
Das Mariannhiller Missionshaus in Reken.
Mariannhiller Missionare bitten um Mithilfe
Verdacht auf Missbrauch in Maria Veen
Reimlingen. Auch im Klosterinternat der Mariannhiller Missionare Maria Veen in Reken soll es Ende der 1960er Jahre zu einem Fall sexuellen Missbrauchs gekommen sein. Dies bestätigte die deutsche Provinzleitung in Reimlingen in einer Stellungnahme am Mittwoch (31.03.2010). Ein Opfer habe den Verdacht gegenüber der Leitung bestätigt. Demnach soll der Täter bis zum Anfang der 70er Jahre als Mitbruder in Maria Veen gelebt und gearbeitet haben. Danach habe er den Orden verlassen, sein Priesteramt niedergelegt und geheiratet. Über den heutigen Verbleib des mutmaßlichen Täters gibt es bislang noch keine weiteren Informationen.
Der Verdächtige habe seinerzeit sein Verhalten "gezielt getarnt", heißt es in der Mitteilung weiter. Ob es weitere Opfer gebe, sei bislang noch nicht geklärt. "Wir fühlen uns angesichts der Schuld, die ein ehemaliger Mitbruder auf sich geladen hat, ohnmächtig und beschämt", schreibt der Provinzial Pater Hubert Wendl darin. "Was Schutzbefohlenen an Bösen passiert ist, können wir nicht mehr ungeschehen machen." Er bat die Opfer und deren Familien um Vergebung und bot Hilfe bei der Aufarbeitung des Geschehenen an.
Zudem baten die Mariannhiller Missionare um Mithilfe aller, die zur Aufklärung der Sachverhalte beitragen können. Vertraulichkeit und Persönlichkeitsrechte würden dabei gewahrt bleiben. Für mögliche Opfer wurde neben der Provinzleitung auch ein externer Ansprechpartner genannt:
Ansprechpartner:
Josef Kellerhaus
Psychologe
Tel.: 0931/4190454
kellerhaus.theo
skf-wue.de
Pater Hubert Wendl
Tel.: 0931/7969999
provinzial
marannhill.de
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Text: mib | Foto: Michael Bönte
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