
Weihbischof Wilfried Theising in Kevelaer.
Erstes Pontifikalamt als Regionalbischof am Niederrhein
Theising: In Kevelaer Heimat im Glauben gefunden
Bistum. Sein erstes Pontifikalamt hat Weihbischof Wilfried Theising am Sonntag (12.09.2010), dem Fest Mariä Namen, in der Wallfahrtsstadt Kevelaer zelebriert. An diesem Ort habe er seine Heimat im Glauben gefunden, sagte er den Gläubigen im Forum "Pax Christi".
Mit dem letzten Glockenschlag setzte sich die kleine Prozession in Bewegung: Messdiener, Diakone, Priester, Wallfahrtsrektor Stefan Zekorn – und am Ende der am 29.08.2010 zum Bischof geweihte Wilfried Theising. Zwei Wochen nach seiner Weihe schritt er zum ersten Mal die Stufen zur Basilika als Weihbischof hinauf und segnete die Pilgerpforte. Mit dem Pontifikalamt in der Marienbasilika begann Theising offiziell seinen Dienst als niederrheinischer Regionalbischof. Wallfahrtsrektor Stefan Zekorn wünschte ihm, dass Maria, bei der er jetzt seinen Dienst beginne, ihn unter ihren Schutz nähme.
In Kevelaer habe er Heimat im Glauben gefunden, sagte Theising nach dem feierlichen Pontifikalamt im Forum "Pax Christi". Hier sei ihm schon viel Wertvolles geschenkt worden. Sowohl der Bischofsring wie das Brustkreuz, das ihm die Kevelaerer zum Geschenk gemacht hatten, stammten von Goldschmieden der Marienstadt. Gerade das Kreuz gehöre zur Trösterin der Betrübten. Maria trage das Kreuz mit vielen Menschen, die mit ihren Sorgen und Nöten, mit ihrer Liebe und ihren Sünden nach Kevelaer pilgerten.
Maria zeige, dass Gottes Handeln nicht an den Menschen vorbei gehe. Vielmehr werde an Maria stellvertretend Gottes Handeln offenbar. "Ihr Herz öffnete sich für Gottes Wort", sagte Theising in seiner Predigt. "Maria hört Gott, empfängt und gebiert Gott und begleitet ihn durch sein irdisches Leben." Mit Jesus habe sie große Freuden erlebt, aber auch unter dem Kreuz tiefen Schmerz erfahren. Kevelaer sei deshalb ein besonderer Ort, weil die Menschen diese Verbindung hier erfahren könnten. Sie träten mit ihren Verwundungen vor die Gottesmutter und erführen die sie verwandelnde Liebe Gottes.
Wenn man sich die Situation am Kreuz anschaue, solle man sich dazustellen, forderte Theising auf. Dann erführe man das Wort Jesu, das einen mitten ins Herz treffe: "Siehe da, deine Mutter!" Maria sei auch unsere Mutter. Sie lebe mit uns und für uns.
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Text: Jürgen Kappel | Foto: Jürgen Kappel
13.09.2010
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