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22.02.2017
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Jochem Int-Veen, Lars Lindemann und Klaus Wittke.

Der lokale Pastoralplan zeigt einige "Baustellen" auf, die Jochem Int-Veen (von links), Lars Lindemann und Klaus Wittke gemeinsam mit vielen Gemeindemitgliedern anpacken wollen.

Lokaler Pastoralplan zeigt einige "Baustellen" auf

Xanten entwickelt Konzept für die Zukunft

Xanten. Die Kirche in Xanten wird sich in den kommenden Jahren verändern – da sind sich Propst Klaus Wittke, Pastoralreferent Lars Lindemann und Jochem Int-Veen vom Pfarreirat einig. Auch am Niederrhein macht die demografische Entwicklung nicht halt. Das veränderte Arbeits- und Freizeitverhalten der Menschen muss bedacht werden. Auf diese Veränderungen muss die Kirche reagieren.

In den einzelnen Pfarreien werden daher lokale Pastoralpläne entwickelt. Es werden Konzepte überlegt, wie sich Kirche wandeln soll, um die Menschen künftig weiterhin zu erreichen. Gut zwei Jahre haben die Verantwortlichen in Xanten an dem Pastoralplan gearbeitet: Sie haben Statistiken ausgewertet, um zu wissen, wie die Bevölkerung in den einzelnen Ortsteilen aussieht. Sie haben Gottesdienstbesucher und andere Bürger der Stadt befragt. Und sie haben Leitsätze aufgestellt, an denen sie sich orientieren wollen.

An erster Stelle steht die gegenseitige Wertschätzung. Lindemann erklärt: "Wir wissen, dass wir aufeinander angewiesen sind, besonders als Haupt- und Ehrenamtliche." Und gerade das Engagement der zahlreichen Freiwilligen soll stärkere Beachtung finden, zumal vor dem Hintergrund, dass ihr Wirken in Zukunft eine noch wichtigere Rolle spielen wird.

Eine Gemeinde bilde sich überall dort, wo sich Christen treffen, sagt Wittke, "unabhängig von Kirchtürmen und Hauptamtlichen". Als Beispiel nennt er Seniorenheime, in denen Seelsorger mit den Bewohnern beten, und Kindergärten: "Auch wenn weniger Menschen sonntags in die Kirche gehen, heißt das nicht, dass sie ungläubig werden. Eltern feiern vielleicht im Kindergarten einen Gottesdienst mit, wir sehen sie aber nie in der Kirche", erklärt der Propst. Zwar würde er sich wünschen, dass das anders sei, "aber auch diese Menschen können Gemeinde lebendig mitgestalten." Gemeinde sei überall, wo religiöses Leben entstehe.

In Zukunft werde man von den Gläubigen erwarten müssen, dass sie "in ihrem Verhalten beweglicher werden", sagt Wittke. Lindemann ergänzt: "Nur weil es ein Angebot seit vielen Jahren gibt, heißt das nicht, dass es auch weiterhin bestehen bleibt, obwohl es keine Nachfrage mehr gibt oder niemand sich darum kümmern kann. Dann müssen wir sagen: ›Wir lassen das weg‹. Gleichzeitig möchten wir neue Ideen gemeinsam mit den Menschen vor Ort entwickeln."

Runder Tisch geplant

Mehr Kommunikation – sowohl zwischen den unterschiedlichen Gemeinden der Pfarrei, aber auch mit anderen Organisationen, die außerhalb der Kirche stehen – ist ein zentrales Thema für die Zukunft. So soll es unter anderem einen Runden Tisch geben, an dem darüber gesprochen wird, wo und wie sich Kirche in Xanten und den Ortschaften einbringen kann.

"Bei allen Veränderungen wird sich die Kirche in Xanten nicht zurückziehen, sondern nach außen öffnen. Wir suchen Kooperationspartner außerhalb der Kirche und stellen uns unserer Verantwortung für die Menschen", sagt Lindemann.

Der 40-seitige Pastoralplan wird im Generalvikariat eingereicht, nach den Sommerferien soll es ein Gespräch mit Vertretern des Bistums geben. Dann wird der Plan in Kraft gesetzt und auf der Homepage der Gemeinde, www.sankt-viktor-xanten.de, veröffentlicht. "Der Plan wird nie fertig sein, sondern sich ständig weiterentwickeln. Aber die Veröffentlichung ist der Startschuss für das, was wir vor zwei Jahren begonnen haben", sagt Lindemann.

Text: Christian Breuer (pbm) | Foto: Christian Breuer in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
22.08.2016

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