
Etwa 2.000 Messdiener aus dem Bistum Münster nahmen an der Ministrantenwallfahrt nach Rom teil.
Die Internationale Ministrantenwallfahrt endet
Hoffnung auf Impulse für zuhause
Rom. Die Internationale Ministrantenwallfahrt endet und die 20-jährige Bianca Jamin aus St. Mariä Himmelfahrt Kleve muss nicht lang überlegen, was der Höhepunkt war: "Das Treffen mit dem Papst. Das ist einfach das, was man mit Rom und Kirche verbindet. Der Eindruck war auch am stärksten." Was mit der Person des Papstes zu tun hat, ist oft zu hören, und mit der Stimmung.
Auch Marius von dem Berge aus St. Lamberti Coesfeld hat die Atmosphäre der Treffen auf dem Petersplatz genossen. "Bei der Audienz haben wir hinter dem Obelisken gestanden", erzählt der 17-Jährige. Aber auch da sei die Stimmung gut gewesen. "Wir haben sogar ein paar Sprechchöre initiiert."
Singend in der U-Bahn
Matthias Fischert aus der Anna-Katharina-Gemeinde Coesfeld erinnert sich an eine U-Bahn-Fahrt. "Da haben wir eine Messdienergruppe aus Bayern getroffen", erzählt der 20-Jährige. "Die haben ein Lied gesungen, dann wir, dann wieder die Bayern." Die erstaunten Blicke der römischen Fahrgäste hätten niemanden gestört.
Auch nach den internationalen Treffen am Dienstag und Mittwoch (03. / 04.08.2010) vor dem Petersdom behalten die Wallfahrtstage ihre geistliche Prägung, etwa durch das Abendgebet aller Messdiener aus dem Bistum Münster in Santa Maria in Trastevere, letztmals an diesem Freitag (06.08.2010).
Eucharistiefeiern als Kraftquellen
Wichtige Kraftquellen sind die Eucharistiefeiern. Zwar haben die Messdiener aus dem Oldenburger Land wegen der in Niedersachsen beendeten Schulferien bereits wieder die Heimat erreicht. Die verbliebenen münsterschen Ministranten kamen aber am Donnerstag (05.08.2010) zur Messe in Sant'Ignazio zusammen. Für Freitag (06.08.2010) planen einzelne Gruppen eigene Gottesdienste. Einer findet in der Basilika der Dormitilla-Katakombe statt für all jene, die an einer Fahrt teilnehmen, die die Abteilung Kinder- und Jugendseelsorge des Bischöflichen Generalvikariats Münster organisiert hat.
Auch die Messdiener von St. Anna Neuenkirchen erwartet ein Höhepunkt in der Tiefe: Sie versammeln sich in den Grotten des Petersdoms zur Eucharistie – um 7.15 Uhr. Da heißt es fast schon ausschlafen, hatten doch die Jugendlichen aus der Nähe von Rheine am Mittwoch (04.08.2010) auf dem Weg zur Papst-Audienz ihr Quartier um fünf Uhr verlassen.
Foto-Wettbewerb mit Hindernissen
Einen kleinen Wettbewerb rufen die Reisebegleiter vom Generalvikariat aus. Sie haben zwei Dutzend Banner mit dem Bistums-Logo im Gepäck. Die Fahnen verteilen sie an interessierte Pfarrgruppen. Die Aufgabe: Ein originelles Bild in Rom knipsen. Zum Hindernis entwickelt sich die Polizei: "Die haben uns vom Palast des italienischen Präsidenten vertrieben", erzählt Tim Tripp, 17 Jahre alt und Messdiener in St. Mariä Himmelfahrt Kleve. "Ein Foto wäre okay gewesen, aber nicht mit dem Banner." Vielleicht hatten die Polizisten Angst, die Worte "Bistum Münster" seien eine politische Parole.
Wer sein Gruppenbild bis zum 15.08.2010 ans Generalvikariat mailt oder es im Internet bei "Facebook" in der eigens für die münsterschen Messdiener-Wallfahrer gegründeten Gruppe "Kraftquelle" einstellt, nimmt am Wettbewerb teil. Die Sieger-Pfarrei, die beim Nachtreffen am 10.09.2010 in Münster bekannt gegeben wird, gewinnt einen Ausflug in den Hochseilgarten nach Dülmen.
Am Samstag (07.08.2010) brechen die Pilger wieder ins Bistum auf, und manche Gemeinde erhofft sich Impulse aus Rom. Pfarrer Jürgen Lürwer von St. Antonius Bedburg-Hau begleitet sieben Mädchen und zwei Jungen ab 15 Jahren. "Das ist ja ein Alter, in dem sich viele Jugendliche überlegen, wie es bei den Messdienern weitergeht. Vielleicht sorgen die Tage in Rom ja für neuen Schwung und neuen Spaß, und die Gruppe der Wallfahrer bleibt auch bei uns in der Gemeinde zusammen."
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Fotostrecke: Viele Wege führen durch Rom (06.08.2010)
Übersicht: Internationale Ministrantenwallfahrt Rom 2010
Text: Jens Joest | Foto: Michael Bönte
06.08.2010
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