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27.04.2017
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St. Mariä Himmelfahrt.

Die Kirche St. Mariä Himmelfahrt soll aufgegeben werden.

Kirchort St. Mariä Himmelfahrt Greven soll aufgegeben werden

Streit um Kirchenschließung

Greven. Mit Enttäuschung und Protest hat Pfarrer Klaus Lunemann von der Pfarrei St. Martinus in  Greven gerechnet: "Es ist nicht leicht, Abschied von lieb gewonnenen Kirchengebäuden zu nehmen. Aber die Entwicklung hin zu diesem Schritt war absehbar."

Sechs Kirchorte zählt die Pfarrei, und nicht alle Gotteshäuser können nach dem aktuellen Stand der Pastoralplanentwicklung erhalten werden. Nach Gesprächen mit der Bistumsleitung und in Sitzungen des Kirchenvorstands und des Pfarreirats soll der Kirchort St. Mariä Himmelfahrt in den nächsten fünf bis acht Jahren aufgegeben werden.

Darüber hinaus sieht der Plan vor, die St.-Josef-Kirche bis auf den Turm abzutragen. Anstelle des Kirchenraums soll ein multifunktionales Gebäude für Gottesdienste und mit Gruppenräumen entstehen. Das große Areal rund um die St.-Josef-Kirche mit altem Pfarrhaus und altem Pfarrheim soll anderweitig genutzt werden.

Dem Liegenschaftsplan zufolge soll auch das Haus Liudger an der Kirche St. Mariä Himmelfahrt geschlossen werden. "Darüber ist aber noch keine Entscheidung gefallen", sagt Lunemann. Im Kirchenvorstand und im Pfarreirat sei man sehr verwundert darüber, das gut besuchte Pfarrheim Haus Liudger aufgeben zu müssen.

Da kein akuter Handlungsdruck besteht, versucht Pfarrer Lunemann, die erhitzten Debatten auf eine sachliche Ebene zu bringen. "Die Marien-Kirche kann noch über mehrere Jahre für Gottesdienste genutzt werden. Wir sollten aber der Tatsache ins Auge sehen, dass die Kirchenbesucher nicht mehr werden."

Die Gremien der Pfarrei werden in den nächsten Sitzungen ein weiteres Vorgehen besprechen. Zusätzlich wird eine Planungsgruppe gegründet, die die nächsten Schritte abstimmt. "Sobald konkrete Pläne vorliegen, werden diese in einer Gemeindeversammlung vorgestellt", verspricht Lunemann. Gerade die Chance, den Kirchstandort St. Josef zu erhalten, sollte ergriffen werden. "Wir haben die Planungsfreigabe zur Errichtung eines multifunktionalen Gebäudes. Das ist eine positive Zusage seitens des Bistums."

Unterdessen sammeln einige Gemeindemitglieder in Greven Unterschriften für den Erhalt der St.-Josef-Kirche. Unter dem Motto "Abriss? Schäfchen mucken auf" möchten sie versuchen, die Vorgaben abzuändern. Mit Plakaten machen sie auf ihr Anliegen aufmerksam: "Rettet St. Josef. Abriss stoppen! Wo Kirchen fallen, geht Gottes Glaube."

Auch rund um die Marien-Kirche ist die Enttäuschung groß: "Der Abriss des Hauses Liudger wäre paradox", meint Gemeindemitglied Norbert
Bömer. Ein gut erhaltenes Gebäude, das von vielen Gruppen genutzt würde, "einfach wegzuplanen", zeuge davon, dass "die da oben in der Kirche manchmal auf Wolke 7 schweben". Ein Abriss der Marienkirche sei verantwortungslos, weil erst vor einigen Jahren dort eine Jugendkirche entstanden sei. Traurig findet es Bömer allerdings auch, "dass so wenige Menschen sonntags zur Kirche gehen".

Text: Johannes Bernard | Foto: Johannes Bernard in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
09.10.2016

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