Erster Geistlicher Abend zur Fastenzeit im Paulusdom
Das Buch Exodus und die Gegenwartsliteratur
Bistum. Unter dem Titel "Exodus – Aufbruch vom Tod zum Leben" stehen die Geistlichen Abende zur Fastenzeit 2011 im St.-Paulus-Dom in Münster. Am Mittwoch (16.03.2011) begann die Reihe zu dem biblischen Buch, dessen zentrales Thema das rettende Eingreifen Gottes und der Bund mit seinem auserwählten Volk ist – vom Christentum als Fingerzeig auf das Erlösungswerk Jesu interpretiert.
Wie die Bischöfliche Pressestelle am Donnerstag (17.03.2011) mitteilte, trugen Ensemblemitglieder der Städtischen Bühnen Münster um Oberspielleiter Markus Kopf ausgewählte Exodus-Stellen vor – und Beispiele für eine Entfaltung des Themas in der Gegenwartsliteratur. Den Anfang machte die Geschichte, wie Mose und Aaron die Israeliten hinter sich sammeln und furchtlos das Gespräch mit dem ägyptischen Pharao suchen. Literarische Parallelen stammten aus dem Buch "Paradiesstraße" von Ulla Lachauer und aus George Steiners "Von realer Gegenwart". Als Zweites war die Exodus-Stelle zu hören, in der Gott verheißt, er werde sein Volk aus der Sklaverei erretten. Einen drastischen Kontrast dazu stellten drei Texte jugendlicher Deportierter aus dem nationalsozialistischen Konzentrationslager Theresienstadt im heutigen Tschechien dar.
Der dritte biblische Text schilderte laut Angaben die Einsetzung des Paschafestes und das Gebot der ungesäuerten Brote. Dazu wurde aus Harald Müllers Drama "Totenfloß" und aus Joseph Roths Roman "Hiob" gelesen. Als Viertes war der Durchzug durch das Schilfmeer zu hören. Dazu fügte sich ein Stück aus dem Roman "Früchte des Zorns" des Amerikaners John Steinbeck. Thomas Schmitz spielte an der Domorgel, Gereon Voß an den Percussionsinstrumenten.
Mehr zum Thema in kirchensite.de:
Geistliche Abende in der Fastenzeit (14.03.2011)
Bistumshandbuch: St.-Paulus-Dom
Dossier: Fasten- und Osterzeit
Mehr zum Thema im Internet:
Text: pd, jjo
17.03.2011
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