
Die Hauptorgel im St.-Paulus-Dom in Münster.
Beginn der traditionellen Reihe am Samstag
Fünf "Orgelkonzerte zur Osterzeit" im St.-Paulus-Dom
Bistum. Zwei Orgelsinfonien von Charles-Marie Widor rahmen die "Orgelkonzerte zur Osterzeit" 2010 im münsterschen St.-Paulus-Dom ein. Die fünf Konzerte beginnen an den Samstagen der Osterzeit jeweils um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.
Die Reihe eröffnet am Samstag (10.04.2010) Margareta Hürholz. Sie ist seit 1997 Professorin für künstlerisches Orgelspiel an der Musikhochschule Köln. Zudem betreut sie die Orgel der Kölner Fronleichnamskirche, die auch als Lehrinstrument der Hochschule dient. Hauptwerk des Konzerts im Dom ist Widors zehnte Orgelsinfonie – über den gregorianischen Introitus zum Osterfest, "Haec dies" ("Dies ist der Tag"). Weiter sind Toccaten von Maurice Duruflé, Jean Gouillou und Olivier Messiaen zu hören.
Aus Passau reist am Samstag (17.04.2010) Ludwig Ruckdeschl an. Er spielt gewöhnlich an der größten Domorgel der Welt. In Münster trägt er Werke vor von Johann Sebastian Bach, Marcel Dupré, César Franck, Jean Langlais und anderen.
Auch im dritten Konzert, am Samstag (24.04.2010), erklingt "Haec dies", diesmal als Motiv in einem Werk von Guy Weitz. Es spielt Samuel Kummer, seit 2005 Organist der Frauenkirche Dresden, zudem Lehrbeauftragter für Orgelimprovisation und Literaturspiel an der Hochschule für Kirchenmusik Dresden. Weiter sind sechs Fugen Robert Schumanns über den Namen B-A-C-H zu hören. So erinnert Kummer an zwei Jubiläen: Schumann wäre in diesem Jahr 200 Jahre alt geworden, Johann Sebastian Bach, vor dem sich die Fugen musikalisch verneigen, 325 Jahre alt. Improvisationen runden das Programm ab.
Münsters Domorganist Schmitz spielt zum Abschluss
Schumann findet sich auch im Programm des Konzerts am Samstag (01.05.2010). Eberhard Lauer, Professor an der Musikhochschule Lübeck und seit 1982 Domorganist in Hamburg, spielt Schumanns "Skizzen für Pedalflügel", op. 58. Zudem ist die fünfte Orgelsinfonie von Louis Vierne zu hören sowie die Choralfantasie "Halleluja, Gott zu loben" von Max Reger.
Zum Abschluss spielt am Samstag (08.05.2010) Münsters Domorganist Thomas Schmitz Werke von André Fleury, Jean Gouillou und Herbert Howells – Komponisten des 20. Jahrhunderts, die Schmitz zufolge selten zu hören sind. Den Kreis zum ersten Konzert der Reihe schließt ein Werk aus der ersten der zehn Orgelsinfonien von Widor.
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Text: Jens Joest | Foto: Michael Bönte
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