Keine Verletzten bei Zwischenfall am Ostersonntag
Bischof wehrt Angreifer mit Weihrauchfass ab
Bistum. Bischof Felix Genn hat am Ostersonntag (04.04.2010) im St.-Paulus-Dom den Angriff eines Mannes mit einem Stock mit dem Weihrauchfass abgewehrt. Der Mann hatte zu Beginn des morgendlichen Pontifikalamts den Altarraum gestürmt und den Bischof attackiert. Auch auf Messdiener und weitere Geistliche versuchte der Mann einzuschlagen. Er wurde schließlich von mehreren Personen überwältigt, zu Boden gerissen und im Anschluss aus der Kirche getragen. Verletzt wurde niemand.
Genn habe keine Zweifel daran, dass der Angriff ihm gegolten habe, erklärte Polizeisprecher Ulrich Bosse am Nachmittag. Schlagwaffe sei ein verkürzter Besenstiel gewesen. Bei dem Angreifer handele es sich um einen 44-Jährigen aus dem Kreis Steinfurt. Er sei in eine neurologische Fachklinik zur Untersuchung eingeliefert worden. Laut Polizeiangaben war der Mann im vergangenen Jahr durch eine versuchte Selbsttötung auffällig geworden. Darüber hinaus habe er sich bereits früher zur psychiatrischen Behandlung in Kliniken aufgehalten.
Der Bischof feierte den Gottesdienst weiter, ohne auf den Vorfall einzugehen. In seiner Predigt rief er dazu auf, den christlichen Glauben konsequent ins tägliche Leben zu tragen. Die Botschaft von der Auferstehung Jesu könne die Herzen verändern und sei ein starkes Gegengewicht zur Vergeblichkeit jeden menschlichen Tuns.
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KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH
04.04.2010
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