
Bischof Felix Genn (2. von rechts) und hochrangige Gäste aus den Niederlanden dankten Weihbischof em. Heinrich Janssen (2. von links).
Vesper in Kevelaer mit hochrangigen Gästen
Genn würdigt Weihbischof Janssen als Hoffnungsstifter
Bistum. Bei einer feierlichen Vesper in der Kevelaerer Kerzenkapelle hat Bischof Felix Genn das Wirken des emeritierten Weihbischofs Heinrich Janssen gewürdigt. Janssen, der am Mittwoch (13.10.2010) 78 Jahre alt wurde, habe – seinem bischöflichen Leitwort "Suchet, wo Christus ist" entsprechend – die Botschaft des Gottessohnes in den Mittelpunkt seines Lebens gestellt, sagte Genn in der Predigt.
In Anwesenheit vieler Mitglieder des münsterschen Domkapitels und des Bischöflichen Rates nannte Genn die Verkündigung des früheren niederrheinischen Regionalbischofs hoffnungsstiftend. In Zeiten, in denen viele Menschen Sorge hätten, dass der christliche Glaube und christliche Werte der Gesellschaft verloren gingen, habe Janssen Zeichen gesetzt. Durch seine Verkündigung habe Janssen immer wieder auf Christus aufmerksam gemacht, der innerhalb und außerhalb der kirchlichen Mauern wirke, sagte Genn.
Janssen sei darüber hinaus seinem Geburtsort, dem Marienwallfahrtsort Kevelaer, immer verbunden geblieben. Auch zu den Niederlanden, deren Katholiken in großer Zahl nach Kevelaer pilgerten, habe Janssen stets engen Kontakt gehalten. An der Vesper nahmen mehrere Bischöfe aus dem Nachbarland teil, unter anderem Kardinal Adrianus Simonis, emeritierter Erzbischof von Utrecht, und der Rotterdamer Bischof Adrianus van Luyn, Vorsitzender der niederländischen Bischofskonferenz.
Janssens Verbundenheit zur Gottesmutter habe sich unter anderem in seiner Sammelleidenschaft für Rosenkränze gezeigt. Der Rosenkranz sei wie ein Faden, an dem sich das Leben orientiere, sagte Genn. Seine umfangreiche Sammlung hatte Janssen dem niederrheinischen Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte in Kevelaer überlassen.
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Text: Jürgen Kappel | Foto: Jürgen Kappel
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