Kritik an Plänen der Bundesregierung
Familienbund lehnt Sparpläne beim Elterngeld ab
Berlin / Haltern. Der Familienbund der Katholiken lehnt die geplanten Kürzungen des Elterngeldes für Minijobber und Bezieher des Kinderzuschlags ab. "Die Bundesregierung ist auf dem falschen Weg, wenn sie die Erziehungsleistung von Eltern nach ihrer sozialen Herkunft und ihrem Einkommen bewertet", sagte die Präsidentin des Familienbunds, Elisabeth Bußmann (Haltern), am Freitag (16.07.2010). Der Schonraum der Elternzeit müsse allen Eltern unabhängig vom Einkommen im ersten Lebensjahr des Kindes zugestanden werden. Der Vorschlag des Bundesfamilienministeriums sei ungerecht und er verschärfe die soziale Schieflage des Sparpaketes.
In den Plänen stünden die geplanten Einsparungen von 155 Millionen Euro bei Familien mit Einkommen von mehr als 1250 Euro im deutlichen Missverhältnis zu den Einsparungen von 440 Millionen Euro bei Familien mit geringeren Einkommen. Die Kürzungen mit der Systematik des Elterngeldes als Lohnersatzleistung zu begründen, sei unsinnig, da Minijobber und Bezieher des Kinderzuschlags bereits arbeiteten, erklärte Bußmann weiter.
Davon abgesehen sei die unzureichende Betreuung für Kleinstkinder ein wesentlicher Grund dafür, dass viele junge Eltern, keine Beschäftigung annehmen können - selbst wenn sie es wünschen. Diesen Eltern die finanzielle Unterstützung im ersten Lebensjahr des Kindes zu streichen sei ein familienpolitisches Desaster, so Bußmann.
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Text: gt, pd
16.07.2010
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