Pfarrer Döink stellt Rundfunkbericht richtig:
Hiltruper Pater war nicht in Bistumsdiensten
Bistum. Pfarrer Hans Döink (Coesfeld) hat dementiert, dass ein weiterer des sexuellen Missbrauchs geständiger Hiltruper Missionar in der Pfarrseelsorge im Bistum Münster tätig war. Dieser Priester sei nur kurzzeitig vertretungsweise in der Krankenhausseelsorge aktiv gewesen und habe keinen Vertrag mit dem Bistum gehabt.
Damit stellte der Leiter der Kommission für "Fälle des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger durch Geistliche und andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im kirchlichen Dienst" entsprechende Rundfunkmeldungen richtig.
Ausübung priesterlicher Dienste untersagt
Der Hiltruper Pater sei seit Mitte Dezember vergangenen Jahres in einem Krankenhaus seelsorglich tätig gewesen; er habe ein anderes Mitglied der Ordensgemeinschaft vertreten. Der Provinzial der Hiltruper Missionare habe von den Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs am 22. Februar erfahren und zwei Tage später "persönlich dem Pater die Ausübung aller priesterlichen Dienste untersagt", erläuterte Pfarrer Döink.
Der Pater hat nach seinen Worten die Vorwürfe eingestanden und Selbstanzeige bei der Staatsanwaltschaft Saarbrücken erstattet. Er befinde sich in einem ordenseigenen Haus außerhalb des Bistums Münster.
Anderer Pater ebenfalls geständig
Ein anderer in Münster-Hiltrup in der Pfarrseelsorge tätiger Pater der Hiltruper Misssionare hatte ebenfalls sexuellen Missbrauch an Minderjährigen während einer früheren Lehrertätigkeit im Saarland vor mehr als 20 Jahren gestanden. Die diözesane Kommission prüft derzeit, ob es auch zu Vergehen während seiner Seelsorgetätigkeit in Hiltrup seit 1987 gekommen ist.
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Text: Norbert Göckener
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