
Weihbischof em. Heinrich Janssen begeht sein Goldenes Priesterjubiläum.
Weihbischof em. Janssen begeht sein Goldenes Priesterjubiläum
Ein menschenzugewandter Seelsorger
Kevelaer / Münster. Er gilt seit vielen Jahrzehnten als menschenzugewandter Seelsorger und exzellenter Prediger. Er war ein kenntnisreicher Kirchenmanager und Humor und Schlagfertigkeit begleiten ihn auch im fortgeschrittenen Lebensalter: Der emeritierte Weihbischof Heinrich Janssen begeht heute (02.02.2011) sein Goldenes Priesterjubiläum, wie die Bischöfliche Pressestelle mitteilte. Am Sonntag (06.02.2011) zelebriert Janssen um 10 Uhr ein Pontifikalamt in der Marienbasilika in Kevelaer, anschließend ist ein Empfang im Petrus-Canisius-Haus.
Den 78-Jährigen kann man aufgrund seiner langjährigen Erfahrung getrost als "alten Hasen" bezeichnen. Er war als Regionalbischof bis Sommer vergangenen Jahres "zuständig" für die Bistumsregion Niederrhein. Als gebürtiger Kevelaerer kannte er seine Region stets aus dem "Eff-Eff". Im Ruhestand zog es ihn dann von Xanten zurück in die angestammte Heimat.
Der Glaube hat Tradition in den niederrheinischen Gemeinden mit ihren über 400.000 Katholiken, die Janssen regelmäßig bei seinen Reisen besuchte. Der Regionalbischof konnte den Menschen nahe sein, wenn er sich etwa mit den um ihren Arbeitsplatz kämpfenden Bergleuten solidarisierte oder den von der landwirtschaftlichen Strukturkrise gebeutelten Bauern zur Seite stand. Auch der Schutz des menschlichen Lebens in allen Phasen seiner Existenz war ihm ein besonderes Anliegen.
Für viele war Janssen "unser Bischof"
Von "unserem Bischof" sprachen die Jugendverbände im Bistum. Als Junge war Heinz Janssen selbst Pfadfinder und blieb den Jugendverbänden im BDKJ eng verbunden. Über viele Jahre war er stellvertretender Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz. Zu seinen vielfältigen Aufgabenfeldern gehörte auch die Seelsorge im Bundesgrenzschutz (BGS), für die ihn die Bischofskonferenz beauftragt hatte.
Janssen wurde am 13. Oktober 1932 im größten Wallfahrtsort der Diözese, in Kevelaer, geboren. Die enge Verbundenheit mit seiner niederrheinischen Heimat zeigt sich in seinem Bischofswappen: Neben dem Wahlspruch "Suchet, wo Christus ist" und dem Rad des heiligen Nikolaus von Flüe enthält es auch das Wappen des Bischöflichen Gymnasium Gaesdonck bei Goch, das Janssen besuchte. Am 2. Februar 1961, vor 50 Jahren, wurde er in Münster zum Priester geweiht. Bis 1965 war er Kaplan in der Dreifaltigkeits-Gemeinde in Münster, anschließend bis 1971 Spiritual am Collegium Ludgerianum in Münster. 1966 wurde er zum Referenten für die Seelsorge an den Realschulen im Bistum Münster, 1971 zum stellvertretenden Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Bischöflichen Generalvikariat ernannt. Ab 1972 war Janssen Geistlicher Rat, seit 1976 gehörte er dem Domkapitel an. 1981 wurde er von Bischof Reinhard Lettmann zu seinem Generalvikar berufen. Im Sommer 1986 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof in Münster und Titularbischof von Acque Sirensi. Am 21. September 1986 empfing er die Bischofsweihe. Im Sommer 2010 trat der aus Wettringen (Kreis Steinfurt) stammende neue Weihbischof Wilfried Theising Janssens Nachfolge als Regionalbischof an.
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Heinrich Janssen - der emeritierte Weihbischof im Porträt (26.08.2010)
Übersicht: Weihbischof em. Heinrich Janssen
Text: pd | Foto: Michael Bönte
02.02.2011
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