
Unter dem Motto "Wählen Sie doch mal KIRCHE!" fanden die diesjährigen Pfarrgemeinderatswahlen statt.
Erste Trends der Pfarrgemeinderatswahlen
10,1 Prozent: Beteiligung leicht rückläufig
Bistum. Mit 10,1 Prozent ist die Wahlbeteiligung bei den Pfarrgemeinderatswahlen im Bistum Münster am 7. und 8. November leicht rückläufig gewesen. Das hat das Diözesankomitee der Katholiken am Montag (09.11.2009) bekannt geben, nachdem ihm etwa 90 Prozent der Wahlergebnisse vorlagen. Vor vier Jahren hatte es noch eine Beteiligung von durchschnittlich 10,7 Prozent gegeben. Es habe dabei aber starke regionale Unterschiede gegeben, so das Komitee. Gestiegene Wahlbeteiligungen gab es nach Informationen der Bischöflichen Pressestelle in Münster in den Kreisdekanaten Borken, Coesfeld, Warendorf und Wesel; leichte Rückgänge verzeichneten Kleve, Münster, Oldenburg, Recklinghausen und Steinfurt. In einigen ländlichen Pfarrgemeinden hätten sich laut Diöztesankomitee mehr als 30 Prozent der wahlberechtigten Gemeindemitglieder an der Wahl beteiligt.
"Auch in einigen fusionierten Großgemeinden ist eine gestiegene Wahlbeteiligung zu erkennen", sagte Ise Kamp, Geschäftsführerin des Diözesankomitees gegenüber kirchensite.de. "Vielleicht ein Trend?" So habe zum Beispiel die St.-Marien-Gemeinde im oldenburgischen Frisoythe etwa 25 Prozent Wahlbeteiligung erfahren. Weitere Beispiele seien in Ahaus, Borken und Vreden zu finden. Der prozentuale Anteil der Wähler an den wahlberechtigten Kirchgängern sei insgesamt mit etwa 70 Prozent gleich geblieben wie bei der Wahl im Jahr 2005.
In Münster gingen 7,78 Prozent der Wahlberechtigten zur Wahl; im Kreisdekanat Steinfurt waren es 11,00 Prozent; im Kreisdekanat Borken 11,91 Prozent; im Kreisdekanat Coesfeld lag die Beteiligung bei 12,08 Prozent; im Kreisdekanat Warendorf bei 11,31 Prozent; im Kreisdekanat Recklinghausen gingen 7,20 Prozent der wahlberechtigten Katholiken wählen; im Kreisdekanat Wesel waren es 7,56 Prozent; im Kreisdekanat Kleve 8,98 Prozent; im Offizialatsbezirk Oldenburg schließlich nahmen 12,48 Prozent der Wahlberechtigten an der Pfarrgemeinderatswahl teil. Knapp 1,5 Millionen Katholiken waren laut Bischöflicher Pressestelle im nordrhein-westfälischen und im niedersächsischen Teil des Bistums Münster wahlberechtigt. Rund 6.000 Kandidaten stellten sich zur Wahl. Die neuen Räte sollen sich bis Ende dieses Monats konstituiert haben.
Insgesamt seien lediglich in 325 Pfarrgemeinden unter dem diesjährigen Motto "Wählen Sie doch mal KIRCHE!" die Räte gewählt worden. Allein im Oldenburger Land seien die Wahlen wegen der Fusionsprozesse in 38 Fällen auf das kommende Jahr verschoben worden. Auch im nordrhein-westfälischen Teil kann aus diesen Gründen in 36 Fällen erst später gewählt werden. Einen Trend hat Kamp zusätzlich ausmachen können: "Die Beteiligung an den Kirchenvorstandswahlen ist durch die zeitgleiche Durchführung mit den Pfarrgemeinderatswahlen höher gewesen als sonst."
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Text: Michael Bönte, pd | Foto: pd
09.11.2009
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