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15.12.2017
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Seligsprechung mit beeindruckender Atmosphäre.

Der St.-Paulus-Dom sowie die Lamberti-Kirche und die Überwasserkirche waren voll mit Teilnehmern an der Seligsprechungsfeier.

Seligsprechung mit beeindruckender Atmosphäre

"Bin stolz, dabei gewesen zu sein"

Bistum. "Ich glaube, da findet heute eine Seligsprechung statt." – "So etwas gibt es doch nur in Rom." Dialoge wie dieser eines jungen Pärchens aus Münster waren am Sonntagnachmittag (19.09.2010) auf dem münsterschen Domplatz keine Seltenheit. Schon eine gute Stunde vor Beginn der Feier im St.-Paulus-Dom zogen die vielen angereisten Gläubigen mit ihren gelben Halstüchern und einem Banner mit dem Porträt des Gerhard Hirschfelder neugierige Blicke auf sich. Nicht nur diejenigen, die selbst an den Feierlichkeiten teilnahmen, spürten, dass hier etwas Besonderes geschah, das auch Münster nicht alle Tage erlebt.

Michael Bußmann aus Münster brachte es auf den Punkt. "Eine Seligsprechung in der Kathedralkirche unseres Bistums ist ein außergewöhnliches Ereignis. Da kann man schon stolz darauf sein, dabei gewesen zu sein." Es war nicht zuletzt das internationale Flair, das diesem Ereignis seine Besonderheit verlieh. Neben den vielen Menschen aus der Region waren unzählige Gläubige schlesischer Herkunft nach Münster angereist, um dabei zu sein. Viele von ihnen konnten von einer persönlichen Verbindung zum seligen Kaplan Gerhard Hirschfelder berichten. Ursula Lanta lebt heute in Detmold, ihre Wurzeln hat sie jedoch in der Grafschaft Glatz. Sie wurde vor 74 Jahren von Gerhard Hirschfelder getauft. "Ich habe den Kaplan selbst leider kaum noch in Erinnerung. Aber meine Mutter hat immer sehr viel von ihm erzählt", sagte sie.

Erinnerungen an Kindheitstage

Gemeinsam mit einer alten Schulfreundin war Ursula Lanta nach Münster gekommen. Die Seligsprechung gab ihnen die Gelegenheit, Erinnerungen an die keineswegs immer unbeschwerten Kindheitstage aufzufrischen. Gleichzeitig waren die beiden Frauen der Kirche von Münster dankbar, dass sie den Vatikan gebeten hatte, den Prozess zur Seligsprechung aufzunehmen und den charismatischen Geistlichen nun zur Ehre der Altäre zu erheben. Im Dom fanden die Frauen an der Seite einer großen Gruppe aus der Grafschaft gute Plätze.

Dass nicht alle Gläubigen unmittelbar an der Feier im Dom teilnehmen konnten, war abzusehen. Sowohl die Überwasserkirche als auch die Lambertikirche, in denen das Pontifikalamt per Video live übertragen wurde, waren genauso überfüllt wie der St.-Paulus-Dom selbst. Viele, die von dort aus die Feier über die Bildschirme und Leinwände verfolgten, waren dennoch nicht minder fasziniert von der stimmungsvollen Feier.

"Die Musik und die andächtige Atmosphäre haben mich tief bewegt", berichtete Anna Maria Forth. Sie hatte während der Seligsprechungsfeier in der Überwasserkirche gesessen und war anschließend direkt zum Domplatz gegangen, um dort an der Begegnung mit den Bischöfen und den Gläubigen der beteiligten Diözesen teilnehmen zu können. Für die 69-jährige Mindenerin war es die erste Seligsprechung, die sie hautnah miterleben durfte. "Mit meiner Familie und Freunden waren wir vor neun Jahren bei der Feier zum zehnjährigen Jahrestag der Seligsprechung Adolph Kolpings. Mich hat diese Feier heute sehr daran erinnert. Auch hier spürt man sehr deutlich ein Gefühl von Zusammengehörigkeit unter all denen, die dabei sind."

"Markante Predigt"

Albert Dabrock aus Münster wird besonders die "markante Predigt" des Kölner Erzbischofs Joachim Kardinal Meisner im Gedächtnis bleiben. Meisner habe schonungslos all jene Schwierigkeiten benannt, die Kirche und Gesellschaft heute bedrücken würden und seinen Blick dabei im Besonderen auf die Jugend gerichtet. Während der Feier sei zudem deutlich geworden, dass eine Seligsprechung eben ein bedeutsames Ereignis sei, so Dabrock, das den Gläubigen neuen Mut zum Glauben mitgeben könne.

Jenen Faktor stellte auch Benno Hörst aus Ochtrup heraus. Er hatte sich wenige Tage zuvor im münsterschen Franz Hitze-Haus eingehend über das Leben und das Martyrium des neuen Seligen informieren lassen und war am Sonntagnachmittag begeistert von der Vielfalt, die der Katholizismus bei solchen Gelegenheiten "eben noch immer aufzubieten und herauszustellen hat".

Für die interessierten Spaziergänger auf dem Domplatz war es ein Leichtes, genauere Informationen zu bekommen. Während des gesamten Nachmittags standen Helfer des Bistums Münster und Experten aus der Heimat Kaplan Hirschfelders Rede und Antwort. Die Bücher und Souvenirs des neuen Seligen fanden ihrerseits guten Absatz.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Kaplan Gerhard Hirschfelder

Text: Tim Schlotmann | Foto: Tim Schlotmann
20.09.2010

    1. Kaplan Hirschfelder im Dom feierlich selig gesprochen

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