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17.11.2018
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Kupferdach.

Grundlegende Sanierungsmaßnahmen sind am münsterschen St.-Paulus-Dom erforderlich. So muss etwa das Kupferdach neu eingedeckt werden

Der St.-Paulus-Dom in Münster wird renoviert

Dreijährige Bauarbeiten beginnen im Juni

Bistum. Jeder Hausbesitzer kennt das: Regelmäßig sind Renovierungsarbeiten nötig, damit die Immobilie "in Schuss" bleibt. Bei der Mutterkirche des Bistums ist das nicht anders. Umfangreiche Instandsetzungsmaßnahmen stehen ab diesem Jahr an.

Im Wesentlichen werden ab Juni vier Projekte angegangen: So muss das 5.500 Quadratmeter große, mit Kupfer eingedeckte Dach dringend saniert werden. Überdies stehen Brandschutzmaßnahmen an. Das Heizungs- und Lüftungssystem der Domkirche muss erneuert werden. Außerdem sind Arbeiten an dem prächtigen Salvatorgiebel an der Südseite des Doms fällig.

Zehn Millionen Euro hat das Domkapitel für die bis zirka Mitte 2012 laufenden Arbeiten eingeplant. "Das ist sicher viel Geld, aber wenn wir weiter Freude an unserem Dom haben möchten, müssen wir ihn erhalten", betont Dompropst Josef Alfers.

Viel Arbeit wartet somit auf Dombaumeister Georg Wendel in den nächsten Jahren.

Wer das grüne Dach der Kathedrale vom Domplatz aus betrachtet, ahnt nicht, wie es darum bestellt ist. Dombaumeister Georg Wendel kennt die Schäden. Gegenüber Kirche+Leben erläutert er sie: Der "Gewöhnliche Nagekäfer" hat sich demnach im Gebälk verbreitet, sodass Holzschutzmaßnahmen ergriffen werden müssen. Der Blitzschutz braucht eine Erneuerung.

Schwerwiegend ist, dass das Dach nicht mehr dicht ist. Da aber heutiges Kupfer nicht mehr ohne weiteres die hellgrüne Patina annimmt, muss durch eine Spezialfirma eigens vorpatiniertes Kupfer angebracht werden, um dieses Charakteristikum des münsterschen Stadtbilds in ähnlicher Weise zu erhalten, wie Wendel erklärt.

Innovativ wird, was das Domkapitel für das neue Heizungs- und Lüftungssystem plant: Erdwärme aus mehr als 100 Metern Tiefe soll künftig Münsters größte Kirche heizen. "Dies dient auch als Pilotprojekt, um Erfahrungen zu sammeln, die wir gegebenenfalls für weitere Vorhaben im Bistum nutzen können", erläutert Wendel, der auch Diözesanbaudirektor ist. Probebohrungen am Horsteberg haben nach seinen Worten gute Ergebnisse ergeben. Nach Wendels Einschätzung spart das neue System jährlich 56.000 Kilogramm Kohlendioxid und überdies rund 13.000 Euro an Heizkosten. Also: eine Maßnahme mit mittelfristig ökologischen und wirtschaftlichen Vorteilen.

Zahlreiche Verbesserungen

Ein weiteres Teilprojekt ist nach Darstellung Wendels eine Verbesserung der Brandschutzmaßnahmen. Damit folgt man Auflagen der Feuerwehr, die bei einer Begehung Verbesserungen angemahnt hat. So soll eine sogenannte trockene Steigleitung bis ins Dach verlegt werden, sodass im Ernstfall diese direkt Wasser an verschiedene Stellen des Dachs und der beiden Domtürme leitet. Dort können Feuerwehrleute dann ihre Löschschläuche anschließen und die Brandbekämpfung angehen. In diesem Zusammenhang müssen auch Elektrokabel neu verlegt werden.

Tauben suchen Nistplätze im Salvatorgiebel, der Kot zersetzt den Stein.

Mit Hilfe eines Hubsteigers haben Wendels Mitarbeiter den Salvatorgiebel genauer in den Blick genommen. Der Sandstein ist durch Witterungseinflüsse teilweise brüchig geworden und muss erneuert werden. Fehlender Taubenschutz lädt diese ein, sich dort einzunisten; deren Hinterlassenschaften greifen ebenfalls das Gestein an.

Damit verbunden sind auch Arbeiten an der Verglasung, um die im Kirchenraum an dieser Stelle stehende Domorgel zu sichern und auch an dem Musikinstrument nötige Erhaltungsarbeiten sinnvoll durchzuführen.

Noch offen sind weitere Arbeiten zur Ausstattung und Beleuchtung der Kathedrale; außerdem muss der Steinbodenbelag repariert, Kirchenbänke und der Innenanstrich überholt werden. Die Domsakristei bedarf zudem einer Renovierung, und der Glockenstuhl muss erneuert werden. Die Überlegungen dazu sind allerdings nach Auskunft von Dompropst Alfers noch nicht abgeschlossen.

Verbunden sind die jahrelangen Arbeiten mit einem enormen logistischen Aufwand, wie Wendel verdeutlicht; denn wo gebaut wird, muss Platz für Baumaschinen und Materialien geschaffen werden. Da der Domplatz zwei Mal wöchentlich für einen Markt genutzt wird, verlangt dies Absprachen mit Stadt und Beschickern. "Hier haben wir gute Gespräche geführt", erläutert Wendel.
 
Doch auch die Dombesucher sind von den Baumaßnahmen betroffen. So wird der Dom voraussichtlich vom Sommer bis zum Spätherbst 2011 für Gottesdienste und Besichtigungen geschlossen sein.

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Text: Norbert Göckener | Fotos: Klaus Siepenkort, Michael Bönte, pd in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
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