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17.12.2018
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Schwester Maria Simone Hellbach.

Schwester Maria Simone Hellbach hat mit ihrem Unterricht das Gesicht der Xantener Marienschule geprägt.

Schwester M. Simone Hellbach verabschiedete sich in den Ruhestand

"Beichtmutter" und Verbündete

Xanten. Es hat sich vieles verändert, seit Schwester Maria Simone Hellbach vor rund 40 Jahren in den Schuldienst eintrat. Damals unterrichteten noch fünf Ordensschwestern an der Marienschule in Xanten. Mit Schwester Maria Simone, die vor den Ferien in den Ruhestand verabschiedet wurde, verlässt die letzte Ordensfrau der Gemeinschaft der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel die Xantener Mädchenrealschule. Mit ihrem Weggang endet eine 93-jährige Tradition.

"Die Schule verändert sich durch Ihren Abschied. Das Gesicht der Marienschule wird ohne Sie ein anderes sein", sagt Schulleiter Michael Lemkens aus Anlass der Verabschiedung.  "Sie waren für die Schülerinnen immer Verbündete, Vorbild, Beichtmutter und Reibungspunkt", lobt der Schulleiter die scheidende Lehrerin. Stures Pauken sei ihre Sache nicht gewesen. Stattdessen habe sie im Biologieunterricht immer gern mit Tierpräparaten für Aha- und manches Mal auch für Schockerlebnisse gesorgt, sagt Lemkens schmunzelnd.

Eigenwillige Lehrerin

Auch Schwester Maria Simone weiß, dass ihr Abschied eine Zäsur bedeutet. "Es ist immer ein Einbruch, wenn Schwestern gehen. Gleichgültig ob im Krankenhaus, im Altenheim oder in der Schule", sagt die Ordensfrau, die mit bürgerlichem Namen Ingrid Hellbach heißt. Das sei schon 2006 so gewesen, als der Xantener Konvent aufgelöst wurde.

Wie sehr sie bei den Mädchen mit ihrer Art, Unterricht zu gestalten, aber auch als Ordensfrau ankam, demonstriert ihr Abschiedsgeschenk. Sie erhielt von den Schülerinnen einen selbst gebastelten Pokal: Eine Vielzahl "Merci‘s" ziert die eine Seite. Ein Dank, der auf ihr Unterrichtsfach Französisch anspielt. Der Fisch auf der anderen Pokalseite übernimmt eine Doppelrolle: Er steht als Symbol für das Unterrichtsfach Biologie sowie für den christlichen Glauben. 40 Jahre – eine lange Zeit, in der sich viel verändert habe, resümiert die Ordensfrau. Im Laufe der Jahre sei es vor allem die gesellschaftliche Umgebung der Schülerinnen gewesen. "Die Mädchen kommen nicht mehr alle aus behüteten christlichen Elternhäusern", sagt sie. Die Mädchen christlich geprägt ins Leben führen zu wollen, bedeute heute, intensive Arbeit zu leisten. "Aber das geht nicht mit dem Holzhammer", sagt die Ordensfrau. Christliches Denken sowie den Glauben an Gott zu vermitteln sei wichtig. Und: "Die Vermittlung von Wissen ist genauso wichtig." Schwester Maria Simone sieht die Mädchen ganzheitlich. Die heile Welt gibt es nach ihrer Ansicht auch am Niederrhein nicht mehr. "Es macht mich immer hellwach, wenn ich sehe und höre, was die Mädchen teilweise morgens alles schon hinter sich haben, wenn sie zur Schule kommen", erläutert die scheidende Lehrerin.

Auch in ihrem Leben war nicht immer alles eitel Sonnenschein. "Da gibt es auch Höhen und Tiefen. Das gehört zum Leben dazu. Querelen gibt es überall. Wichtig ist es, dass man immer wieder zueinander findet und miteinander reden kann", sagt sie. Sie entschuldigt sich beispielsweise bei ihren Schülerinnen für den Fall, "wenn ich im Affekt der Situation mal heftig geworden bin. Das wissen die Schülerinnen einzuschätzen". Sie ist sich selbst gegenüber ehrlich. "Ich möchte authentisch sein", sagt sie. Als Ordensfrau wie als Pädagogin. "Ich bin Lehrerin in der Person der Ordensschwester und stecke nicht nur in dem Gewand der Ordensschwester", sagt die Pfalzdorferin, die fast so schnell reden kann, wie sie zu Fuß unterwegs ist. Was ihr bei Generationen von Schülerinnen den Spitznamen Schwester "Flitzi" einbrachte. Es wird ihr schmunzelnd nachgesagt, sie sei schneller als der Schall.

Auch ihre "zügigen" Spaziergänge im Stadtpark mit Husky "Asko" sind vielen Xantenern  in Erinnerung geblieben. Mit dem Eintritt in den Ruhestand steht Schwester Maria Simone eine weitere Veränderung bevor. Sie wird nach Bestwig (Sauerland) ins Provinzhaus des Ordens ziehen. "Dort warten neue Aufgaben auf mich", sagt sie.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

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Mehr zum Thema im Internet:

  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.marienschule-xanten.de

Text: Rita Hansen | Foto: Rita Hansen in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
11.08.2014

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