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16.12.2017
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Hugo Bechter.

Oft ist Hugo Bechter mit dem Rad zu Terminen unterwegs.

Seit 40 Jahren ist Hugo Bechter in kirchlichen Gremien engagiert

"Soziale Anliegen müssen gelöst werden"

Dorsten. Schon viele Auszeichnungen hat Hugo Bechter (75) erhalten. Für sein ehrenamtliches Engagement für Senioren verlieh ihm Bundespräsident Horst Köhler 2005 die Verdienstmedaille des Verdienstordens, und Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff überreichte ihm neun Jahre später die Silberne Ehrennadel der Stadt für 40 Jahre Gemeindearbeit.

In diesen 40 Jahren stecken viel Arbeit, Ideen und Organisationsvermögen, Hilfsbereitschaft, Visionen und Glaube, eben der ganze Hugo Bechter. Er und seine Frau Karin, ebenfalls eine frühere Lehrerin, kamen 1972 nach Dorsten. Hugo Bechter stammt aus dem kleinen Dorf Molpertshaus am Bodensee. Seine Eltern hatten einen kleinen Bauernhof. Sie vertrauten den kleinen Hugo der Kirche an, schickten ihn ins Internat des Salvator-Kollegs. Er erinnert sich mit Grimm an seine Klostererziehung: "Damals war man richtig eingesperrt. Das hat mich sehr belastet."

Bechter studierte in Tübingen und München Theologie. Er sollte Priester werden, was er eigentlich nicht wollte. Daher wechselte er anschließend zum Lehramtsstudium. In Tübingen lernte er nicht nur seine spätere Frau Karin kennen, sondern auch die Theologen Joseph Ratzinger und Hans Küng, die Bechter als Professoren hatte. Die beiden Gelehrten  waren noch enge Freunde im Glauben, erinnert sich Bechter, bis sie sich aus dogmatischen Gründen entzweiten.

Er sagt nicht ohne Stolz: "Ich habe meine Prüfungen in Dogmatik bei Küng und Ratzinger mit Zwei bestanden." Und weiter: "Als Ratzinger Papst wurde, habe ich ihn beglückwünscht, und die Nuntiatur hat sich bei mir bedankt." 1968 kam Bechter als Referendar an die Berufsbildenden Schulen (heute Berufskolleg) nach Münster, was seinen Einstieg in die Diözesan­arbeit bedeuten sollte. Weitere Berufsstationen waren Burgsteinfurt und Recklinghausen. Schulleiter Leopold Vennemann holte ihn 1972 an das heutige Paul-Spiegel-Kolleg.

Vertreter der Religionslehrer

Bechter lehrte Religion, Politik und Deutsch und begann, sich ehrenamtlich in das kirchliche Gemeindeleben von St. Nikolaus einzubringen, wo er unter anderem 25 Jahre lang Vorsitzender des Jugendausschusses war. Auf Diözesan­ebene vertrat er den Berufsverband der Religionslehrer. So war er
Bezirksbeauftragter für Religionsunterricht, Vorstandsmitglied für Jugendarbeit an Berufsbildenden Schulen im Regierungsbezirk Münster und gehörte dem Diözesankomitee der Katholiken im Bistum Münster an. 23 Jahre fungierte er als Diözesanvorsitzender im Verband Katholischer Religionslehrer an Berufskollegs.

Unüberschaubar ist die Liste seiner Tätigkeiten auf Stadtebene, im Dekanat und vor allem in seiner Gemeinde St. Nikolaus. Viele Jahre war er Pfarrgemeinderatsmitglied und leistete Kinder- und Jugendarbeit. Er gründete vor 30 Jahren Familienkreise und leitete die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in Dorsten.

Damals rief er zusammen mit anderen Institutionen die "Aktion
Solidarität" ins Leben, aus der die "Dorstener Arbeit" entstand. Bechter ist auch Gründungsmitglied der "Dorstener Tafel". Später, als er sich selbst zu den Senioren rechnete, wechselte er von der Jugendarbeit zur Seniorenarbeit.

Gefragt, wie er denn das alles schafft, meint er: "Ich habe immer nach Lösungen von Problemen gesucht und erst dann mit einer Arbeit begonnen, wenn ich sie gefunden hatte." Soziale Anliegen müssten gelöst werden.
In seiner Freizeit liest Bechter gern Bücher. Dazu gehören Karl Rahners Schriften. Viel bedeutet ihm auch der Roman Gertrud von le Forts "Die Letzte am Schafott" (1932). Daraus lernte Hugo Bechter für seine von seiner Kindheit belastete Person eines: "Ängste überwinden durch den Glauben."

Denn der Glaube ist Bechters Lebensinhalt. "Mein Glaube an Gott bedeutet, dass ich das mache, was in meinen Möglichkeiten ist: das sind Mut und Vertrauen zu haben, ohne wissen, was daraus wird." Und er ergänzt: "Das entscheidet dann Gott."

In der praktischen Umsetzung seines Glaubens ist Hugo Bechter, wie er sagt, ein Gegenwartsmensch, bei dem allerdings das neue Leben nach dem Tod ein zentrales Glaubenmotiv ist. Und: "Gegenwartsängste werden durch den Glauben überwunden."

Seit acht Jahren leitet er als Moderator die so genannten Themenabende in der Gemeinde St. Nikolaus, die jetzt zur Pfarrei St. Agatha gehört. An diesen Abenden werden Bücher, wie zum Beispiel das Jesus-Buch von Joseph Ratzinger, intensiv gelesen und besprochen.

Mit dem gewohnten hohen Engagement widmet sich Bechter nun der Altenarbeit und dem Seniorentanztee in St. Nikolaus. Er baut Seniorengruppen auf und betreut sie. Als stellvertretender Vorsitzender im Seniorenbeirat der Stadt Dorsten bespricht er viele Anliegen älterer Menschen.

Text: Maria Nienhaus | Foto: Maria Nienhaus in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
15.08.2016

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