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11.02.2012
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Sebastian Jäger empfängt von Bischof Felix Genn das Sakrament der Firmung.

Sebastian Jäger vom Feldjägerdienstkommando Handorf empfängt von Bischof Felix Genn das Sakramente der Firmung.

Gebet um den Weltfrieden

Soldatengottesdienst mit Bischof Genn im Dom

Bistum. "Was mögen manche von Ihnen heute hier an Erfahrungen mitgebracht haben", wandte sich Bischof Felix Genn nachdenklich an die Teilnehmer des Internationalen Soldatengottesdienstes im münsterschen St.-Paulus-Dom. "Wir brauchen aber Ihren Dienst", bekräftigte der Bischof.

Mehr als 200 im Bistum Münster und Umgebung stationierte Soldaten und zivile Mitarbeiter der Streitkräfte Großbritanniens, der Niederlande, Frankreichs, Norwegens, der USA und Deutschlands waren am Donnerstag (11.03.2010) in das Gotteshaus gekommen, um den von der Katholischen Militärseelsorge organisierten Gottesdienst zu feiern. Er stand unter dem Motto: "Wenn du den Frieden willst, bewahre die Schöpfung".

Kraft für den Dienst am Frieden

"Wir wollen den Auftrag des Heiligen Vaters erfüllen und im Rahmen des Weltfriedenstages um Frieden bitten", hatte Militärdekan Monsignore Rainer Schnettker aus Koblenz zu Beginn des Gottesdienstes angekündigt. Neben ihm nahmen weitere Militärpfarrer an der Messe teil. Wer im Dienst am Frieden arbeite, solle sich von Gott hierfür die Kraft geben lassen, forderte Bischof Genn auf und rief den Soldaten Jesu Worte ins Gedächtnis: "Ich bin Euer Heil in der Not."

Das Evangelium nach Lukas stand im Mittelpunkt der Predigt von Genn. Er wählte das Bild vom starken Mann, der mit der Waffe in der Hand seinen Hof bewacht und dennoch besiegt wird. "Die Macht Gottes ist stärker", erläuterte der Bischof. "Er kann das Böse in den Bann schlagen. Das will Jesus uns sagen." Obwohl das Geheimnis des Bösen stark sei und leider in diese Welt gehöre.

Firmung eines Feldjägers

Die Soldaten, die unter anderem aus den Standorten Ahlen, Augustdorf, Eibergen, Enschede, Recklinghausen, Hamm, Höxter und Münster gekommen waren, sollen mit ihrem Auftrag nicht allein gelassen werden. "Dass die Bundeswehr diesen Dienst am Frieden aufgebaut hat, möchten wir unterstützen", sagte der Bischof. Militärseelsorger stünden bereit, um den Männern und Frauen bei ihren Nöten und Fragen zu helfen. "Es ist ein Angebot, damit Ihre innere Führung ein Fundament hat, weil es von Gott her denkt."

Der Bischof beklagte, die Diskussion um das Kreuz treibe die Menschen dazu, es abzuhängen und Gott den Rücken zuzukehren. Ganz anderer Art war dann das Glaubenszeugnis eines Soldaten: Sebastian Jäger vom Feldjägerdienstkommando in Münster-Handorf ließ sich von Genn das Sakrament der Firmung spenden.

"Die Messe nutze ich zur Besinnung"

Musikalisch beeindruckend unterstützt wurde der Gottesdienst durch das Luftwaffenmusikkorps 3 aus Münster. Um der Internationalität der Besucher Rechnung zu tragen, wurden Teile des Pontifikalamtes ins Englische und Niederländische übersetzt. Was der Britin Jordon Barlow aus den "York Barracks" gelegen kam. Seit eineinhalb Jahren ist sie in Münster stationiert und versteht noch nicht so viel Deutsch. "Ich nehme am Gottesdienst teil, um für den Weltfrieden zu beten", sagte sie, die bereits im Irak Kriegsdienst geleistet hat.

Tim Hebbeler vom Fernmeldebataillon Wesel war "zur Stärkung der Truppen" nach Münster gereist. "Wir sind ein Nato-Bataillon, haben viele Auslandseinsätze", berichtete der gebürtige Rheinenser, der sich freute, dass an diesem Tag so viele Nationen vertreten waren. "Innehalten und sich auf seinen Auftrag als Soldat besinnen", nannte Werner Robers als Grund für seine Teilnahme an der Messe. Als Personalstabsoffizier des 1. Deutsch-Niederländischen Korps in Münster war er für die Auswahl der Soldaten verantwortlich, die ins Ausland gehen. "Ich habe einige in den Einsatz geschickt. Es ist schlimm, wenn mancher nicht wiederkommt", sagte der Oberstleutnant. "Die Messe nutze ich zur Besinnung."

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  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDokumentiert: Predigt von Bischof Genn im Internationalen Soldatengottesdienst (11.03.2010)
  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDossier: Bischof Felix Genn

Text: Andrea Kutzendörfer | Foto: Andrea Kutzendörfer
11.03.2010

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