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14.12.2018
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Die Wappen der drei neuen Weihbischöfe.

Die Wappen der drei neuen Weihbischöfe.

Gedeutet

Wappen und Wahlsprüche der Weihbischöfe

Bistum. Erstmals seit 1973 empfangen am Sonntag (29.08.2010) drei Bistumspriester in derselben Feier die Bischofsweihe: Dieter Geerlings, Christoph Hegge und Wilfried Theising werden von Bischof Felix Genn, Bischof em. Reinhard Lettmann und Weihbischof em. Heinrich Janssen geweiht.

Alle anwesenden Bischöfe legen den Neugeweihten danach die Hände auf. Erwartet werden unter anderem der Apostolische Nuntius Erzbischof Jean-Claude Périsset, die Erzbischöfe Joachim Meisner (Köln), Reinhard Marx (München) und Werner Thissen (Hamburg) sowie die aus dem Bistum Münster stammenden Bischöfe Heinrich Mussinghoff (Aachen), Franz-Josef Overbeck (Essen), Franz-Peter Tebartz-van Elst (Limburg) und Martin Happe (Mauretanien).

In der Liturgie erhalten die Neugeweihten auch die Insignien des Amtes: Bischofsstab, Mitra, Ring und Brustkreuz.

Die Wappenschilde der neuen Regionalbischöfe zeigen die Bistumsfarben Gelb-Rot-Gelb. Umgeben sind sie mit den heraldischen Rangzeichen eines Bischofs. Diese sind das goldene Kreuz, der Pontifikalhut und beiderseits je sechs grüne Quasten. Unter jedem Wappen steht der Wahlspruch.

Das Wappen von Weihbischof Christoph Hegge.

"Credidimus caritati" – "Wir haben der Liebe geglaubt" heißt der Wahlspruch von Christoph Hegge. Die Liebe, um die es hier (1 Joh 4,7-16) geht, ist die Liebe, die Gott zu uns hat und die dadurch offenbar wurde, "dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat" (Vers 9). Daher heißt es im ersten Brief des Johannes weiter: "Nicht darin besteht die Liebe, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat" (Vers 10). Um den letzten Gedanken aufzugreifen, ist das "goldene Herz" im Wappen mit einem "goldenen Kreuz" bekrönt. – Die drei sechsstrahligen goldenen Sterne im Bistums-Wappen deuten auf das Wappen von Rheine hin, der Heimatstadt von Christoph Hegge. In einem weiteren Feld weist der rote Grund auf den Namenspatron von Weihbischof Hegge hin, den Märtyrer Christophorus. Die Figur der Rose mit ihren zwei verschiedenfarbigen Blütenkränzen steht dann für zwei weitere Heilige: die Gottesmutter Maria und die heilige Elisabet.

 

Das Wappen von Weihbischof Wilfried Theising.

Wilfried Theising hat sich den Wahlspruch "In verbo tuo" – "Auf dein Wort hin" gewählt, der dem Lukas-Evangelium (Lk 5,5) entstammt. In diesem Vers heißt es: "Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Doch wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen." Die Apostel (und die Christen) sollen "auf sein Wort hin" glauben und hoffen, dass der Herr, wie einst, auch heute noch die Boote seiner Apostel mit einem wunderbaren Fischfang füllen und jeden Gläubigen in einen Menschenfischer verwandeln kann. – Das Wappen zeigt einen Bischofsstab, gekreuzt mit einem Beil. Es ist dem Wappen des Benediktiner-Abtei St. Matthias in Trier entlehnt, wo sich das Grab des Apostels Matthias befindet. Dessen Attribut ist das Beil. Es symbolisiert den Märtyrertod des Apostels. Die blaue Wellenleiste auf silbernem Grund weist auf die niederrheinische Wirkungsstätte hin und ist zugleich Symbol der Taufe. Der rote Schwan in Gold ziert das Wappen von Wettringen, dem Heimatort von Wilfried Theising.

 

Das Wappen von Weihbischof Dieter Geerlings.

Aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer stammt der Wahlspruch von Dieter Geerlings: "Caritas Dei diffusa in cordibus" (Röm 5,5) – "Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen." Es handelt sich um eine Kurzfassung des Verses, der in seiner Gänze lautet: "Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist." Die Mitteilung der Liebe, dieser kostbarsten aller Gaben, wird in besonderer Weise dem Heiligen Geist zugeschrieben. Im Wappen wird der Wahlspruch "in cordibus" durch die drei roten Herzen aufgegriffen. Die Farbe Rot ist auch die Farbe des Heiligen Geistes. Die Heimatkirche von Dieter Geerlings in Emmerich trägt das Patronat Heilig Geist. Das Flammenkreuz der Caritas symbolisiert die kirchliche verbandliche Caritas, deren Vorsitzender in der Diözese Münster Dieter Geerlings lange Zeit war. Der Eimer im roten Feld ist ein Hinweis auf die Heimatstadt Emmerich, die als einzige Stadt der Welt einen Eimer im Stadtwappen hat.

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  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Weihbischof (ern.) Christoph Hegge
  2. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Weihbischof (ern.) Dieter Geerlings
  3. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Weihbischof (ern.) Wilfried Theising

Text: Johannes Bernard | Foto: Archiv in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
27.08.2010

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