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22.05.2012
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St.-Paulus-Dom.

Dach, Heizung und Elektroinstallation des St.-Paulus-Domes müssen in den kommenden Jahren saniert werden.

Wirtschaftskrise schlägt sich im Bistumshaushalt 2010 nieder

St.-Paulus-Dom muss saniert werden

Bistum. Das interessanteste Detail des Bistumshaushaltes 2010 (NRW-Teil) verbirgt sich bei der Auflistung der Investitionen: Der St.-Paulus-Dom in Münster – Mutter- und Bischofskirche der Diözese – wird in den kommenden Jahren für rund zehn Millionen Euro saniert. Dach, Heizung und Elektroinstallation müssen zum Teil grundlegend erneuert werden.

Allein 2010 sind drei Millionen Euro dafür veranschlagt. Im Krieg war der Dom zerstört und anschließend bis 1956 wieder aufgebaut worden. Seither wurden derartige grundlegende Sanierungsarbeiten noch nicht durchgeführt.

Deutliche Verringerung der Kirchensteuereinnahmen

Beim neuen Bistumshaushalt wird deutlich, dass die Wirtschaftskrise vor der Diözese Münster nicht Halt macht. "Der durch die Finanzmarktkrise ausgelöste wirtschaftliche Abschwung führt auch für das Bistum Münster zu einer deutlichen Verringerung der Kirchensteuereinnahmen", erläutert Ulrich Hörsting, seit Mitte des Jahres Leiter der Hauptabteilung Verwaltung des Generalvikariates in Münster.

In Zahlen lässt sich das so ausdrücken: Der vom Kirchensteuerrat verabschiedete Bistumshaushalt 2010 (NRW-Teil) erreicht insgesamt ein Volumen von rund 362 Millionen Euro – 2009 waren es 30 Millionen Euro mehr. Der vorliegende Haushaltsplan trägt der wirtschaftlichen Entwicklung nach Aussage von Hörsting Rechnung und orientiert sich an den Ergebnissen des Arbeitskreises Steuerschätzung des Bundesfinanzministeriums – "obgleich wir es natürlich gern sähen, wenn die tatsächliche Entwicklung besser als die Schätzungen ist".

80 Prozent Einnahmen aus der Kirchensteuer

Bei der Planung 2010 sei mit starken Kirchensteuerrückgängen gegenüber 2008 kalkuliert worden. Hörsting hebt gegenüber Kirche+Leben die Bedeutung der Kirchensteuer für die Bistumsfinanzen hervor: "Mehr als 80 Prozent der Einnahmen entstammen dieser Quelle."

Mit Sorge betrachtet der Hauptabteilungsleiter daher die Tendenz weg von direkten Steuern (wie Lohn- und Einkommensteuer) hin zu indirekten Steuern (wie etwa der Mehrwertsteuer). "Davon haben wir nichts", macht Hörsting unmissverständlich klar. Zufrieden ist er, dass die Bistumsfinanzen – anders als staatliche Kassen – nicht unter Versorgungslasten für die Altersvorsorge der Mitarbeiter leiden werden, weil dafür seit Jahren vorgesorgt worden sei.

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  1. undefinedDer Bistumsetat für 2010 hat ein Volumen von 362 Millionen Euro
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  4. Öffnet internen Link im aktuellen FensterBistumshandbuch: St.-Paulus-Dom
  5. Öffnet internen Link im aktuellen FensterGeneralvikar Kleyboldt zur Finanzsituation des Bistums: "Wir sind vorbereitet"

Text: Norbert Göckener | Foto: Helmut Etzkorn
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