
Höhepunkt der Tage in Rom: Die Messdiener treffen wie hier im Jahr 2006 bei einer Generalaudienz auf dem Petersplatz Papst Benedikt XVI..
2.000 Ministranten aus dem Bistum wallfahren nach Rom
Feiern unterm Stern des Glaubens
Bistum/Rom. Von den 45.000 Messdienern im Bistum Münster machen sich in der ersten Augustwoche 2000 auf den Weg zur Internationalen Ministrantenwallfahrt nach Rom.
"Die Zahlen zeigen, dass es sich lohnt, in diesen Bereich der Jugendpastoral zu investieren", sagt Christian Wacker, Referent für Religiöses Lernen und Messdienerarbeit im Bischöflichen Generalvikariat in Münster. "Sonst würden im Hochsommer nicht insgesamt 45.000 Jugendliche in die Hitze von Rom aufbrechen." 2.000 von ihnen werden aus dem Bistum Münster kommen, was Wacker auch als Lob für die vielen Ehren- und Hauptamtlichen sieht, die sich in der Messdienerarbeit engagieren.
Vor allem sieht er seine Erfahrung bestätigt, dass neben dem Gemeinschaftserlebnis, das in allen Bereichen der Jugendpastoral eine zentrale Rolle spielt, das "Erlebnis Liturgie" für die Mädchen und Jungen eine besondere Rolle spielt. "Messdiener beginnen ihre Karriere nach der Erstkommunion", erklärt Wacker diesen besonderen Reiz. "Sie erleben zu diesem Zeitpunkt den Kern des Glaubens intensiv und dürfen bei dessen Feier als Ministrant in der ersten Reihe stehen."
Das Programm, das das Referat Religiöses Lernen und Messdienerarbeit im Generalvikariat Münster um die Großveranstaltungen der Internationalen Messdienerwallfahrt in Rom anbietet, spiegelt genau diesen besonderen Reiz wider. Denn neben den vielen touristischen Angeboten haben die Kinder und Jugendlichen aus dem Bistum Münster täglich die Möglichkeit, in der Gemeinschaft Spiritualität zu leben.
"Jeden Abend wird in der Kirche St. Maria in Trastevere ein Abendgebet gestaltet", erklärt Wacker. "Im Anschluss wollen wir den Platz vor der Kirche mit Musik und Begegnung füllen." Zudem wird ein zentraler Gottesdienst für alle Teilnehmer aus dem Bistum in St. Ignazio gefeiert.
Auch für die Erkundung der Stadt haben sich die Organisatoren einiges ausgedacht: Neben thematischen Führungen mit ortskundigen Fremdenführern wird es auch eine "Geo-Cashing-Tour" geben, bei der die Teilnehmer sich per Satelliten-Empfänger zu spannenden Punkten der Stadt vorarbeiten können. "Das Gemeinschaftserlebnis wird bei dieser Wallfahrt nicht mit der Rückfahrt enden", erklärt Wacker eine weitere Idee. "Im Internet haben wir bei Facebook unter dem Titel 'Kraftquelle' die Möglichkeit geschaffen, nach den gemeinsamen Tagen in Rom weiter Kontakt zu halten."
Die größte Teilnehmergruppe aus dem Bistum kommt in diesem Jahr aus dem Oldenburger Land: Mehr als 900 Messdiener werden sich zusammen mit Weihbischof Heinrich Timmerevers auf den Weg machen. Etwas zeitversetzt zu der Reise aus dem westfälisch-niederrheinischen Teil des Bistums, denn die Schulferien in Niedersachsen enden schon einen Tag nach der Papstaudienz. Und so bietet das Referat "Glaubensbildung und Messdienerarbeit" im Offizialat Vechta auch ein eigenes Rahmenprogramm an, zumal die Gruppe aus dem Oldenburger Land etwas außerhalb von Rom untergebracht ist. "Wir werden aber an den diözesanen Angeboten teilnehmen, soweit das organisatorisch möglich ist", erklärt Maria Gondolf, die das Referat leitet.
Höhepunkt wird wie immer das Zusammentreffen mit dem Papst auf dem Petersplatz sein, weiß sie. Der Papst werde zu diesem Anlass von den jungen Menschen weniger als politische Person gesehen, sondern mehr als "Person, welche die Einheit der Weltkirche repräsentiert": "Und genau diese Einheit unter dem besonderen Stern des Glaubens wollen die Messdiener in Rom einfach einmal feiern."
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Text: Michael Bönte | Foto: Michael Bönte in
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