Verdacht hat sich nicht bestätigt
Kaplan von Missbrauchsvorwürfen entlastet
Vechta. Ein Kaplan im niedersächsischen Teil des Bistums Münster ist vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs entlastet worden. Nach einer kircheninternen Untersuchung stellte eine bischöfliche Kommission in ihrem Abschlussbericht fest, dass ein entsprechender Verdacht sich nicht bestätigt habe, teilte das Bischöflich Münstersche Offizialat in Vechta mit. Auch die Einschätzung der Polizei gehe in die gleiche Richtung. Nach offizieller Formulierung war der Geistliche "ins Gerede gekommen".
Bischof Felix Genn hatte den 39-Jährigen im Januar bis auf weiteres beurlaubt. Laut einem Zeitungsbericht waren Anschuldigungen erhoben worden, der Kaplan habe sich bei einer Adventsfeier Minderjährigen sexuell genähert und ihnen einen gemeinsamen Saunabesuch vorgeschlagen. Der Seelsorger äußerte sich daraufhin zu den Vorwürfen in der Presse und bezeichnete sein Verhalten als "unangemessen". "Ich hatte wirklich keine bösen Absichten", sagte er. Bei den Betroffenen habe er sich entschuldigt.
Nach einer Entscheidung des Bischofs von Münster ist der Kaplan bis zum Abschluss einer therapeutischen Maßnahme beurlaubt. Danach werde ein weiterer Einsatz zu klären sein, heißt es in einer Pressemitteilung. Außerdem werde die Angelegenheit zur Überprüfung an die Glaubenskongregation in Rom weitergeleitet.
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Übersicht: Kindesmissbrauch
Text:
KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH
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