
Der Bistumshaushalt für das kommende Jahr hat insgesamt ein Volumen von 371,5 Millionen Euro.
Bistumshaushalt 2011 (NRW-Teil)
Kirchenfinanzen auf solider Basis
Bistum. "In den nächsten Jahren wird neben dem weiter andauernden demographischen Wandel besonders die pastorale Situation in den Fokus für unsere Finanzplanung rücken." Das kündigte der Leiter Hauptabteilung Verwaltung im Bischöflichen Generalvikariat in Münster, Ulrich Hörsting, gegenüber Kirche+Leben an.
Der Bistumshaushalt wird nach seinen Angaben den sich daraus ergebenden Veränderungen Rechnung tragen. "Sowohl für die weitere Umgestaltung der Gemeindestrukturen als auch für den Bereich der Immobilien, die daraus folgend um- und rückgebaut werden müssen, wird der Haushalt nachhaltig einen soliden finanziellen Rahmen gewähren."
Volumen von 371,5 Millionen Euro
Der Bistumshaushalt für das kommende Jahr, der jetzt vom Kirchensteuerrat verabschiedet wurde, hat insgesamt ein Volumen von 371,5 Millionen Euro; 9,5 Millionen mehr als im laufenden Jahr. 303,2 Millionen Euro sind im Bistumshaushalt 2011 für den Verwaltungshaushalt vorgesehen, der damit gegenüber dem Vorjahr um 5,8 Millionen Euro steigt. Für Investitionen stehen im Haushaltsjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr im Ergebnis 3,8 Millionen Euro mehr zur Verfügung. Das Ausgabevolumen beläuft sich im Vermögenshaushalt insgesamt auf 68,3 Millionen Euro.
Im Ergebnis kommt der Haushalt 2011 ohne eine Rücklagenentnahme aus, wie das Generalvikariat mitteilte. Die Gesamtausgaben des Bistumshaushalts 2011 werden mit 297,5 Millionen Euro zu rund 80 Prozent durch Kirchensteuern finanziert; im Haushaltsplan 2010 lag dieser Prozentanteil noch knapp unter der 80-Prozent-Marke.
110 Millionen Euro für Personalkosten
Die größten Ausgabenblöcke des Verwaltungshaushalts: 110 Millionen Euro sind für Personalkosten (für Seelsorgerinnen und Seelsorger sowie Bistumsbedienstete) vorgesehen. 177 Millionen Euro sind so genannte Zuweisungen – so etwa 92,1 Millionen Euro für Kirchengemeinden, 25,1 Millionen Euro für soziale Dienste, 14,7 Millionen Euro für überdiözesane Aufgaben und 9,4 Millionen Euro für kirchliche Schulen. 16 Millionen Euro entfallen auf Betriebs- und Verwaltungsausgaben. "Die Planung 2011 sieht analog zum Vorjahr vor, den vielen Zuweisungsempfängern - insbesondere den Kirchengemeinden - die erwartete lineare Personal- und Sachkostensteigerung mitzufinanzieren", erläuterte Hörsting.
Im Vermögenshaushalt entfallen von den 40 Millionen Euro Investitionszuweisungen allein 21,8 Millionen Euro auf die Sanierung von Kirchengebäuden. Darin sind mit vier Millionen Euro weitere Kosten für die Domsanierung enthalten, für die im Zeitraum 2010 bis 2012 voraussichtlich insgesamt rund zehn Millionen Euro aufgewendet werden müssen. Darüber hinaus investiert das Bistum 17,2 Millionen Euro in eigene Bauprojekte, davon allein 15 Millionen Euro in den Schulbereich.
Mehr zum Thema in kirchensite.de:
Bistumshandbuch: Bistumshaushalt
Bistumshandbuch: Das Bistum in Zahlen (Finanzen)
Übersicht: Finanzen
Mehr zum Thema im Internet:
Text: Norbert Göckener | Foto: Michael Bönte
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