
Mit dieser Foto-Collage gewann Leah Bracht vom Gymnasium St. Christophorus in Werne den Jugendwettbewerb der Arnsteiner Patres anlässlich der Heiligsprechung von Damian De Veuster. In die Collage eingebunden ist das Zitat des Heiligen: "Wenn ich für meine Arbeit auch nur den geringsten Lohn nähme, würde meine Mutter mich nicht mehr als ihren Sohn erkennen."
Helfende Hände im Dienst der Aussätzigen
Heiligsprechung von Damian De Veuster am Sonntag
Werne. Am 11. Oktober wird Pater Damian De Veuster (1840 bis 1889), der "Apostel der Aussätzigen", heilig gesprochen. Er half auf der Lepra-Insel Molokai im Hawai-Archipel und erkrankte selbst an Aussatz. Anlässlich der Heiligsprechung organisierten die Arnsteiner Patres einen Jugendwettbewerb, um anzuregen, sich mit dem Wirken des Heiligen zu beschäftigen.
"Er war die helfende Hand für Menschen, die von allen anderen schon längst abgeschrieben worden waren", hat Leah Bracht über Pater Damian De Veuster geschrieben.
Die Schülerin der Jahrgangsstufe 10 des Gymnasiums St. Christophorus in Werne hat sich eingehend mit dem Leben des "Apostels der Aussätzigen" beschäftigt und mit ihrer Foto-Collage die Jury des Kreativ-Wettbewerbs für Jugendliche der Arnsteiner Patres überzeugt: Sie erhält den ersten Preis des Wettbewerbs, der mit 200 Euro belohnt wird.
Die Fotos, die Leah Bracht selbst machte und als Collage zusammenstellte, sind zum einen in schwarz-weiß gedruckt, um die Schlichtheit und Einfachheit des Lebens von Pater Damian unter den Lepra-Kranken zu unterstreichen. Zum anderen, um die Ernsthaftigkeit, mit der er sich jeder seiner Aufgaben gewidmet hat, zu betonen. "Die Fotos sollen alles das zeigen, was er jemals mit oder für die Lepra-Kranken in seinem Alltag getan hat", sagt Leah Bracht. Auf jedem Foto seien deshalb helfende Hände zu sehen, weil er sich für nichts zu schade war. "Pater Damian hat selbst geholfen, wo es nötig war. Die Hände sollen die Nähe und Vertrautheit zu den Lepra-Kranken betonen."
Der Belgier Damian De Veuster trat 1859 der Ordensgemeinschaft von den Heiligsten Herzen Jesu und Mariens bei, die in Deutschland als Arnsteiner Patres bekannt ist. Er meldete sich freiwillig als Seelsorger für die Aussätzigen. 1873 kam er auf der Lepra-Insel Molokai im Hawai-Archipel an. Nachdem er erste Berührungsängste überwunden hatte, kümmerte er sich um die Aussätzigen, pflegte ihre Wunden, sorgte für Kleidung und Medikamente. Er scheute sich nicht, die Kranken zu berühren und mit ihnen zu essen. 1884 erkrankte Damian De Veuster an Lepra. 1889 starb er im Alter von 49 Jahren.
Die Arnsteiner Patres, die in Werne und Münster Niederlassungen haben und unter anderem in der Seelsorge der münsterschen St.-Mauritz-Gemeinde tätig sind, feiern die Heiligsprechung in Rom. Am 26. Oktober findet ein Dankamt zur Heiligsprechung mit Weihbischof Franz-Josef Overbeck in Münster statt. Die Eucharistiefeier beginnt um 18 Uhr in der Mutterhauskirche der Mauritzer Franziskanerinnen in Münster.
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Text: Johannes Bernard | Foto: Johannes Bernard in
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