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22.05.2012
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Hugo Uebbing

Der Moderator des Diözesanrats, Hugo Uebbing (Mitte), hofft, dass der neue Pastoralplan für das Bistum gut verankert in den Gemeinden ist. Mit im Bild: Bischof Felix Genn (r.) und die Geschäftsführerin des Diözesanrats, Ise Kamp, bei einer Sitzung des Diözesanrats.

Der Diözesanrat spielt eine wichtige Rolle

Uebbing: "Pastoralplan breit verankern"

Bistum. Die Kirche ist hierarchisch verfasst, hat aber synodale Strukturen der Mitverantwortung. Der Diözesanrat spielt dabei eine wichtige Rolle, hebt Bischof Felix Genn hervor. So auch jetzt beim Pastoralplan.

Im Bistum Münster wird derzeit intensiv an einem neuen Seelsorgekonzept gearbeitet: "Es besteht der große Wunsch, dass dieser Pastoralplan breit im Bistum verankert ist", erklärt Diözesanrats-Moderator Hugo Uebbing (Rees) in einem Interview mit dem Onlinemagazin "kirchensite.de".

"Mitreden"

"Das geht nur, wenn auch die Menschen vor Ort, in den Gemeinden und auf der mittleren Ebene sowie in den verschiedenen Räten mitreden und Eingaben machen können." Jeder, der möchte, könne sich damit beschäftigen – auch jeder Pfarrgemeinderat, so Uebbing.

Uebbing wünscht sich am Ende ein Papier, das "eine Basis und ein Fundament hat". Er verweist auf die Gesellschaft: Das Bahnhofsprojekt "Stuttgart 21" zeige etwa, "dass man heute die Menschen mitnehmen und beteiligen muss, wenn man etwas verändern möchte".

"Nicht zu umfangreich"

Uebbing, der katholische Religion und Geschichte an einem staatlichen Gymnasium in Dinslaken unterrichtet, hofft, dass möglichst viele Eingaben zum Entwurf des Pastoralplans kommen. Er macht sich aber auch nichts vor: "Der Pastoralplan darf nicht zu umfangreich werden, weil ihn sonst kaum einer liest."

Der Prozess zum fertigen Plan muss nach Uebbings Meinung ergebnisoffen sein. "Der Entstehungsprozess soll möglichst transparent sein, denn dann denken die Menschen mit und bekommen das Gefühl, dass man sich dort einbringen kann."

"Zügig"

Am Herzen liegt dem Moderator auch der vorgesehene Zeitplan. Danach soll der Diözesanpastoralplan möglichst Ende des Jahres, "spätestens aber Anfang 2013 stehen". Nach Ansicht Uebbings gelingt es dem Diözesanrat, ein faires Miteinander zu gestalten, und etwaige Kontroversen "sind in sich auch nicht schlecht".

Als "ein gutes Beispiel" führt er die Entstehung des Papiers zur Sendung der Kirche von Münster an, das auch als Präambel für den Pastoralplan gedacht ist: "Zunächst gab es eine Vorlage seitens der Bistumsleitung. Die ist im Grunde genommen vom Tisch gewischt worden. Am Ende stand ein neuer Text, der Ideen des Ursprungspapiers berücksichtigt hat, aber durch viele neue Gedanken angereichert wurde. Das Ergebnis lässt sich sehen. Wir bekommen viele positive Rückmeldungen."

"Mehrwert"

Im Diözesanrat kommen nach Darstellung von Uebbing unterschiedliche Menschen zusammen: "Die Hälfte besteht aus Personen aus allen Teilen des Bistums; das sind zum großen Teil die Vertreter der Regionen, und das sind allesamt Laien. Auf der anderen Seite gibt es die Bistumsleitung und Vertreter verschiedener Gremien: Priesterrat, Diakonrat, Pastoralreferentenrat, Ordensrat."

Wo unterschiedliche Menschen seien, gebe es unterschiedliche Meinungen: "Und wie es im sonstigen Leben auch ist, kann man nur durch einen echten Dialog zu Kompromissen und zu Verständigung kommen." Weil dem Gremium auch eine geistliche Dimension zugrunde liege, empfindet Uebbing dies als "einen Mehrwert gegenüber einer reinen Demokratie", wie er im Interview erklärt.

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Text: Norbert Göckener in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben | Foto: Norbert Göckener
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