder vieles andere. Davon zu unterscheiden seien "stoffgebundene Abhängigkeiten" von Alkohol, Medikamenten oder Drogen. "Jede Richtung menschlichen Interesses, jede menschliche Tätigkeit, jedes Streben, jeder Genuss kann 'süchtig' entarten und entgleiten", sagte Lubek.

Allerdings scheine der Suchtbegriff auch dazu zu dienen, nahezu alle Verhaltensweisen als krankhaft zu beschreiben. Alles, was jemand leidenschaftlich, konsequent, ausdauernd und unermüdlich tue, laufe Gefahr, zur Sucht erklärt zu werden. Das führe zur "Inflation des Suchtterminus", sagte die Referentin. Es sei aber zu unterscheiden, was "Gewohnheit" sei – etwa das gelegentliche Glas Wein am Abend oder die Zigarette nach dem Essen – und was Sucht.

Klar abzugrenzen seien Krankheiten mit süchtigem Verhalten. Zu "exzessiven Verhaltensweisen" oder "süchtiger Entartung" eines Tuns gehörten beispielsweise Kauf-, Sport- oder Internetsucht. Sie kennzeichneten sich dadurch, dass der Betroffene nicht mehr ohne dieses Verhalten leben könne und sich und anderen Menschen schade. Auch Essstörungen gehörten in diese Kategorie. So sei Magersucht keine Sucht, sondern eine psychosomatische Krankheit.

Das Beispiel Alkoholismus

Als Beispiel für eine Abhängigkeit führte Schwester Herbertis Lubek den Alkoholismus an. Bei einer Abhängigkeitskrankheit werde der Betroffene abhängig von einem wesensverändernden Suchtmittel. Die Alkoholsucht beginne unauffällig, die Menge und Häufigkeit des Alkoholkonsums nehme schleichend zu, der Kontrollverlust wachse. Dabei habe die Erkrankung nichts mit "Willensschwäche" zu tun.

Der Alkoholismus könne mehrere Ursachen haben – seelische (Reaktion auf belastende Dauerzustände), soziale (Nähe zum Alkohol im Beruf und Umwelt), spirituelle (Glaubens- und Sinnverlust) oder auch eine körperliche, da es eine genetische Voraussetzung zur Alkoholkrankheit gebe. Heilbar sei die Erkrankung nicht, Abstinenz könne sie nur zum Stillstand bringen. Um dies zu erreichen, müsse der Erkrankte sich eingestehen, dass er abhängig sei, "sich mit der Krankheit aussöhnen", sagte Schwester Herbetis Lubek.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Orden

Text: Marina Todzi | Foto: Marina Todzi
11.04.2011

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