
Weihbischof Voß wird auf dem Domherrenfriedhof beigesetzt.
Grab auf dem Domherrenfriedhof
Beisetzungsfeierlichkeiten für Weihbischof Voß am Dienstag
Bistum. Das Bistum Münster nimmt am Dienstag (22.12.2009) Abschied von Weihbischof Josef Voß. Um 14 Uhr ist im münsterschen St.-Paulus-Dom ein feierliches Pontifikalrequiem, dem Bischof Felix Genn vorstehen und in dem er auch predigen wird.
Konzelebranten sind Erzbischof Jean-Claude Périsset, Bischof em. Reinhard Lettmann, Weihbischof Heinrich Janssen, Weihbischof Heinrich Timmerevers, Weihbischof em. Max Georg Freiherr von Twickel, Weihbischof em. Alfons Demming, Weihbischof em. Friedrich Ostermann und Dompropst Josef Alfers. Es singt die Schola Ludgeriana unter der Leitung von Domkapellmeister Andreas Bollendorf; die Orgel spielte Domorganist Thomas Schmitz.
Übertragung in die Überwasserkirche
Anschließend ist die Beerdigung auf dem Domherrenfriedhof, wie dies auch die Statuten des münsterschen Domkapitels vorsehen. Zu den Beisetzungsfeierlichkeiten werden Gäste der benachbarten Diözesen und aus ganz Deutschland erwartet. Da man davon ausgeht, dass der Platz im Dom bei weitem nicht ausreicht, werden die Feiern per Video in Ton und Bild in die Überwasserkirche übertragen.
Besondere Zeichen und Handlungen gehören zu dieser Bischofsbeerdigung: Zu Beginn des Pontifikalrequiems ziehen der Bischof mit den Konzelebranten, Domgeistlichen und Messdienern in einer Prozession zum Paradies des St.-Paulus-Domes, um den Leichnam des Verstorbenen zu empfangen. Nachdem der Bischof den Sarg mit Weihwasser besprengt, ihn mit Weihrauch inzensiert hat und ein Gebet gesprochen hat, zieht die Prozession unter Orgelklängen zum Altar.
Bischofsstab wird mit der Krümme nach unten getragen
Dabei werden Mitra und Bischofsstab von Weihbischof Voß mitgeführt. Allerdings wird der Stab mit der Krümme nach unten getragen – dies ist ein Zeichen für die erloschene Hirtenaufgabe. Im Chorraum vor dem Altar wird dann der Sarg aufgestellt, darauf die Mitra.
Dann eröffnet der Bischof in gewohnter Weise die heilige Messe. Die Predigt hält Bischof Genn von den Altarstufen aus – also in unmittelbarer Nähe des Sargs. Die Fürbitten werden von Vertretern der Caritas, der Kreisdekanate Coesfeld und Recklinghausen, der muttersprachlichen Gemeinden und des Weihekurses des Verstorbenen gebetet. Die Kollekte ist auf Wunsch des Verstorbenen für die Ausbildung arbeitsloser Jugendlicher beim "SKM - Katholischer Verband für soziale Dienste" Münster bestimmt.
Verwandter spielt auf dem Vibraphon
Die Kommunion wird auch den Gläubigen in der Überwasserkirche gespendet. Während der Austeilung spielt ein Verwandter des Toten, Gereon Voß, im Dom ein Stück auf dem Vibraphon.
Nach dem Pontifikalrequiem findet das Begräbnis statt, das auch Bischof leitet. Nach einer erneuten Besprengung mit Weihwasser als Zeichen der Taufe und des Lebens, einem Schriftwort und einem Psalm spricht der Bischof ein Gebet. Dann folgt die Prozession zum Domherrenfriedhof, die von Orgelmusik und dem Gesang "In paradisum" (Zum Paradies mögen Engel dich geleiten…) begleitet wird.
Läuten der Totenglocke
Auf dem Friedhof spricht der Bischof ein Gebet. Zum gesungenen Schriftwort "Ich bin die Auferstehung" wird der Sarg in die Erde gesenkt. Es folgen die Besprengung mit Weihwasser, das Inzensieren mit Weihrauch. Dann wird Erde auf den Sarg geworfen und ein Kreuz am Grab errichtet. Es folgt der Gesang des Osterliedes "Jesu, Dir jauchzt alles zu". Nach Fürbitten für Verstorbene und Lebende, dem Vaterunser und einem Schlussgebet folgen der Segen und ein Gesang zur Gottesmutter Maria. Zum Läuten der Totenglocke treten nahe Angehörige und Vertreter des Staates an das Grab. Damit enden die Beisetzungsfeierlichkeiten für Weihbischof Voß.
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Text: göc | Foto: Michael Bönte
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